Bachelorarbeit, 2015
81 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Digitalisierung und Medienkonvergenz
2.1 Aktuelle technologische Entwicklungen des Fernsehens
2.2 Videodistribution im Internet
2.2.1 Paid Content und Video-on-Demand
2.2.2 Free Content: YouTube
3. Social Media
3.1 Facebook und Twitter: Ein Überblick
3.2 Cross-mediales Zuschauerverhalten
3.2.1 #Social Viewing
4. Die neuen Rollen der Rezipienten und Produzenten
4.1 Etablierte Produzenten und neue Creator
4.1.1 Videoformate online: Vlogs und Let’s Plays
4.2 Im Wandel: Medienprodukte und Produktionslogik
5. Medienökonomie
5.1 Finanzierung von Videoproduktion und Produzenten
5.1.1 Werbung, Branded Content und Produktplatzierungen
6. Multi-Channel-Networks
6.1 Übersicht und Entwicklung
6.2 Funktionsweisen der Netzwerke
6.3 Netzwerke als Bindeglied zwischen TV und Online?
7. Analyse von Praxisbeispielen
7.1 TV
7.1.1 Neo Magazin Royale mit Jan Böhmermann
7.1.2 GRIP – Das Motormagazin
7.2 YouTube
7.2.1 Vorstellung der YouTuber und methodisches Vorgehen zur Datenerhebung
7.2.2 Professionelle Medienproduktion auf YouTube
8. Theorie zur Transformation der Videobranche
9. Resümee
Die Arbeit untersucht den fundamentalen Transformationsprozess der Medienproduktion in der Videobranche, der durch die Verbreitung des Internets, soziale Medien und neue Player wie YouTube und Multi-Channel-Networks vorangetrieben wird. Dabei wird analysiert, wie sich klassische Rollenmodelle von Produzenten und Zuschauern verändern und welche Auswirkungen diese Entwicklungen auf die Wertschöpfung und mediale Praxis haben.
4.2 Im Wandel: Medienprodukte und Produktionslogik
Medienproduktion und ihre Wertschöpfung kann nach Kiefer (2001: 160), Heinrich (2002: 117) und Fröhlich (2010: 119) in drei Ebenen unterteilt werden: Input und Produktion, die publizistische Ebene sowie die Multiplikations- und Distributionsebene. Wie bereits in den vorangegangenen Kapiteln aufgezeigt, haben Digitalisierung, Medienkonvergenz und die Verbreitung des Internets erheblichen Einfluss auf jede einzelne dieser Ebenen und ihre Eigenschaften im Wertschöpfungsprozess der Medienbranche. Doch welche Auswirkungen sind das genau und wie und an welchen Stellen zeigt sich der Wandel?
In allen Bereichen der Medienproduktion und -distribution gewinnen die Zuschauer an Bedeutung. Teilweise werden sie sogar zum entscheidenden Dreh und Angelpunkt. In puncto Input und Produktion von Videoinhalten etwa werden die Zuschauer aus ihrer ehemals ausschließlich passiven Rolle als Beobachter nun zu Ideengebern, Gestaltern oder zum Gegenstand der Unterhaltung selbst. Besonders und zuerst auf YouTube ist diese Veränderung zu erkennen. Die interviewten YouTuber gaben alle an, bei der Gestaltung ihrer Videos auf Anregungen, Kritik und Feedback ihrer Zuschauer einzugehen, und sagten aus, dass diese einen tatsächlichen Einfluss auf die Produktion und Gestaltung der Videos haben (vgl. Anhang 1: Z. 25f., 91ff.; Anhang 2: Z. 88ff.; Anhang 3: Z. 86ff.). Es handelt sich beim kommunikativen Austausch in den Kommentarsektionen unter YouTube-Videos demnach um richtige soziale Interaktionen – und nicht um quasi-soziale, wie sie für die klassischen Massenmedien typisch sind –, da die Produzenten tatsächlich auf die Äußerungen der Zuschauer eingehen, teilweise direkt antworten oder in zukünftigen Videos darauf Bezug nehmen.
