Diplomarbeit, 2006
91 Seiten
1 Einleitung
1.1 Bindungskräfte in Klebungen
1.1.1 Bindungsarten in Klebungen
1.1.2 Adhäsion
1.1.3 Kohäsion
1.1.4 Benetzung
1.2 Holz als Fügeteilwerkstoff
1.2.1 Einfluss verschiedener Holzeigenschaften auf die Qualität der Klebeverbindung
1.3 Einflussfaktoren auf die Festigkeit von Klebeverbindungen
1.3.1 Gestaltung der Klebflächen
1.4 Ausgewählte mechanische Eigenschaften von Holz und Holz Klebstoffverbindungen
1.4.1 Bruchverhalten von Holz
1.4.2 Charakterisierung der Klebeverbindung mit Hilfe der Bruchmechanik
1.4.3 Brucharten von Klebungen
1.5 Klebstoffprüfung
1.6 Ziel dieser Diplomarbeit
2 Material und Methoden
2.1 Die Versuche
2.1.1 Die eingesetzten Klebstoffe
2.1.2 Die verwendeten Holzarten
2.1.3 Technische Hilfsmittel
2.2 Bestimmung der Klebefestigkeit durch die Längszugscherprüfung
2.2.1 Probengeometrie und Probenherstellung
2.2.2 Testdurchführung Längsscherprobe
2.2.3 Bestimmung des Holzbruchanteils bei den Längsscherzugproben
2.3 Bestimmung der Bindefestigkeit von Schäftverklebungen im Zugversuch nach DIN 53 253
2.3.1 Probengeometrie und Probenherstellung
2.3.2 Testdurchführung Schäftprobe
2.3.3 Datenauswertung der Schäftproben nach DIN 53 253
2.3.4 Datenauswertung der Schäftproben unter Berücksichtigung der Neigung der Klebefläche zur Probenebene
2.3.5 Bestimmung des Holzbruchanteils der Schäftproben
2.4 Double- Cantilever- Beam (DCB)- Versuche
2.4.1 Probengeometrie und Probenvorbereitung DCB- Prüfung
2.4.2 Durchführung der DCB- Prüfung
2.4.3 Datenauswertung
2.5 Statistische Auswertung
3 Ergebnisse
3.1 Ergebnisse der Längszugscherprüfung
3.1.1 Holzbruch bei der Längszugscherprüfung
3.2 Ergebnisse der Schäftverklebungen
3.2.1 Holzbruch der Schäftproben
3.3 Ergebnisse Double- Cantilever- Beam (DCB)- Versuche
3.3.1 Holzbruch der DCB- Proben
4 Diskussion
4.1 Längszugscherproben nach EN 302-1
4.2 Schäftverklebung im Zugversuch
4.3 DCB- Proben
5 Schlussfolgerungen
8 Appendix
8.1 Appendix I: Ergebnisse der Längszugscherprüfung
8.2 Appendix II: Ergebnisse der Zugscher- Schäftproben
8.3 Appendix III: Ergebnisse der Bruchenergiebestimmungen (DCB)
8.4 Appendix IV: Die Schäftprobe- Eine ergänzende Methode zur Prüfung der Verklebungsfestigkeit
8.5 Appendix V: Comparing dry bond strength of spruce and beech wood glued with different adhesives by means of scarf- and lap joint testing method
Diese Arbeit hat zum Ziel, verschiedene Prüfmethoden zur Charakterisierung der Verklebefestigkeit von Vollholz im trockenen Zustand zu vergleichen und deren Aussagekraft bezüglich der Differenzierung unterschiedlicher Klebstoffsysteme zu bewerten.
1.1.2.2 Diffusionstheorie
Diese Theorie geht davon aus, dass Klebstoff- und Fügeteilmoleküle unterhalb der Glasumwandlungstemperatur imstande sind Platzwechselprozesse auszuführen. Dadurch kommt es zu einem gegenseitigen Durchdringen der Grenzfläche (Zeppenfeld 1991). Die Anwendung dieser Theorie auf die Holzverklebung ist nur bedingt möglich (Dunky und Niemz 2002). Verwendung findet diese Theorie vor allem in der Kunststoffverklebung (Habenicht 1997).
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Bindungskräfte in Klebungen sowie die spezifischen Eigenschaften von Holz als Fügeteilwerkstoff.
2 Material und Methoden: Hier werden die verwendeten Materialien, die eingesetzten Klebstoffe sowie die drei untersuchten Prüfverfahren zur Bestimmung der Verklebefestigkeit detailliert beschrieben.
3 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die experimentellen Daten der Längszugscherprüfung, der Schäftverklebungen und der DCB-Versuche, ergänzt durch statistische Auswertungen.
4 Diskussion: Hier werden die Ergebnisse kritisch analysiert und die Eignung der verschiedenen Methoden zur Bewertung der Verklebungsqualität in Abhängigkeit von Holzart und Klebstoff erörtert.
5 Schlussfolgerungen: Dieses Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und bewertet die Eignung der Schäftprobe und der bruchmechanischen Untersuchung zur Differenzierung von Klebstoffsystemen.
Verklebefestigkeit, Vollholz, Längszugscherprobe, Schäftprobe, Double Cantilever Beam, DCB, Bruchenergie, Holzbruch, Adhäsion, Kohäsion, Fichte, Buche, Klebstoffprüfung, Bruchmechanik, Scherfestigkeit.
Die Arbeit vergleicht drei unterschiedliche Methoden zur Bestimmung der Verklebefestigkeit von Vollholz im trockenen Zustand, um die mechanischen Eigenschaften verschiedener Klebstoffe besser beurteilen zu können.
Die Arbeit behandelt die Bindungskräfte in Klebungen, die Einflüsse von Holzeigenschaften wie Dichte und Faserorientierung sowie die bruchmechanische Charakterisierung von Klebefugen.
Das Ziel ist es, Methoden zu finden, die im trockenen Zustand besser als die Standard-Längszugscherprüfung zwischen verschiedenen Klebstoffsystemen differenzieren können.
Es werden drei Verfahren eingesetzt: die Längszugscherprüfung nach EN 302-1, Schäftproben in Anlehnung an DIN 53 253 und bruchmechanische Versuche mit Double-Cantilever-Beam (DCB)-Proben.
Im Hauptteil werden der theoretische Rahmen der Adhäsion, die spezifischen Testaufbauten der drei Methoden sowie eine detaillierte Auswertung und Diskussion der experimentellen Ergebnisse für Fichte und Buche präsentiert.
Wichtige Begriffe sind Verklebefestigkeit, Bruchenergie, Längszugscherprobe, Schäftprobe, Holz-Klebstoff-Grenzschicht und Bruchmechanik.
Da diese Prüfung im trockenen Zustand häufig zu 100 % Holzbruch führt, misst sie primär die Scherfestigkeit des Holzes selbst und nicht die tatsächliche Festigkeit der Klebefuge oder des Klebstoffsystems.
Die Schäftprobe dient als ergänzende Methode, da sie durch ihre Geometrie ein Versagen in der Klebefuge begünstigt und so aussagekräftigere Daten über die Festigkeit der verschiedenen Klebstoffsysteme liefert.
Die Arbeit stellt die Hypothese auf, dass eine ideale Klebefuge durch einen minimalen Unterschied in den Steifigkeitswerten zwischen Holz und der durch Klebstoff stabilisierten Grenzschicht gekennzeichnet ist.
Die DCB-Versuche erlauben eine bruchmechanische Charakterisierung. Es zeigte sich, dass hochfeste, spröde Systeme deutlich geringere Bruchenergiewerte aufweisen als duktilere Systeme.
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