Doktorarbeit / Dissertation, 2015
339 Seiten, Note: Rite
1. Einführung in das Thema
2. Die Polizei und die Feldjägertruppe als Forschungsobjekte
2.1. Die Polizei des Landes Nordrhein-Westfalen
2.1.1. Geschichte der Polizei Nordrhein-Westfalen
2.1.2. Aufbau der Polizei Nordrhein-Westfalen
2.1.3. Die Aufgaben der Polizei des Landes Nordrhein-Westfalen
2.2. Die Feldjägertruppe der Bundeswehr
2.2.1. Geschichte der Feldjägertruppe
2.2.2. Aufbau der Feldjägertruppe
2.2.3. Aufgaben der Feldjägertruppe
3. Theoretische Grundlagen
3.1. Personalmanagement
3.1.1. Begriffsbestimmung des Personalmanagements
3.1.2. Aktueller Forschungsstand
3.1.3. Wissenschaftliche Forschungsansätze des Personalmanagements
3.1.4. Aktionsfelder eines modernen Personalmanagements
3.2. Personalgewinnung
3.2.1. Personalbedarfsdeckung
3.2.2. Personelle Bedarfsermittlung
3.2.3. Externe und interne Personalbedarfsdeckung
3.2.4. Interne Personalbeschaffung
3.2.5. Externe Personalgewinnung
3.2.6. Personaleinführung
3.2.7. Personalbeschaffung im öffentlichen Dienst
3.2.8. Demografischer Wandel in Deutschland
3.2.9. Fachkräftemangel in Deutschland
3.2.10. Der demografische Wandel und der öffentliche Dienst
3.2.11. Demografischer Wandel als Herausforderung für das Personalmanagement
3.2.12. Die besondere Herausforderung für den öffentlichen Dienst, speziell für die Bundeswehr und die Polizeien
3.3. Personalentwicklung
3.3.1. Definition und Aufgabe der Personalentwicklung
3.3.2. Entstehung und Bedeutung der Personalentwicklung
3.3.3. Wissenschaftliche Forschungsansätze zur Personalentwicklung
3.3.4. Zielgruppe für Personalentwicklung
3.3.5. Prozess und Methodik der Personalentwicklung
3.3.6. Personalentwicklungsplanung
3.3.7. Personalförderung
3.3.8. Laufbahnplanung
3.3.9. Qualifikationsvermittlung
3.3.10. Erfolgskontrolle
3.3.11. Personalentwicklung im öffentlichen Dienst
3.3.12. Elemente der Personalentwicklung im öffentlichen Dienst
3.3.13. Aktuelle und zukünftige Herausforderungen bei Personalentwicklungsmaßnahmen
3.4. Betriebliches Gesundheitsmanagement
3.4.1. Einleitung in das Thema
3.4.2. Grundbegriffe des Betrieblichen Gesundheitsmanagements
3.4.2.1. Betriebliche Gesundheitspolitik und Betriebliches Gesundheitsmanagement
3.4.2.2. Gesundheit
3.4.2.3. Arbeitsfähigkeit und der Einfluss des Alters auf die Gesundheit
3.4.2.4. Salutogenese und Pathogenese
3.4.2.5. Psychische Belastung
3.4.3. Geschichtliche Entwicklung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements seit 1986
3.4.4. Die Notwendigkeit des Betrieblichen Gesundheitsmanagements und betriebliche Gesundheitsforschung
3.4.5. Wissenschaftliche Forschungsansätze
3.4.6. Instrumente des betrieblichen Gesundheitsmanagements
3.4.7. Betriebliches Gesundheitsmanagement im öffentlichen Dienst
3.4.8. Besondere gesundheitliche Belastungen
3.4.8.1. Die Posttraumatische Belastungsstörung und die akute Traumafolgestörung
3.4.8.2. Die besondere Betroffenheit von Soldaten und Polizisten
3.4.8.3. Übergewicht und Adipositas
3.4.8.4. Alkohol- und Tabakkonsum
4. Forschungsfragen, Hypothesenbildung und Methodik
4.1. Klärung des Forschungszusammenhangs
4.2. Dimensionale Analyse des Forschungsgegenstands und Einordnung in vorhandene Kenntnisse – Konsequenzen aus den theoretischen Grundlagen
