Bachelorarbeit, 2013
78 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1. Beschreibung der Datengrundlage
1.2. Beschreibung der Indikatoren für Übergewicht
1.2.1. Body-Mass-Index (BMI)
1.2.2. Waist to hip Ratio (WHR)
1.2.3. Waist to height ratio (WHtR)
1.3. Formulierung der Forschungsfrage
1.4. Fokus der Untersuchung
2. Hauptteil
2.1. Beschreibung der Untersuchungsvariablen
2.1.1. Bildung
2.1.2. Einkommen
2.1.3. Elterliches Übergewicht
2.1.4. Konsum von Erfrischungsgetränken
2.1.5. Schlafprobleme
2.1.6. Körperliche Aktivität
2.2. Methoden
2.2.1. Chi² - Teststatistik
2.2.2. Binär-logistische Regression
2.3. Ergebnisse
2.3.1. Deskriptive Statistik
2.3.2. Ergebnisse des Chi² Tests
2.3.3. Ergebnisse logistische Regression
3. Schluss
3.1. Zusammenfassung der Ergebnisse
3.2. Ausblick
4. Literaturverzeichnis
5. Anhang
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Eignung verschiedener Indikatoren zur Messung von Übergewicht bei Jugendlichen auf Basis der Daten der KiGGS-Studie zu vergleichen und mögliche Unterschiede in der Aussagekraft aufzuzeigen. Hierzu werden drei spezifische Maße – der Body-Mass-Index (BMI), die Waist-to-hip Ratio (WHR) und die Waist-to-height Ratio (WHtR) – anhand von soziodemografischen sowie lebensstilbezogenen Variablen analysiert.
1.2.1. Body-Mass-Index (BMI)
Der Indikator wurde als relatives Gewichtsmaß nach dem zweiten Weltkrieg populär, da sich epidemiologische Studien mit der Zahl der zunehmenden kardiovaskulärer Krankheiten und Übergewicht befassten. Dies lässt sich anhand von Omran und dessen Theorie der „Epidemiological Transiton“ beschreiben (Omran, 1971). Auf der dritten Stufe des epidemiologischen Übergangs („The Age of Degenerative and Man-Made Diseases“) wird Mortalität durch vielfältige Auswirkungen von Morbidität (Herzerkrankungen, Schlaganfall) überschattet (Omran, 1971, S. 532 f.). Der Body-Mass-Index konnte zur Erforschung dieser Tendenzen einen wichtigen Beitrag leisten.
Bis in die heutige Zeit ist das Maß populär, um die Effekte von Übergewicht auf das Risiko des Eintretens verschiedenster Erkrankungen zu erforschen. Dabei scheint insbesondere die Verbindung von hohem BMI (Adipositas) und dem Auftreten von verschiedenen Erkrankungen signifikant zu sein (Nejat & Polotsky, 2010) . Diese Tendenz lässt sich jedoch nicht vollends auf die Mortalität bei Personen mit erhöhtem Body-Mass-Index und einer chronischen Herzerkrankung übertragen (Oreopoulos, et al., 2008). Generell ist jedoch ein gesunder Lebensstil, der einen niedrigen BMI einschließt, mit einer geringeren Sterbewahrscheinlichkeit verknüpft (Loef & Walach, 2012).Vor allem bei der Frage, ob kindliches Übergewicht Auswirkungen auf spätere Krankheitsentwicklung und frühzeitigen Tod hat, scheint die Lage recht eindeutig. Durch eine Meta-Analyse (Reilly & Kelly, 2010) konnte gezeigt werden, dass die überwiegende Anzahl der Studien ein signifikant erhöhtes Risiko für die Entwicklung späterer Krankheit (Diabetes, Bluthochdruck, ischämische Herzerkrankung und Schlaganfall) im Erwachsenenalter aufzeigten. Die Tendenz ließ sich für das Eintreten des frühzeitigen Todes bestätigen. Der Indikator für die Kategorisierung von Übergewicht und Fettleibigkeit war der BMI (ebenda).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die globale Bedeutung des Übergewichts, stellt die Relevanz der KiGGS-Studie dar und führt die Zielsetzung sowie die Forschungsfrage der Arbeit ein.
2. Hauptteil: Dieser Teil beschreibt die gewählten Untersuchungsvariablen, erläutert die statistischen Methoden (Chi²-Test und logistische Regression) und präsentiert die Analyseergebnisse bezüglich der Unterschiede zwischen BMI, WHR und WHtR.
3. Schluss: Der Schlussteil fasst die Ergebnisse zusammen, bestätigt die aufgestellten Arbeitshypothesen und bietet einen Ausblick auf die Bedeutung zukünftiger Längsschnittdaten für die medizinische Praxis.
4. Literaturverzeichnis: Umfassende Auflistung der für die Arbeit herangezogenen wissenschaftlichen Quellen und Studien.
5. Anhang: Dokumentation der technischen Durchführung der Datenanalyse, einschließlich der Syntax für die SPSS-Auswertungen.
Übergewicht, KiGGS-Studie, Body-Mass-Index, BMI, Waist-to-hip Ratio, WHR, Waist-to-height Ratio, WHtR, Jugendalter, Gesundheitsmonotoring, statistische Analyse, Logistische Regression, Chi²-Test, Prävention, Folgeerkrankungen.
Die Arbeit untersucht, ob es signifikante Unterschiede bei der Messung von Übergewicht bei Jugendlichen gibt, wenn man verschiedene Indikatoren wie BMI, WHR und WHtR verwendet.
Die Untersuchung basiert auf den repräsentativen Daten der „Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland“ (KiGGS) aus dem Zeitraum 2003-2006.
Ziel ist es, Unterschiede zwischen den gewählten Indikatoren anhand von sechs potentiellen Determinanten (Bildung, Einkommen, elterliches Übergewicht, Schlafprobleme, Erfrischungsgetränkekonsum, körperliche Aktivität) statistisch aufzuzeigen.
Der Autor verwendet deskriptive Statistik, Chi²-Teststatistik zur Prüfung auf Zusammenhänge und die binär-logistische Regression zur Wahrscheinlichkeitsanalyse.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung der Variablenwahl, die methodische Vorgehensweise und die detaillierte Präsentation und Interpretation der statistischen Ergebnisse.
Neben der methodischen Vergleichsanalyse steht die Public-Health-Relevanz von Übergewicht im Jugendalter sowie dessen Korrelation mit sozialen und verhaltensbezogenen Faktoren im Fokus.
Die Analyse zeigt, dass das elterliche Übergewicht einer der stärksten Prädiktoren für Übergewicht bei Jugendlichen ist und in allen Modellberechnungen durchweg hochsignifikante Ergebnisse liefert.
Die Untersuchung deutet darauf hin, dass das Taille-Hüft-Verhältnis (WHR) für viele der untersuchten Variablen weniger sensitiv reagiert als der BMI oder die Waist-to-height Ratio (WHtR).
Überraschenderweise konnte bei der Analyse des Erfrischungsgetränkekonsums kein klarer signifikanter Zusammenhang mit einem erhöhten Übergewichtsrisiko festgestellt werden, was den theoretischen Erwartungen widerspricht.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

