Masterarbeit, 2011
137 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
1.3 Bisheriger Forschungsstand
2. Beschaffenheit des Finanzmarktes
2.1 Vorüberlegungen
2.2 Finanzdienstleistungsbranche im Umbruch
2.2.1 Veränderung der Nachfrage
2.2.2 Technologischer Fortschritt
2.2.3 Rechtliche Rahmenbedingungen der Branche / Vermittlung
2.3 Besonderheiten im Finanzvertrieb
2.3.1 Der Vermittler – Intermediär zwischen Anbieter und Nachfrager
2.3.2 Beziehungen zwischen den Marktteilnehmern
2.4 Spezifika der Produkte
2.4.1 Vorüberlegungen
2.4.2 Versicherungen
2.4.2.1 Sachversicherungen
2.4.2.2 Lebensversicherungen
2.4.2.3 Krankenversicherungen
2.4.3 Investment
2.4.3.1 Vorüberlegungen
2.4.3.2 Vermögensanlage in Spareinlagen / -verträgen / -briefen
2.4.3.3 Vermögensanlage in Wertpapieren
2.4.4 Finanzierung
2.4.4.1 Ratenkredite
2.4.4.2 Hypothekendarlehen
2.4.4.3 Bauspardarlehen
2.5 Bedeutung der Kundenzufriedenheit für den Finanzmarkt
2.6 Faktoren der Kundenzufriedenheit
2.7 Einflussfaktoren auf den Entscheidungsfindungsprozess
2.7.1 Vorüberlegungen
2.7.2 Verhaltenswissenschaftliche Ansätze
2.7.3 Psychologische Ansätze
2.7.3.1 Lerntheorien
2.7.3.2 Theorie des wahrgenommenen Risikos
2.7.3.3 Theorie der kognitiven Konsistenz
2.7.4 Ökonomische Ansätze
2.7.5 Mangelhafte Finanzbildung und Behavioral Finance-Effekte
2.8 Aufstellung der Hypothesen zu den kausalen Zusammenhängen
3. Grundlagen der empirischen Untersuchung
3.1 Vorüberlegungen
3.2 Gestaltung des Fragebogens
3.3 Dokumentation der Durchführung
3.3.1 Durchführung eines Pretests
3.3.2 Durchführung in der Feldphase
3.3.3 Einladung und Werbung für Teilnehmer
3.4 Rücklauf der Befragung
3.5 Beschreibung der Stichprobe
4. Empirische Untersuchung
4.1 Vorüberlegungen
4.2 Untersuchung der Wahrnehmung der Markttransparenz
4.2.1 Diskussion der Hypothesenergebnisse der Hypothese 1
4.2.2 Diskussion der Hypothesenergebnisse der Hypothese 2
4.3 Untersuchung der entscheidungsbeeinflussenden Faktoren
4.3.1 Hypothese 3 – Zufriedenheit der Kunden finanzieller Produkte
4.3.1.1 Ergebnisse der Hypothesenprüfung
4.3.1.2 Diskussion der Ergebnisse
4.3.2 Hypothese 4 – Zusammenhang zwischen Zufriedenheit und Vertrauen
4.3.2.1 Ergebnisse der Hypothesenprüfung
4.3.2.2 Diskussion der Ergebnisse
4.3.3 Hypothese 5 – Einfluss des Kenntnisstandes auf die Entscheidung
4.3.3.1 Ergebnisse der Hypothesenprüfung
4.3.3.2 Diskussion der Ergebnisse
4.3.4 Hypothese 6 – Einfluss auf die Aktivität am Finanzmarkt
4.3.4.1 Ergebnisse der Hypothesenprüfung
4.3.4.2 Diskussion der Ergebnisse
4.3.5 Hypothese 7 – Die Beziehung zwischen Kunde und Vermittler
4.3.5.1 Ergebnisse der Hypothesenprüfung
4.3.5.2 Diskussion der Ergebnisse
4.4 Handlungsfelder und Handlungsempfehlungen
5. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Einflussfaktoren auf den finanziellen Entscheidungsprozess von Privatpersonen vor dem Hintergrund einer zunehmenden Marktkomplexität. Dabei wird analysiert, inwieweit die Markttransparenz durch den Konsumenten wahrgenommen wird und welchen Stellenwert die Kundenzufriedenheit sowie die Beziehung zwischen Kunde und Vermittler bei der Urteilsbildung einnehmen. Ziel ist es, durch eine empirische Online-Umfrage Erkenntnisse über das Entscheidungsverhalten zu gewinnen und Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Finanzberatung abzuleiten.
