Diplomarbeit, 2010
130 Seiten, Note: 1,7
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
1 Einführung
1.1 Fragestellung/ Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Ausgewählter Extremsport Inlineskating
2.1 Was ist Inlineskating?
2.2 Geschichte und Entwicklung des Inlineskatings
3 Theoretischer Hintergrund
3.1 Raum
3.1.1 Der Begriff „Raum“
3.1.2 Das Raummodell von LÖW
3.1.3 Der öffentliche Raum
3.2 Raumaneignung
3.2.1 Das Aneignungskonzept
3.2.2 Modifikation des Aneignungskonzeptes nach LÖW
3.2.3 Gegenkultureller Raum
3.3 Raumwahrnehmung
3.3.1 Der Begriff „Wahrnehmung“
3.3.2 Geschichte der Wahrnehmungsgeographie
3.3.3 Geographische Wahrnehmungskonzepte
3.3.4 Mental Map
3.3.5 Kritik an der Wahrnehmungsgeographie
4 Raumaneignung durch Inlineskating
4.1 Das „Skater´s Eye“
4.2 Der „Skate Spot“
4.3 Handlungsursachen
4.4 Reproduktion des Raums
4.5 Konfliktpotential im öffentlichen Raum
5 Methodik
5.1 Qualitativer Forschungsansatz
5.2 Multimethodik
5.2.1 Teilnehmende Beobachtung
5.2.2 Mental Maps
5.2.3 Qualitative Interviews
5.2.4 Quellenanalyse
5.3 Auswertung und Analyse
5.4 Lokalisierung der Untersuchung
6 Wahrnehmung und Aneignung von „Skate Spots“ in München
6.1 Vorstellungsbilder von „Skate Spots“ in München
6.1.1 Objekte werden zu „Skate Spots“
6.1.2 Suchen und Finden von „Skate Spots“
6.1.3 Einfluss der medialen Reproduktion auf die Wahrnehmung
6.2 Münchener „Skate Spots“ als Produkte der Raumaneignung
6.2.1 Die „Hacker-Curbs“
6.2.2 Die „Wetterstein-Lowrails“
6.2.3 Wolfratshausen
6.2.4 Das Olympiagelände
7 Fazit
8 Forschungsausblick und Schlussbemerkung
Diese Arbeit untersucht, wie Inlineskater ihre städtische Umwelt subjektiv wahrnehmen und durch ihre sportliche Aktivität, das sogenannte Streetskating, als neue Räume – sogenannte "Skate Spots" – aneignen. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit den Wechselwirkungen zwischen Wahrnehmungsprozessen und Raumaneignung am Fallbeispiel München.
4.1 Das „Skater´s Eye“
Wie bereits in Kapitel 3.3.3 angesprochen, kann nach LYNCH der Prozess der Wahrnehmung innerhalb von Gruppen auch kollektive Züge aufweisen. Auf fast identische Weise können so dieselben bestimmten Aspekte der Umwelt von unterschiedlichen Individuen wahrgenommen werden. Der zugewiesene Bedeutungsgrad des Wahrgenommenen bildet die Grundlage für ein subjekt- wie gruppenspezifisches Bild der Umwelt (in diesem Fall der Stadt) (FRÖHLICH 2007, S. 34).
Dieser Ansatz kann auch auf diverse raumwirksame Tätigkeiten übertragen werden. Bei Inlineskatern richtet sich die Aufmerksamkeit und damit verbunden die gezielte Wahrnehmung in der Regel auf Objekte der Stadtarchitektur, die zum Ausüben des Sports geeignet zu sein scheinen. Die Bezeichnung „Skater´s Eye“ wird zwar in der Literatur hauptsächlich für die Perspektive von Skateboardern verwendet, kann aber ohne Einschränkungen in der Bedeutung auch auf das Inlineskating übertragen werden. Bei beiden Tätigkeiten richtet sich der spezifische gruppeninterne Blickwinkel auf städtische Objekte und die Möglichkeit des aktiven Nutzens dieser Bauwerke im Zusammenhang mit dem jeweiligen Sportgerät (vgl. BORDEN 2001, S. 218).
