Bachelorarbeit, 2014
33 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung und Problemabgrenzung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Die Dimensionen des Ehrenamts
2.2 Ehrenamt, bürgerschaftliches Engagement, Freiwilligenengagement – eine Definition
3 Das Ehrenamt im Sport
3.1 Forschungsstand zur „Krise“ und „Transformationsprozess“
3.2 Initiativen der Verbände zum Ehrenamt am Beispiel der Fußballsports
4 Zusammenfassung und Ausblick
Diese Bachelorarbeit untersucht die aktuelle Situation des bürgerschaftlichen Engagements in deutschen Sportvereinen. Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, ob sich das Ehrenamt im Sport in einer strukturellen „Krise“ befindet oder ob es sich in einem grundlegenden Transformationsprozess vom traditionellen „alten“ hin zu einem „neuen“ Ehrenamt wandelt.
3.1 Forschungsstand zur „Krise“ und „Transformationsprozess“
Eine einheitliche Meinung darüber, dass sich das Ehrenamt einer Krise gegenüber sieht, tat sich sowohl in Verbänden als auch in der Politik gleichermaßen und damit auf breiter Basis, zu Beginn der 1990er Jahre auf (Jütting & van Bentem, 2007), wogegen sich die Wissenschaft bereits seit den frühen 1970er Jahren mit Strukturanalysen hinsichtlich der ehrenamtlichen Betätigungsfelder im Sport befasst (Bach; Vorwort in Braun, 2011). Zu diesem Zeitpunkt registrierte Lenk (1972) und schon vorher Wurzbacher (1962) ein Abklingen der Vereinsverbundenheit, verknüpft mit der Bereitschaft ein Ehrenamt zu bekleiden. Opaschowski (1989, zit. nach Friedrich & Puxi, 1994, S. 51) sieht es im Rahmen einer Ende der 1980er Jahre publizierten Untersuchung des BAT-Freizeitforschungsinstituts so: „Die deutsche Vereinsmeierei stirbt langsam und ‚leise‘ – durch Flucht in Passivität und innere Kündigung“. Diese These basiert jedoch damals lediglich auf diesem einen einzelnen empirischen Befund.
Mehreren zurückliegenden Studien zufolge ist das Problem der Rekrutierung und Einbindung, geschweige denn Motivation von ehrenamtlich Engagierte konstitutiv (Heinemann & Schubert, 1994; Jütting, 1994; Friedrich & Puxi 1994; Baur et al., 1995). Im wissenschaftlichen Diskurs der vergangenen 25 Jahre werden mehrere Faktoren, sowohl auf gesellschaftlicher als auch sportlicher Ebene diagnostiziert, die Einfluss darauf haben, dass eine Person ein (traditionelles) Ehrenamt übernimmt oder diesbezüglich kontraproduktiv wirken (Delschen, 2006).
1 Einleitung und Problemabgrenzung: Die Einleitung führt in die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements im Sport ein und leitet die Forschungsfrage sowie die Hypothesen der Arbeit ab.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Dimensionen des Ehrenamts und diskutiert die unterschiedlichen Begriffsdefinitionen im Kontext des bürgerschaftlichen Engagements.
2.1 Die Dimensionen des Ehrenamts: Hier wird Ehrenamt mittels einer dimensionalen Dreiteilung in individuelle, organisatorische und gesellschaftliche Aspekte aufgegliedert.
2.2 Ehrenamt, bürgerschaftliches Engagement, Freiwilligenengagement – eine Definition: Das Kapitel befasst sich mit der historischen Entstehung der Begriffe und grenzt sie voneinander ab, um ein gemeinsames Verständnis für die Analyse zu schaffen.
3 Das Ehrenamt im Sport: Der Hauptteil analysiert die Situation des Ehrenamts im Sport anhand wissenschaftlicher Debatten über Krise und Transformation.
3.1 Forschungsstand zur „Krise“ und „Transformationsprozess“: Hier werden wissenschaftliche Ansichten der letzten 40 Jahre und empirische Daten zur Entwicklung des Engagements zusammengetragen und diskutiert.
3.2 Initiativen der Verbände zum Ehrenamt am Beispiel der Fußballsports: Dieses Kapitel beleuchtet konkrete Fördermaßnahmen der Sportverbände, wie die „Aktion Ehrenamt“ und das Projekt „Brücke zur Basis“, und analysiert deren Wirksamkeit.
4 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, verifiziert die Arbeitshypothesen und zeigt den weiteren Forschungsbedarf sowie Implikationen für die Praxis auf.
Ehrenamt, Sportvereine, Freiwilligenengagement, Transformationsprozess, Vereinsmanagement, Bürgerschaftliches Engagement, Sportentwicklungsbericht, Personalgewinnung, Vereinsentwicklung, Demographischer Wandel, Sportkultur, Engagementpotenzial, Freiwilligensurvey, Professionalisierung, Verbandsarbeit
Die Arbeit untersucht die Entwicklung und aktuelle Lage des Ehrenamts in Sportvereinen unter Berücksichtigung der Debatte um eine mögliche „Krise“ oder einen „Transformationsprozess“.
Zu den Schwerpunkten zählen die Begriffsdefinitionen des Engagements, die demografischen Daten der Aktiven, die Rolle der Vereine als Organisationen sowie die Unterstützungsmaßnahmen der Sportverbände.
Die Arbeit geht der Frage nach, ob das Ehrenamt im Sport stagniert oder sinkt (Krise) oder ob ein grundlegender Wandel zu neuen Formen des Engagements stattfindet (Transformation).
Der Autor führt eine Sekundäranalyse durch, bei der er bestehende Studien, Freiwilligensurveys und Sportentwicklungsberichte auswertet, um eine empirische Grundlage für seine Thesen zu schaffen.
Der Hauptteil analysiert den historischen Forschungsstand zur Krise des Ehrenamts, diskutiert Einflussfaktoren auf das Engagement und evaluiert Initiativen der Verbände am Beispiel des Fußballsports.
Die wichtigsten Schlagworte sind Ehrenamt, Transformation, Freiwilligenengagement, Sportverein, Verbandsinitiativen und Personalgewinnung.
Das „alte“ Ehrenamt ist durch langfristige Bindung und unentgeltliches Engagement geprägt, während das „neue“ Ehrenamt projektorientierter, zeitlich befristeter und auf Kompetenzentwicklung ausgerichtet ist.
Ein Hauptproblem ist laut der Arbeit das fehlende Know-how in den Vereinen hinsichtlich moderner Rekrutierungs- und Bindungsstrategien, obwohl ein Potenzial an freiwillig Engagierten grundsätzlich vorhanden wäre.
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