Bachelorarbeit, 2016
93 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Mietspiegel
2.1.1 Entstehungsgeschichte der Mietspiegel
2.1.2 Begriffsdefinition Mietspiegel
2.1.3 Rechtliche Grundlage des einfachen und des qualifizierten Mietspiegels
2.1.4 Mietspiegelverbreitung in Deutschland
2.2 Mietpreisbremse
2.2.1 Rechtliche Grundlagen des Mietrechtsnovellierungsgesetzes
2.2.2 Ziele der Mietpreisbremse
2.2.3 Positionen der Mieter-, Vermieter- und Anwaltsvereine zum MietNovG
3 Auswirkungen des MietNovG und die Bedeutung der Mietspiegel auf dem Wohnimmobilienmarkt
3.1 Die Bedeutung von Mietspiegeln auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt
3.1.1 Vorteile des Mietspiegels für Mietparteien
3.1.2 Kommunale und behördliche Verwendung des Mietspiegels
3.2 Auswirkungen des Mietrechtsnovellierungsgesetztes
4 Die Erstellung eines Mietspiegels
4.1 Auswahl des Wohnungsbestandes als Grundlage eines Mietspiegels
4.2 Die mietpreisbildenden Faktoren im Mietspiegel
4.2.1 Aufbau eines Mietspiegels
4.2.2 Erstellung eines qualifizierten Mietspiegels
4.3 Kosten der Erstellung von Mietspiegeln
4.4 Berechnung des qualifizierten Mietspiegels
4.4.1 Vergleich Berechnung von Tabellen- und Regressionsmietspiegeln
4.4.1.1 Tabellenmietspiegel
4.4.1.2 Regressionsmietspiegel
4.4.1.3 Ergebnis
4.4.2 Mietpreisspanne
5 Mietspiegelvergleich Berlin, Hannover, München
5.1 Stichprobenumfang
5.2 Typ der Mietspiegel
5.3 Wohnlage
5.4 Gebäudetyp
5.5 Wohnungsgröße und Wohnungsalter
5.6 Ausstattungsmerkmale
5.7 Ergebnis
6 Zusammenhang von Mietpreisbremse und Mietspiegel
7 Mietspiegel und Mietpreisbremse auf dem Wohnungsmarkt von Berlin und ausgewählter Kommunen
8 Verbesserungspotential der Mietspiegel
9 Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das komplexe Zusammenwirken von Mietspiegeln und der Mietpreisbremse auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt. Ziel ist es, gegenseitige Abhängigkeiten zu identifizieren und zu analysieren, ob die derzeitigen, teilweise unspezifischen Erhebungsvorschriften für Mietspiegel ausreichen, um den rechtlichen Anforderungen der Mietpreisbremse gerecht zu werden oder ob hier ein Optimierungsbedarf besteht.
4.4.1.2 Regressionsmietspiegel
Regression ist eine mathematische Optimierungsmethode, um für eine Reihe von Messdaten die unbekannten Parameter einer Funktion zu bestimmt bzw. diese mathematisch fundiert zu schätzen. Ziel der Regression ist es, eine Regressionsfunktion der Messdaten und deren unvermeidlichen Widersprüchen bestmöglich anzupassen. Die Regression führt trotz kleiner Messfehler zu dem statistisch wahrscheinlichsten Wert für die zu berechnenden Unbekannten.119
Die Grundlage der Berechnung eines Regressionsmietspiegels ist demnach die Regressionsanalyse und das Regressionsmodell. Die Regressionsanalyse ist ein anerkanntes Verfahren die Abhängigkeit eines bestimmten Merkmals, wie der Nettokaltmiete pro Quadratmeter, von anderen unabhängigen Merkmalen, wie der Größe der Wohnung oder die Ausstattung, zahlenmäßig zu erfassen. Anhand des Regressionsmodells können die Werte des abhängigen Merkmals aus den Werten der unabhängigen Merkmale berechnet werden.120
Der Modellbildung, also der Entwicklung der Regressionsgleichung kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu. Bei jeder Neuerstellung eines Regressionsmietspiegels ist eine Anpassung des Regressionsmodells an die konkrete Marktsituation erforderlich, da kein allgemeines und dauerhaftes Modell zur Wohnungsbeschreibung bekannt ist.
Bei der Regressionsanalyse werden die gesamten Informationen einer Stichprobe ausgenutzt. Das Ergebnis wird üblicherweise anhand des SPSS-Outputs dargestellt. SPSS ist eine Statistik- und Analyse Software.
Abbildung 12 zeigt einen SPSS-Output.121
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik steigender Mieten in deutschen Ballungsgebieten ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, das Zusammenwirken von Mietspiegel und Mietpreisbremse zu untersuchen.
2 Theoretische Grundlagen: Das Kapitel definiert Mietspiegel sowie die Mietpreisbremse, beleuchtet deren rechtliche Entstehungsgeschichte und klärt die Terminologie für diese Arbeit.
