Bachelorarbeit, 2015
71 Seiten, Note: 1,7
1. Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
2. Kapitalkosten
2.1 Einordnung der Kapitalkosten - Finanzierungsebene
2.1.1 Eigenkapital als Finanzierungsart und Kapitalquelle
2.1.2 Fremdkapital als Finanzierungsart und die Unterscheidung zum Eigenkapital
2.2 Bedeutung von Kapitalkosten
2.2.1 Eigenkapitalkosten
2.2.2 Capital Asset Pricing Model (CAPM)
2.2.3 Fremdkapitalkosten
2.3 Wertermittlung und Berechnungen anhand von Kapitalkosten
2.3.1 Kapitalstruktur
2.3.2 Bedeutung der (zukünftigen) Zahlungsströme (Cashflows)
2.3.3 WACC-Verfahren und dessen Anwendungsmöglichkeiten
2.4 Einflussfaktoren auf die Höhe der Kapitalkosten und deren Auswirkung in der Wertermittlung
3. Empirische Untersuchung der Kapitalkosten der DAX-Unternehmen
3.1 Kapitalkostenanalyse
3.1.1 Entwicklung der Kapitalmarktzinsen
3.1.2 Marktrisikoprämien und Beta-Faktoren
3.1.3 Analyse der Eigenkapital- und Fremdkapitalkosten
3.1.4 Kapitalstrukturanalyse
3.1.5 Entwicklung und Analyse der WACC-Sätze
3.2 Simulationsrechnungen zur Veranschaulichung von wertveränderten Determinante auf den WACC
3.2.1 Simulation der Kapitalkostenveränderung des Unternehmens Volkswagen
3.2.2 Simulation der Kapitalkostenveränderung des Unternehmens RWE
3.2.3 Simulation der Kapitalkostenveränderung des Unternehmens E.On
3.3 Kritische Würdigung der Untersuchungsergebnisse
4. Resümee
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Herleitung von Kapitalkosten theoretisch zu fundieren, deren Einfluss auf die Unternehmensbewertung zu erläutern und zu analysieren, ob DAX-Unternehmen ihre Kapitalkosten trotz veränderter Marktbedingungen bewusst hoch halten. Im Fokus steht dabei die Untersuchung der Transparenz in den Geschäftsberichten sowie die simulationstechnische Überprüfung der Kapitalkostenanpassung an externe Markteinflüsse.
2.2.2 Capital Asset Pricing Model (CAPM)
Copeland/Koller/Murrin legen die Kernthese des CAPM dar,
„...daß die Opportunitätskosten des Eigenkapitals der Rendite risikofreier Wertpapiere plus dem Marktpreis des Risikos (Risikoprämie), multipliziert mit dem systematischen Risiko (beta) des Unternehmens, entsprechen.“
Das CAPM wird infolgedessen eingesetzt, um die erwartete Rendite eines Wertpapiers zu berechnen. Es versucht aus diesem Grund die Kosten des Eigenkapitals anhand gegebener Marktdaten mit zunächst folgender, allgemeiner Formel abzuleiten.
Eigenkapitalkosten = risikofreie Rendite/Basiszins + ß * (Marktrisikoprämie)
Aus der Sicht des Investors ist die Methode und Vorgehensweise wie folgt zu erklären. Die risikofreie Rendite ist jene Rendite eines beliebigen Wertpapiers oder Wertpapierportfolios, die mit keinem Rendite- bzw. Ausfallrisiko behaftet ist (als Referenzwert gelten z.B. sichere Bundesanleihen) und zugleich in keinem Zusammenhang mit den Renditen anderer Kapitalanlagen steht. Wenn der Investor die Auswahlmöglichkeit hätte, in ein Unternehmen zu investieren oder sein Kapital auf seiner Bank für dieselbe Verzinsung anzulegen, würde er das unternehmerische Risiko meiden da er bei einem niedrigerem Risiko dieselbe Verzinsung erhalten könnte.
Das Modell geht also von der Annahme aus, dass es sich um einen risikoaversen Anleger handelt, der den Nutzen seines Vermögens maximieren will. Laut einer Kapitalkostenstudie von KPMG aus dem Jahre 2012/2013 leiten Unternehmen ihren risikofreien Basiszins unterschiedlich ab, wie in der folgenden Grafik abzuleiten ist.
1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Kapitalkosten als Steuerungselement und formuliert die Forschungsfrage, ob Unternehmen ihre Kapitalkosten in Zeiten von Niedrigzinsen bewusst hoch halten.
2. Kapitalkosten: Dieses Kapitel erläutert theoretische Grundlagen der Kapitalkosten, insbesondere die Berechnung von Eigenkapitalkosten mittels CAPM, Fremdkapitalkosten sowie das WACC-Verfahren.
3. Empirische Untersuchung der Kapitalkosten der DAX-Unternehmen: Hier erfolgt die praktische Analyse der Geschäftsberichte ausgewählter DAX-Konzerne, inklusive Simulationsrechnungen zur Nachvollziehbarkeit der Kapitalkostenanpassungen.
4. Resümee: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Darlegung der Untersuchungsergebnisse und hinterfragt die mangelnde Transparenz der Unternehmen hinsichtlich ihrer Kapitalkostenpolitik.
Kapitalkosten, DAX, Unternehmensbewertung, WACC, Eigenkapitalkosten, Fremdkapitalkosten, CAPM, Beta-Faktor, Marktrisikoprämie, Free-Cashflow, Kapitalstruktur, Leitzins, Investitionsrechnung, Shareholder-Value, Transparenz
Die Arbeit untersucht die Berechnung von Kapitalkosten und analysiert empirisch, wie DAX-Unternehmen ihre Kapitalkosten in Abhängigkeit von Marktveränderungen, insbesondere dem Leitzins, festlegen.
Die zentralen Themen umfassen die theoretische Herleitung der Kapitalkosten (WACC, CAPM), die Rolle der Kapitalstruktur und die empirische Überprüfung der Kapitalkostenpolitik anhand von Geschäftsberichten.
Ziel ist es, Transparenz in der Kapitalkostenermittlung zu schaffen und zu prüfen, ob Unternehmen ihre Kapitalkosten bewusst hoch halten, anstatt sie an gesunkene externe Marktfaktoren anzupassen.
Neben der theoretischen Fundierung anhand betriebswirtschaftlicher Literatur nutzt die Arbeit eine empirische Inhaltsanalyse von Geschäftsberichten sowie gezielte Simulationsrechnungen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Kapitalkostenkomponenten und die detaillierte empirische Untersuchung der DAX-Unternehmen, ergänzt durch spezifische Fallsimulationen.
Besonders wichtig sind WACC (Weighted Average Cost of Capital), CAPM (Capital Asset Pricing Model), Beta-Faktor, Marktrisikoprämie, Eigen- und Fremdkapital sowie der Begriff der Kapitalkosten selbst.
Der Leitzins beeinflusst das allgemeine Zinsniveau. Die Arbeit untersucht, ob Unternehmen die sinkenden Leitzinsen der EZB in ihren Kapitalkostenkalkulationen widerspiegeln oder ob diese trotz externer Senkungen konstant bleiben.
Die Simulation zeigt, dass bei VW die Kapitalkosten trotz sinkender Zinsen in der Realität teilweise stiegen, was laut Autor auf veränderte CAPM-Variablen zurückzuführen ist, die nicht transparent begründet wurden.
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