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert den technologischen und medienökonomischen Wandlungsprozess der Videobranche, weg von starren TV-Strukturen hin zu einer partizipativen Online-Kultur.
2. Digitalisierung und Medienkonvergenz: Es wird analysiert, wie digitale Technologien und das Internet die Distributionswege von Videoinhalten durch On-Demand-Angebote und Plattformen wie YouTube grundlegend verändern.
3. Social Media: Das Kapitel beleuchtet, wie soziale Netzwerke die Kommunikation zwischen Produzenten und Zuschauern durch Mechanismen wie Social Viewing revolutionieren.
4. Die neuen Rollen der Rezipienten und Produzenten: Hier wird der Wandel vom passiven Zuschauer zum aktiven "Mitschauer" und Ideengeber (Content-Crowdsourcing) sowie die Professionalisierung neuer Creator-Formate untersucht.
5. Medienökonomie: Der Fokus liegt auf der Aufmerksamkeitsökonomie und den verschiedenen Finanzierungsmodellen (Werbung, Sponsoring, Produktplatzierung) im Internet-Video-Segment.
6. Multi-Channel-Networks: Dieses Kapitel erläutert die gatekeeper-ähnliche Funktion von MCNs bei der Professionalisierung und Vermarktung von YouTube-Kanälen.
7. Analyse von Praxisbeispielen: Anhand von Fallstudien (Neo Magazin Royale, GRIP, ausgewählte YouTuber) wird die theoretische Transformation empirisch belegt.
8. Theorie zur Transformation der Videobranche: Abschließender Versuch, die beobachteten Trends in einen theoretischen Kontext der Medienwissenschaft zu setzen.
9. Resümee: Zusammenfassendes Fazit über die dauerhafte Verschiebung der Machtverhältnisse und die Notwendigkeit einer plattformübergreifenden Strategie für Produzenten.
Medienkonvergenz, Videoproduktion, YouTube, Social Media, Content-Crowdsourcing, Multi-Channel-Networks, Medienökonomie, Digitalisierung, Zuschauerverhalten, Social Viewing, Mitschauer, Vlogs, Let’s Plays, Online-Video, Partizipative Medienkultur.
Die Arbeit untersucht den tiefgreifenden Wandel der Medienproduktion im Videosektor. Sie beleuchtet, wie digitale Kommunikationstechnologien und soziale Netzwerke die traditionellen Grenzen zwischen Fernsehsendern und Internet-Content-Erstellern aufbrechen.
Die zentralen Themen sind der Einfluss von Medienkonvergenz, die neue Rolle der Konsumenten als aktive Mitgestalter und die Rolle von Multi-Channel-Networks als neue Akteure im Markt.
Die Untersuchung konzentriert sich darauf, wie YouTube, soziale Medien und das Internet die Medienproduktion der Videobranche verändern und wie sich diese neuen Entwicklungen in Verbindung mit klassischen Fernsehformaten wechselseitig beeinflussen.
Die Arbeit nutzt deskriptiv-fallbasierte Analysen, ergänzt durch Experteninterviews mit drei professionellen YouTubern, um den Status quo der Online-Videoproduktion empirisch zu fundieren.
Der Hauptteil analysiert technologische Neuerungen, die ökonomische Logik der Aufmerksamkeit, die Funktion von Multi-Channel-Networks sowie die praktischen Auswirkungen der Zuschauerintegration auf die Inhaltsproduktion.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Medienkonvergenz, Content-Crowdsourcing, Professionalisierung von Online-Inhalten und die Verschiebung der ökonomischen Machtverhältnisse zugunsten der Zuschauerpartizipation.
Authentizität gilt als einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für YouTuber, da sie sich dadurch explizit vom als "unpersönlich" wahrgenommenen Fernsehen abgrenzen, wenngleich dieser Begriff zwischen künstlerischem Anspruch und kommerzieller Inszenierung ein Spannungsfeld bildet.
Laut den Interviews bieten diese Netzwerke vor allem Vorteile bei der Urheberrechtsklärung ("Strikes"), der Monetarisierung und der Reichweitenoptimierung, fungieren aber gleichzeitig als gatekeeper im Ökosystem der Videoplattformen.
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