Bachelorarbeit, 2016
58 Seiten
1. Einleitung
2. Corporate Social Responsibility – Annäherung an einen Begriff
2.1 Definitionen in Politik, Praxis und Literatur
2.2 Systematisierung von CSR
2.3 Das Spannungsfeld zwischen Business Case und Moral Case
3. CSR als Business Case
3.1 Die Theorie des Business Case
3.2 Unternehmerisches Handeln als Verantwortungsgegenstand
3.2.1 Moralische Konflikte entlang der Wertschöpfungskette
3.2.2 Die moralische Qualität der Wertschöpfungsaufgabe
3.2.2.1 Die Schaffung neuer Märkte
3.2.2.2 Social Entrepreneurship – Die Moral als Markenkern
3.2.3 CSR jenseits der Wertschöpfung
3.3 Mögliche Erfolgswirkungen von CSR
3.3.1 Vorökonomische Erfolgswirkungen
3.3.2 Ökonomische Erfolgswirkungen
3.3.2.1 Problematik einer empirischen Überprüfung des Business Case
3.3.2.2 Der differenzierte CSP-/CFP-Link
3.4 Kritische Würdigung
4. CSR als Moral Case
4.1 Kritik am Gewinnprinzip und an der Ideologie des freien Marktes
4.2 Integrative Unternehmensethik
4.2.1 Das dualistische Grundmodell der Unternehmung
4.2.2 Der ethische Integrationsgrad
4.3 Der Stakeholder-Ansatz des Responsible Leadership
4.4 Der Integrity Case
4.5 Kritische Würdigung
5. Der Brückenschlag zwischen Business Case und Moral Case
5.1 Die normative Unzulänglichkeit des Business Case
5.2 Der moralisch fundierte Business Case
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Spannungsfelder zwischen ökonomisch motivierter Unternehmensverantwortung (Business Case) und moralisch begründeter Verantwortung (Moral Case), um zu bewerten, wie Unternehmen den Konflikt zwischen Gewinnmaximierung und ethischem Handeln in einer globalisierten Wirtschaft auflösen können.
Die moralische Qualität der Wertschöpfungsaufgabe
Dieses Beispiel leitet direkt über zur moralischen Qualität der Wertschöpfungsaufgabe. Die Instrumentalisierung ethischen Handelns ist nämlich nicht auf den Wertschöpfungsprozess begrenzt, sondern kann auch gezielt zur Schaffung neuer Märkte eingesetzt werden. Charakteristisch für den Business Case ist hierbei, dass diese Geschäftsmodelle einerseits moralische Probleme zumindest mildern sollen, andererseits aber gerade aufgrund der vermuteten Absatzmöglichkeiten in die Tat umgesetzt werden.
3.2.2.1 Die Schaffung neuer Märkte
Eine wichtige Ebene besteht demnach in der Schaffung neuer Märkte, auf denen moralische Anliegen gewinnbringend realisiert werden können (Schreck 2011, S. 754). Zentral ist hierbei nicht (nur) der Entstehungsprozess, sondern das Produkt selbst oder zumindest das Ideal, welches mit diesem assoziiert wird. Die moralische Wertigkeit kann eine Nische in einem bestehenden Markt bilden oder vollständig neue Märkte kreieren.
So war lange Zeit der Einstieg in den deutschen Lebensmitteleinzelhandel aufgrund der Stärke der Discounter praktisch unmöglich (siehe das Scheitern von Wal-Mart in Deutschland), bis sich ein Marktsegment für Bio-Supermärkte aufgetan hat. Alnatura & Co. verbinden also den nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln mit der klassischen betriebswirtschaftlichen Strategie der Nischenfindung auf einem gesättigten Markt. Dean&David bedienen das Bedürfnis vieler Kunden nach einem gesunden Snack, abseits von Döner und Fast Food Ketten. Und selbst McDonald’s bietet mittlerweile Bio-Burger und Salate an, um die Nachfrage der gesundheitsbewussten Großstadtklientel bedienen zu können.
1. Einleitung: Beleuchtung der zunehmenden Bedeutung von CSR vor dem Hintergrund globaler wirtschaftlicher Entwicklungen und der Machtverschiebung zwischen Nationalstaaten und Unternehmen.
2. Corporate Social Responsibility – Annäherung an einen Begriff: Herleitung einer Definition von CSR sowie Systematisierung entlang der Dimensionen Profit, Menschen und Planet.
3. CSR als Business Case: Untersuchung des instrumentell-ökonomischen Ansatzes, bei dem CSR als strategischer Erfolgsfaktor zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit eingesetzt wird.
4. CSR als Moral Case: Analyse der Position, die gesellschaftliche Verantwortung als originäre Verpflichtung von Unternehmen begreift, unabhängig von unmittelbarer ökonomischer Rentabilität.
5. Der Brückenschlag zwischen Business Case und Moral Case: Entwicklung eines "moralisch fundierten Business Case" als pragmatischer Kompromiss zwischen ethischem Anspruch und ökonomischer Notwendigkeit.
6. Fazit: Resümee über die Notwendigkeit einer pragmatischen Herangehensweise, bei der moralische Grundsätze die Basis für ein verantwortungsvolles Gewinnstreben bilden.
Corporate Social Responsibility, CSR, Business Case, Moral Case, Unternehmensethik, Gewinnmaximierung, Nachhaltigkeit, Stakeholder-Ansatz, Wertschöpfungskette, Responsible Leadership, Markttransparenz, Corporate Citizenship, ökonomische Erfolgswirkungen, Moralisierung der Märkte, Integrierte Unternehmensführung.
Die Arbeit analysiert die theoretischen und praktischen Spannungsfelder zwischen zwei Sichtweisen auf unternehmerische Verantwortung: dem Business Case, bei dem Ethik als ökonomischer Erfolgsfaktor dient, und dem Moral Case, der Ethik als originäre gesellschaftliche Pflicht definiert.
Die Publikation behandelt die Definition von CSR, die strategische Implementierung von Ethik in die Wertschöpfungskette, die empirische Messbarkeit von Erfolgswirkungen und Ansätze zur integrativen Unternehmensführung.
Die zentrale Frage ist, wie Unternehmen ihren originären wirtschaftlichen Zweck mit der wachsenden gesellschaftlichen Erwartung nach verantwortungsvollem Handeln vereinbaren können, ohne ihre Existenzgrundlage zu gefährden.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der kritischen Systematisierung bestehender unternehmensethischer Konzepte, ergänzt durch eine vergleichende Analyse der Argumentationslogik verschiedener Forschungsströmungen.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Gegenüberstellung des Business Case und des Moral Case, wobei insbesondere aufgezeigt wird, welche Rolle moralische Konflikte innerhalb der Wertschöpfungskette spielen.
Corporate Social Responsibility, Business Case, Moral Case, Unternehmensethik, Nachhaltigkeit und Stakeholder-Ansatz sind die prägenden Begriffe.
Er unterscheidet sich dadurch, dass er moralische Prinzipien als unbedingtes Fundament voranstellt, an denen sich das Gewinnstreben ausrichten muss, anstatt Ethik lediglich als Mittel zum Zweck für ökonomische Renditen zu nutzen.
Diese Konzepte beschreiben den Prozess, in dem durch gesellschaftlichen Druck (z.B. kritische Konsumenten) oder durch eine innere ethische Haltung des Managements Standards etabliert werden, die über gesetzliche Mindestanforderungen hinausgehen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