2.4.2 Versicherungen
„Sicherheit durch Versicherung ist ein gefragtes Produkt. Privatkunden [...] besitzen Versicherungsschutz in Form vieler Millionen Verträge. Doch trotz dieser weiten Verbreitung ist das Wissen um das, was über Zahlungszusage im Versicherungsfall hinaus Versicherung ist und leistet, relativ gering. Auch Vorbehalte gegenüber der Versicherung haben hier ihre Basis.“
Versicherung bezeichnet die notwendige Reaktion auf die Existenz von Risiken und auf das Bedürfnis nach Sicherheit und kann daher als die finanzielle Risikovorsorge durch kollektive Reservebildung bei einem Versicherungsunternehmen umschrieben werden.
Das Produkt ‚Versicherung‘ umfasst das Risikogeschäft, das Dienstleistungsgeschäft und gegebenenfalls auch das Spar- und Entspargeschäft. Es weist aufgrund seiner Natur eine Reihe besonderer Merkmale auf, die auch die Qualität einer Entscheidung über den Kauf eines Versicherungsproduktes beeinträchtigen kann.
Versicherungsprodukte zeichnen sich durch eine hohe Immaterialität ohne physische Substanz aus. Sie werden rechtlich durch Verträge und faktisch durch Informationen repräsentiert. Daraus resultiert mangelnde Lager- und Transportfähigkeit, schwere Messbarkeit und eine Erklärungsbedürftigkeit der Produkte – der die Erklärung durch Allgemeine Versicherungsbedingungen (AVB) teilweise nachkommt. Hinzu kommt, dass das Versicherungsprodukt kein Prestigeprodukt ist und seitens des Nachfragers nur latenter Bedarf besteht. Aufgrund dieser besonderen Produkteigenschaften werden Versicherungsprodukte, oft zum Nachteil des gewünschten Ergebnisses, von Kunden als identisch und austauschbar wahrgenommen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Komplexität des Finanzmarktes ein, begründet die Relevanz der Arbeit aufgrund rechtlicher und wirtschaftlicher Veränderungen und umreißt die Forschungsziele sowie den Aufbau der Studie.
2. Beschaffenheit des Finanzmarktes: Das Kapitel analysiert externe Einflussfaktoren, die rechtliche Regulierung sowie die spezifischen Besonderheiten der Produktbereiche Versicherung, Investment und Finanzierung in Deutschland.
3. Grundlagen der empirischen Untersuchung: Hier wird der methodische Ansatz der Online-Umfrage erläutert, angefangen von der Gestaltung des Fragebogens über die Durchführung des Pretests bis hin zur Beschreibung der Stichprobe.
4. Empirische Untersuchung: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der Befragung, diskutiert die Hypothesen zur Markttransparenz und zu den entscheidungsbeeinflussenden Faktoren und leitet Handlungsempfehlungen für die Finanzberatung ab.
5. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen, reflektiert die Ergebnisse kritisch im Hinblick auf die Forschungsfragen und gibt einen Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf.
Finanzmarkt, Finanzdienstleistung, Kundenzufriedenheit, Markttransparenz, Finanzvermittler, Kundenbindung, Entscheidungsfindung, Behavioral Finance, Vertrauen, Anlegerverhalten, Versicherungen, Investment, Finanzbildung, Beratungsqualität, Servicequalität.
Die Arbeit untersucht das Entscheidungsverhalten von Privatpersonen auf dem Finanzmarkt unter Berücksichtigung der Komplexität von Finanzprodukten und der Rolle der Kundenzufriedenheit.
Die Untersuchung deckt die Bereiche Markttransparenz, Kundenbindung, das Vertrauensverhältnis zwischen Kunde und Finanzvermittler sowie die verhaltenswissenschaftlichen Aspekte finanzieller Entscheidungen ab.
Die zentrale Forschungsfrage ist, inwieweit der expandierte Finanzmarkt für Konsumenten durchschaubar bleibt und wie Kundenzufriedenheit und Vertrauen das Urteilsvermögen sowie das Handeln am Markt beeinflussen.
Der Autor führt eine empirische Studie in Form einer Online-Umfrage durch, deren quantitative Ergebnisse deskriptiv ausgewertet werden, um theoretische Hypothesen zu überprüfen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Finanzmarkt- und Verhaltensaspekten sowie die detaillierte Auswertung der empirischen Daten bezüglich Hypothesen zur Transparenz, Zufriedenheit und Vermittlerbeziehung.
Die wichtigsten Schlagworte sind Finanzmarkttransparenz, Kundenzufriedenheit, Finanzvermittlung, Anlegerpsychologie, Behavioral Finance und Beratungsqualität.
Der Autor zeigt auf, dass trotz des Ziels der Transparenzsteigerung die rechtlichen Vorgaben für Kunden die Komplexität eher erhöht haben, was das rationale Entscheiden erschwert.
Die Studie kommt zu dem Schluss, dass der Berater trotz einer gewissen Aversion vieler Kunden eine zentrale Rolle als Informationsquelle spielt und eine vertrauensvolle, persönliche Beziehung die entscheidende Triebfeder für Kundenzufriedenheit ist.
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