Masterarbeit, 2016
104 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Hinführung zum Thema
1.2 Zielsetzung und methodisches Vorgehen
2. Retail-Banking und der deutsche Retail-Banking-Markt
3. Umbrüche im deutschen Retail-Banking-Markt
3.1 Technologische Entwicklung und Digitalisierung
3.2 Veränderte Wettbewerbssituation
3.3 Verändertes Kundenverhalten
4. Ausgewählte Vertriebswege des Retail-Banking
4.1 Stationäre Vertriebswege
4.1.1 Bankfiliale
4.1.2 Selbstbedienungsautomaten
4.2 Mobile Vertriebswege
4.2.1 Mobile Geschäftsstelle
4.2.2 Bankaußendienst
4.3 Technologiegestützte Vertriebswege
4.3.1 Internet Banking
4.3.2 Mobile Banking
4.3.3 Telebanking
4.4 Erfordernis eines Multi- bzw. Omnikanalvertriebs
5. Empirische Analyse der Vertriebswegenutzung
5.1 Methodik der schriftlichen Befragung
5.2 Durchführung der Befragung
5.3 Darstellung der Ergebnisse
5.4 Interpretation der Ergebnisse
6. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das aktuelle Nutzungsverhalten von Bankkunden in Bezug auf die verschiedenen Vertriebswege im Retail-Banking, um auf dieser Basis Handlungsempfehlungen für die distributive Gestaltung von Bankvertrieben abzuleiten.
3.1 Technologische Entwicklung und Digitalisierung
In den letzten Jahren war die technologische Entwicklung von rasanten Fortschritten und immer kürzeren Innovationszyklen geprägt. Die Weiterentwicklungen in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologie führten zu neuen, ungeahnten Möglichkeiten für Kunden und Banken und somit zu massiven Umbrüchen im Retail-Banking. Beschränkungen infolge von Leistungsproblemen der Hardware, wie z.B. Verzögerungen bei den Telekommunikationsnetzen und limitierten Kapazitäten der Endgeräte, sind verschwunden. Vielmehr lässt sich bei Technologien wie Datennetzen, mobilen und stationären Endgeräten feststellen, dass diese immer leistungsfähiger und ausgereifter zu werden scheinen.
Die technologische Entwicklung hat einen Einfluss auf das tägliche Leben der Menschen und begünstigt eine zunehmende Digitalisierung aller Lebensbereiche. Dieser Digitalisierungstrend wird durch die hohe Akzeptanz der Nutzer von Kommunikationstechnologien verstärkt und bewirkt eine Verschmelzung des realen und digitalen Lebens.
So sind auch mobile Endgeräte wie Tablets oder Smartphones, deren Verkaufszahlen die von Handys bereits übertreffen, ein fester Bestandteil im Alltag geworden.
1. Einleitung: Einführung in die Problematik des Bankvertriebs im Spannungsfeld von Kosten und Erlösen sowie Vorstellung der Zielsetzung und des Vorgehens.
2. Retail-Banking und der deutsche Retail-Banking-Markt: Definition des Retail-Banking und Charakterisierung der deutschen Bankenlandschaft anhand des Drei-Säulen-Modells.
3. Umbrüche im deutschen Retail-Banking-Markt: Analyse der Treiber technologischer Wandel, Wettbewerbsdruck durch neue Akteure und verändertes Kundenverhalten.
4. Ausgewählte Vertriebswege des Retail-Banking: Detaillierte Betrachtung stationärer, mobiler und technologiegestützter Vertriebswege sowie des Bedarfs an Multikanalstrategien.
5. Empirische Analyse der Vertriebswegenutzung: Vorstellung und Auswertung einer Online-Befragung zur tatsächlichen Nutzung verschiedener Vertriebswege durch Bankkunden.
6. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der zentralen Forschungsergebnisse und Ableitung von Empfehlungen für eine zukunftsfähige Bankvertriebsstrategie.
Retail-Banking, Bankvertrieb, Vertriebswege, Digitalisierung, Kundenverhalten, Filialvertrieb, Multikanalvertrieb, Omnikanalvertrieb, FinTechs, Bankkunden, Internet Banking, Mobile Banking, Distributionspolitik, Bankenmarkt, Kundenorientierung.
Die Arbeit analysiert das Nutzungsverhalten von Bankkunden hinsichtlich verschiedener Vertriebswege und leitet daraus Empfehlungen für eine effektive Gestaltung der Distributionspolitik im deutschen Retail-Banking ab.
Die Schwerpunkte liegen auf den Auswirkungen der Digitalisierung, der veränderten Wettbewerbssituation durch neue Marktteilnehmer und den Wandel der Kundenpräferenzen im Retail-Banking.
Das Ziel ist es, empirisch zu erfassen, welche Vertriebswege Kunden bevorzugt nutzen, welche Tätigkeiten dort ausgeführt werden und welche Merkmale für die Kunden dabei besonders wichtig sind.
Es wurde eine quantitative, schriftliche Befragung mittels eines Online-Fragebogens durchgeführt, um ein breites Datenfundament für die Analyse zu gewinnen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Bankvertriebswege, die Analyse der Marktumbrüche und die detaillierte empirische Auswertung der Vertriebswegenutzung.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Retail-Banking, Multikanal- und Omnikanalvertrieb, Digitalisierung und Kundenverhalten definieren.
Der ROPO-Effekt (Research-Online-Purchase-Offline) verdeutlicht die Verzahnung von Online-Informationssuche und stationärem Abschluss und widerlegt die Annahme, dass nur reine Online-Umsätze für Banken relevant sind.
Obwohl Filialen hohe Sach- und Personalkosten verursachen, schätzen viele Kunden die Filiale weiterhin als Ort für persönliche Beratung bei komplexen Finanzentscheidungen und für den Aufbau von Vertrauen.
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