Diplomarbeit, 2003
124 Seiten, Note: Gut
1. Einleitung
2. Das Gesundheitswesen in Österreich
2.1. Definition des Begriffes Gesundheit
2.2. Die Besonderheiten des Gesundheitsmarktes
2.3. Allgemeine soziodemografische Daten und rechtliche Aspekte
2.4. Leistungen, Kosten und Finanzierung des österr. Gesundheitssystems
2.4.1 Rechtsträger von Krankenanstalten in Österreich
2.4.2 Finanzierung und Leistungen des Gesundheitssystems
2.5. Der Wandel im Gesundheitssektor
2.5.1 Reformen im österreichischen Gesundheitswesen
2.5.2 Schnittstellenproblematik im Gesundheitsbereich
2.6. Abgrenzungsversuche von Dienstleistungen im Gesundheitswesen
2.6.1 Begriffsabgrenzungen von Dienstleistungen
2.6.2 Einordnung der Gesundheitsdienstleistung in eine Leistungstypologie
2.6.2 Die Integration des externen Faktors im Gesundheitswesen
3. Positionierung einer Marke im Gesundheitswesen
3.1. Positionierung – Kernentscheidung des Marketing
3.2. Strategischen Voraussetzungen für den Aufbau einer Marke
3.2.1 Markenidentität als Basis für die Markenführung
3.2.2 Kulturelle Verankerung der Marke im Unternehmen
3.2.3 Die Bedeutung von Qualität als erfolgsbestimmende Dimension
3.3. Markenstrategien als Handlungsoption
3.4. „Operative“ Maßnahmen für den Aufbau einer starken Marke
3.4.1 Aufbau und Pflege von Marken durch integrierte Kommunikation
3.4.2 Kundenzufriedenheit durch Mitarbeiterzufriedenheit
4. Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Relevanz und Umsetzung von Marketingstrategien, insbesondere des Dienstleistungsmarkenmanagements, im österreichischen Gesundheitswesen. Das primäre Ziel ist es, die Notwendigkeit einer klaren Positionierung von Gesundheitsorganisationen aufzuzeigen, um trotz komplexer regulatorischer Rahmenbedingungen und hoher Intransparenz Wettbewerbsvorteile zu generieren und die Patienten- sowie Mitarbeiterzufriedenheit langfristig zu sichern.
3.1. Positionierung – Kernentscheidung des Marketing
Unter dem Begriff der Positionierung versteht man das Bestreben des Unternehmens, sein Angebot so zu gestalten, dass es im Bewusstsein der Zielkunden einen besonderen, geschätzten und von den Wettbewerbern abgesetzten Platz einnimmt. Der Positionierungs-Begriff nach Kotler/Bliemel wird in diesem Zusammenhang jedoch eher operativ betrachtet. Das Konstrukt der Positionierung zeichnet sich durch eine schnelle Diffusion aus und wird daher keineswegs einheitlich verwendet. Dementsprechend ist eine eindeutige Begriffsbestimmung in der Marketing-Theorie und –Praxis kaum zu finden, das eine Systematisierung des Begriffes um einiges komplexer und schwieriger gestaltet.
„Im Rahmen der strategischen Positionierung erhalten Dienstleistungsmarken, -prozesse, strategische Geschäftseinheiten oder ganze Dienstleistungsunternehmen aufgrund der wahrgenommenen Ausprägungen von Eigenschaften (z.B. durch Kundenbefragung) eine bestimmte Position in einem mehrdimensionalen Merkmalsraum. Ziel ist es, die Unternehmensleistung so zu gestalten, dass die von den Kunden wahrgenommenen Eigenschaften mit den von ihnen gewünschten SOLL-Eigenschaften in Übereinstimmung gebracht werden.“ Es ist daher von entscheidender Bedeutung, dass sich durch die Position der Marken, Produkte oder Dienstleistungen in den Köpfen der Zielgruppen ein Mehrwert bzw. Zusatznutzen manifestiert. Die Positionierung ist somit ein strategisches Marketing-Instrument, das den Führungskräften erlaubt, die Stellung ihres Unternehmens am Markt festzustellen und daraus Handlungsalternativen ableiten zu können.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung des Dienstleistungsmanagements im Gesundheitssektor und führt in die zentrale Fragestellung der Markenpositionierung als Mittel zur Kundenorientierung ein.
2. Das Gesundheitswesen in Österreich: Dieses Kapitel bietet einen umfassenden Überblick über das österreichische System, inklusive seiner Finanzierung, rechtlichen Grundlagen, dem aktuellen Reformdruck sowie den spezifischen Herausforderungen im ambulanten und stationären Bereich.
3. Positionierung einer Marke im Gesundheitswesen: Der Hauptteil erläutert die strategischen Grundlagen der Markenbildung, wobei die Markenidentität, die Unternehmenskultur und die Qualität als entscheidende Differenzierungsfaktoren für Dienstleistungsmarken detailliert analysiert werden.
4. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Notwendigkeit eines identitätsorientierten Markenkonzepts zusammen und betont, dass der Erfolg einer Gesundheitsorganisation maßgeblich von einer konsequenten, intern gelebten Markenidentität abhängt.
Dienstleistungsmarke, Gesundheitswesen, Positionierung, Markenidentität, Patientenorientierung, Qualitätsmanagement, Unternehmensidentität, Integrierte Kommunikation, Marketingkonzeption, Wettbewerbsvorteile, Interne Ressourcen, Dienstleistungsqualität, Kundenbindung.
Die Arbeit behandelt die Möglichkeiten und Notwendigkeiten, Dienstleistungsmarken im komplexen Umfeld des österreichischen Gesundheitswesens erfolgreich aufzubauen und strategisch zu positionieren.
Die zentralen Felder umfassen Markenführung, Kundenorientierung, Qualitätsmanagement, die Bedeutung der Unternehmenskultur sowie die integrierte Unternehmenskommunikation.
Das Ziel ist es, Strategien aufzuzeigen, wie Gesundheitsorganisationen sich durch eine starke Markenidentität von Mitbewerbern abheben und so einen Mehrwert für Patienten schaffen können.
Es handelt sich um eine theoretisch fundierte Arbeit, die verschiedene betriebswirtschaftliche Ansätze des Dienstleistungsmarketing auf das Gesundheitswesen anwendet und durch Praxisbeispiele (z.B. Mayo Clinic) untermauert.
Der Hauptteil analysiert die strategischen Voraussetzungen für Markenaufbau, wie Markenidentität, Qualitätskriterien, das Konzept der Corporate Identity und operative Maßnahmen des internen Marketing.
Wichtige Begriffe sind Positionierung, Dienstleistungsmarke, Patientenorientierung, Qualitätsmanagement und Unternehmenskultur.
Da der Patient als Mit-Produzent fungiert, hängt die Qualität der Gesundheitsdienstleistung stark von dessen Kooperationsbereitschaft und Interaktion ab, was die Steuerung des Leistungsprozesses erschwert.
Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource, da sie durch ihr Verhalten und ihr Fachwissen das Markenversprechen unmittelbar beim Kunden (Patienten) einlösen und so das Vertrauen in die Marke maßgeblich prägen.
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