„You´ll never walk by a set of stairs, or that perfect rail and not think „I´ve got that“[...] You´ll never ignore that waxed ledge on your way to work, or that natural transition you spot out of the train window on the way to school. Your perception is and always will be influenced by the rolling art form.“
JON ELLIOTT 2009
1 Einführung: Einleitung in die Thematik der subjektiven Wahrnehmung von urbanem Raum durch Extremsportler, insbesondere Inlineskater.
2 Ausgewählter Extremsport Inlineskating: Definition und geschichtlicher Abriss der Entwicklung des Inlineskatings, fokussiert auf den Aspekt des Streetskatings.
3 Theoretischer Hintergrund: Darstellung der raumsoziologischen und wahrnehmungsgeographischen Grundlagen, inklusive Raumaneignungskonzepte und Mental Maps.
4 Raumaneignung durch Inlineskating: Verknüpfung der theoretischen Ansätze mit der sportlichen Praxis, Erläuterung des "Skater's Eye" und der Konflikte im öffentlichen Raum.
5 Methodik: Beschreibung des qualitativen Forschungsdesigns mittels teilnehmender Beobachtung, Mental Maps, Interviews und Quellenanalyse.
6 Wahrnehmung und Aneignung von „Skate Spots“ in München: Empirische Untersuchung anhand von Fallbeispielen und Analyse der medialen Einflüsse auf das räumliche Handeln.
7 Fazit: Zusammenführende Bewertung der Prozesse der Raumwahrnehmung und Aneignung sowie Interpretation des raumwirksamen Verhaltens.
8 Forschungsausblick und Schlussbemerkung: Diskussion zukünftiger Forschungsaspekte und die Integration moderner, risikoorientierter Nutzungen in städtische Konzepte.
Inlineskating, Streetskating, Raumaneignung, Wahrnehmungsgeographie, Skate Spots, Mental Maps, urbane Raumnutzung, gegenkultureller Raum, Flow-Erlebnis, Raumwahrnehmung, Konfliktpotential, städtische Architektur, qualitative Sozialforschung, München, mediale Reproduktion.
Die Diplomarbeit untersucht die subjektive Wahrnehmung und Aneignung von urbanem Raum durch Inlineskater am Beispiel von München.
Die Arbeit verknüpft raumtheoretische Konzepte wie Raumaneignung und Wahrnehmungsgeographie mit der praktischen Ausübung des Streetskatings und analysiert dabei soziale Interaktionen und Raumkonflikte.
Das Ziel ist festzustellen, wie Inlineskater ihre Umwelt wahrnehmen, welche "Skate Spots" sie für sich konstruieren und welche Verhaltensmuster und Handlungsstrategien daraus resultieren.
Es wird ein qualitativer Forschungsansatz verfolgt, der eine Multimethodik aus teilnehmender Beobachtung, Mental Maps der Sportler, qualitativen Interviews und einer Quellenanalyse umfasst.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Anwendung auf die Praxis des Inlineskatings, eine methodische Herleitung und die empirische Analyse von spezifischen "Skate Spots" in München.
Wichtige Begriffe sind Inlineskating, Raumaneignung, Mental Maps, "Skate Spots", Wahrnehmungsgeographie, Flow-Erlebnis und Konfliktpotential im öffentlichen Raum.
Es beschreibt einen spezifischen, kollektiven Wahrnehmungsfilter von Inlineskatern, der die städtische Umgebung primär nach befahrbaren Objekten und Nutzungspotentialen für Tricks durchsucht.
Mediale Reproduktionen, wie Fotos oder Videos, steigern oft die Attraktivität und den Bekanntheitsgrad bestimmter Orte und dienen als Impulsgeber für das Handeln der Skater.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