4.3. Entscheidung über das Forschungsdesign
4.4. Auswahl der Fragen – Aufbau der Interviewleitfäden und Fragebögen
4.5. Pretests
4.6. Interviewerschulung
4.7. Auswahl der Interviewpartner und Befragten
4.7.1. Interviews zu Nachwuchs und Nachwuchsgewinnung
4.7.2. Interviews zur Personalentwicklung
4.7.3. Befragung zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement
4.8. Methodische Probleme bei den Interviews
4.9. Methodenkritik bei der quantitativen Untersuchung
4.10. Teilnahme an der quantitativen Untersuchung und Rücklauf
4.11. Erfassung der Daten
4.12. Analyse der Daten
4.12.1. Qualitative Datenerhebung
4.12.2. Absicherung der Daten
4.12.3. Auswertung der quantitativen Daten – Statistik
5. Ergebnisse der Datenauswertungen
5.1. Qualität des Nachwuchses – Nachwuchsgewinnung
5.1.1. Körperliche und geistige Leistungsfähigkeit des Nachwuchses
5.1.1.1. Auswahl der Antworten der Polizeibeamten
5.1.1.2. Auswahl der Antworten der befragten Soldaten
5.1.2. Zukünftiger Nachwuchs aus Sicht der Befragten
5.1.2.1. Antworten der Polizeibeamten
5.1.2.2. Antworten der Soldaten
5.1.3. Gemeinsamkeiten zum Ergebnis bei der Polizei und der Bundeswehr
5.1.4. Die Beantwortung der Forschungsfrage
5.2. Personalentwicklung
5.2.1. Die Frage nach der Definition von Personalentwicklung
5.2.2. Erörterung der Karrieremöglichkeiten
5.2.3. Einführung auf einem neuen Dienstposten
5.2.4. Das Zwischengespräch als Teil der Evaluation
5.2.5. Die Übertragung von Führungsverantwortung
5.2.6. Karriereplanungen und deren Umsetzungen
5.2.7. Unterschiede und Gemeinsamkeiten bei der Polizei und der Feldjägertruppe
5.2.8. Die Beantwortung der Forschungsfrage
5.3. Betriebliches Gesundheitsmanagement
5.3.1. Adipositas
5.3.2. Teilnahme am Dienstsport
5.3.3. Alkohol- und Nikotinkonsum
5.3.4. Gesundheitsaufklärung und PTBS
6. Fazit
Die Arbeit untersucht, wie die Polizei Nordrhein-Westfalen und die Feldjägertruppe der Bundeswehr den aktuellen Herausforderungen durch den demografischen Wandel im Bereich der Personalgewinnung, Personalentwicklung und des Betrieblichen Gesundheitsmanagements begegnen. Das Ziel ist es, den Stand der Personalpraxis zu analysieren und zu evaluieren, inwieweit allgemeine wissenschaftliche Erkenntnisse auf diese spezifischen Behörden anwendbar sind oder einer Neudefinition bedürfen.
1. Einführung in das Thema
Die Behörden des öffentlichen Dienstes befinden sich mehrheitlich in einer anhaltenden Phase des Umbruchs. Dies betrifft überwiegend den Personalkörper. So wirken nicht nur aktuell und zukünftig die Begleiterscheinungen des demografischen Wandels auf die Behörden, vielmehr steht der gesamte öffentliche Dienst vor einer umfangreichen Umwälzung des Personals. Aufgrund der Altersstruktur in einer Vielzahl der Behörden wird davon ausgegangen, dass bis etwa 2020 etwa ein Drittel des gesamten Personals im öffentlichen Dienst verrentet oder pensioniert sein wird und folglich zu ersetzen sein wird. Bei der Polizei des Landes Nordrhein-Westfalen liegt das Durchschnittsalter aktuell bereits bei über 50 Jahren, es ist damit zu rechnen, dass in sämtlichen Bundesländern binnen der nächsten Jahre das Durchschnittsalter der Beamten über 50 Jahre liegen wird.