3 Auswirkungen des MietNovG und die Bedeutung der Mietspiegel auf dem Wohnimmobilienmarkt: Hier werden die Funktionen von Mietspiegeln als Instrumente zur Markttransparenz erklärt und die Auswirkungen der Mietpreisbremse auf den Immobilienmarkt diskutiert.
4 Die Erstellung eines Mietspiegels: Es werden die methodischen Anforderungen, Datenerhebungsverfahren sowie die Kostenstruktur bei der Erstellung von einfachen und qualifizierten Mietspiegeln detailliert beschrieben.
5 Mietspiegelvergleich Berlin, Hannover, München: Ein direkter Vergleich dieser drei Städte verdeutlicht die methodischen Unterschiede und Gemeinsamkeiten bei der Erstellung und Anwendung ihrer jeweiligen Mietspiegel.
6 Zusammenhang von Mietpreisbremse und Mietspiegel: Dieses Kapitel analysiert die Abhängigkeiten und rechtlichen Herausforderungen, die entstehen, wenn Mietspiegel als Grundlage für die Mietpreisbremse herangezogen werden.
7 Mietspiegel und Mietpreisbremse auf dem Wohnungsmarkt von Berlin und ausgewählter Kommunen: Anhand praktischer Beispiele wird untersucht, wie Kommunen mit der Mietpreisbremse umgehen und welche Folgen dies für den Wohnimmobilienmarkt hat.
8 Verbesserungspotential der Mietspiegel: Basierend auf den vorangegangenen Analysen werden konkrete Vorschläge zur methodischen Optimierung und zur Steigerung der Rechtssicherheit von Mietspiegeln unterbreitet.
9 Fazit: Das Fazit resümiert die gewonnenen Erkenntnisse über die Abhängigkeiten von Mietspiegel und Mietpreisbremse und gibt einen Ausblick auf notwendige politische Handlungsfelder.
Mietspiegel, Mietpreisbremse, Wohnungsmarkt, Mietrechtsnovellierungsgesetz, Ortsübliche Vergleichsmiete, Tabellenmietspiegel, Regressionsmietspiegel, Immobilienrendite, Mietwohnung, Bestellerprinzip, Rechtssicherheit, Datenqualität, Wohnlagen, Mietpreisentwicklung, Immobilienwirtschaft
Die Arbeit analysiert das Zusammenwirken von Mietspiegeln und der gesetzlichen Mietpreisbremse auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt sowie deren gegenseitige Abhängigkeiten.
Die zentralen Felder umfassen die rechtlichen Grundlagen von Mietspiegeln, die methodische Erstellung dieser Instrumente (Tabellen- vs. Regressionsmodell) sowie die Auswirkungen der Mietpreisbremse auf Mieter, Vermieter und den Wohnungsbau.
Das Hauptziel ist zu untersuchen, ob die bestehenden, teils unspezifischen Erhebungsvorschriften für Mietspiegel ausreichen, um den Anforderungen der Mietpreisbremse gerecht zu werden, oder ob hier konkreter Optimierungsbedarf besteht.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, eine vergleichende Untersuchung der Mietspiegel in Berlin, Hannover und München sowie die Auswertung von Gerichtsurteilen und ökonomischen Daten zu Mietpreisen und Renditen.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen insbesondere die Erstellungsprozesse von Mietspiegeln, der Vergleich der Modelle verschiedener Städte und die Auswirkungen der Mietpreisbremse auf Renditen und Marktverhalten diskutiert.
Zu den prägenden Begriffen gehören Mietspiegel, Mietpreisbremse, Ortsübliche Vergleichsmiete, Wohnungsmarkt, Regressionsmietspiegel und Rechtssicherheit.
Die Arbeit kritisiert unter anderem, dass Tabellenmietspiegel oft keine ausreichende statistische Repräsentativität für alle Tabellenfelder aufweisen und komplexe Wohnwertmerkmale nur unzureichend abbilden können.
Aufgrund der hohen Fluktuation und Dynamik auf den Wohnungsmärkten werden die Mietspiegel oft als veraltet kritisiert, da die Aktualisierung alle zwei bis vier Jahre den tatsächlichen Marktbedingungen hinterherhinkt.
Das Bestellerprinzip hat dazu geführt, dass Makler weniger Aufträge erhalten und ihre Geschäftsmodelle anpassen müssen, da Vermieter die Kosten nun häufiger selbst tragen oder gänzlich auf eine professionelle Vermittlung verzichten.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass aufgrund der großen Spielräume bei der Erstellung qualifizierter Mietspiegel eine bundesweit einheitliche, wissenschaftlich fundierte und rechtssichere Regelung zwingend erforderlich ist, um die Mietpreisbremse effektiv durchsetzen zu können.
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