Bezugnehmend auf diesen Rahmen ergibt sich die Frage, wie die Behörden, und zwar speziell die Polizei des Landes Nordrhein-Westfalen und die Feldjägertruppe der Bundeswehr mit diesen aktuellen Erscheinungen und dem damit verbundenen Herausforderungen umgehen. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Frage, wie es um Personalbeschaffung, Personalentwicklung und betriebliches Gesundheitsmanagement in der Polizei und mit der Feldjägertruppe der Bundeswehr in einer Behörde mit polizeiähnlichen Aufgaben bestellt ist. Bei der Personalbeschaffung geht es vorwiegend um die Frage, wie es um die Qualität des Nachwuchses bestellt ist und ob es den Behörden gelingt, unter den Rahmenbedingungen des demografischen Wandels ausreichend qualifizierten Nachwuchs zu gewinnen. In den Zeiten, in denen qualifiziertes Personal eine knappe Ressource geworden ist, ist die Erhaltung und Entwicklung des vorhandenen Personals für Unternehmen und somit auch für Behörden von großer Bedeutung. Die Behörden des öffentlichen Dienstes zeichnen sich bisher im Bezug auf Personalentwicklung eher durch eine reine Personalverwaltung und weniger eine gezielte Personalentwicklung aus. Es wird folglich untersucht, ob die Rahmenbedingungen des demografischen Wandels und die sich daraus ergebenden Notwendigkeiten zu einer Abkehr der bisherigen Praxis geführt haben.
1. Einführung in das Thema: Die Einleitung beleuchtet den demografischen Wandel als zentrale Herausforderung für den öffentlichen Dienst und skizziert das Forschungsinteresse an Personalgewinnung und -entwicklung.
2. Die Polizei und die Feldjägertruppe als Forschungsobjekte: Dieses Kapitel liefert eine historische und strukturelle Einordnung der untersuchten Institutionen (Polizei NRW und Feldjägertruppe).
3. Theoretische Grundlagen: Hier werden zentrale Begriffe und wissenschaftliche Ansätze des Personalmanagements, der Personalgewinnung, der Personalentwicklung sowie des betrieblichen Gesundheitsmanagements umfassend dargestellt.
4. Forschungsfragen, Hypothesenbildung und Methodik: Der Abschnitt begründet das qualitative und quantitative Forschungsdesign sowie die Auswahl der Interviewpartner und die Vorgehensweise bei der Datenauswertung.
5. Ergebnisse der Datenauswertungen: Dieser Teil präsentiert die empirischen Befunde zu Nachwuchsgewinnung, Personalentwicklung und Gesundheitsmanagement, illustriert durch Experteninterviews und statistische Analysen.
6. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und formuliert Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Personalpraxis in den untersuchten Behörden.
Personalmanagement, Personalgewinnung, Personalentwicklung, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Polizei NRW, Feldjägertruppe, demografischer Wandel, Fachkräftemangel, öffentliche Verwaltung, Nachwuchsgewinnung, Personalführung, Gesundheitsförderung, PTBS, psychische Belastung, Qualifizierung.
Die Arbeit analysiert, wie zwei wichtige Sicherheitsbehörden – die Polizei des Landes Nordrhein-Westfalen und die Feldjägertruppe der Bundeswehr – mit dem demografischen Wandel und dem daraus resultierenden Personalmangel umgehen.
Die Untersuchung konzentriert sich auf drei Kernbereiche: die Gewinnung neuen Personals, die Entwicklung des bestehenden Personals sowie die Sicherung der Gesundheit der Beschäftigten im beruflichen Alltag.
Das Hauptziel ist es zu klären, ob die untersuchten Behörden in der Lage sind, trotz verschärfter Wettbewerbsbedingungen am Arbeitsmarkt ausreichend qualifizierten Nachwuchs zu rekrutieren und das vorhandene Personal professionell zu entwickeln und zu erhalten.
Der Autor nutzt einen kombinierten Ansatz: Theoretische Grundlagen werden mit einer empirischen Untersuchung verknüpft, die sowohl qualitative Interviews als auch quantitative Befragungen von Führungskräften und Beamten bzw. Soldaten umfasst.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Personalmanagement-Instrumente sowie eine detaillierte Auswertung der empirischen Daten, die aufzeigen, wo in der Praxis Lücken zwischen Anspruch und Realität bestehen.
Die wichtigsten Schlagworte sind Personalmanagement, demografischer Wandel, Fachkräftemangel, öffentliche Sicherheitsbehörden, Personalentwicklung und betriebliche Gesundheitsprävention.
Die Ergebnisse zeigen, dass beide Behörden vor ähnlichen Herausforderungen stehen, die Bundeswehr jedoch aufgrund ihrer spezifischen militärischen Rahmenbedingungen und des Auslandsseinsatz-Profils noch spezifischere Probleme in der Attraktivitätswahrnehmung bei jungen Menschen sieht.
Die Arbeit beleuchtet intensiv die besondere Belastung durch psychische Erkrankungen wie die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) und zeigt auf, dass der betriebliche Umgang mit dieser Problematik in den untersuchten Behörden noch deutliches Verbesserungspotenzial aufweist.
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