Magisterarbeit, 2016
206 Seiten, Note: 1,0
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
I. Einleitung
II. Theorie
1. Werbung
1.1 Begriffsdefinition
1.2 Geschichte der (Fernseh-)werbung
1.3 Ziele und Funktionen von Werbung
1.4 Werbewirkung
1.5 Die Aktivierung
2. Humor
2.1 Begriffsdefinition
2.2 Geschichte des Humors
2.3 Humor als Gegenstand der Forschung
2.4 Entstehung und Wirkung von Humor
2.5 Arten von Humor
2.6 Funktionen des Humors
3. Humor in der Werbung
3.1 Geschichte des Werbehumors
3.2 Arten von Humor in der Werbung
3.3 Wirkung von Humor in der Werbung
III. Untersuchungsanlage und Methode
1. Forschungsfragen und Hypothesen
2. Forschungsdesign & Methode
3. Stimulusmaterial
3.1 Stimulusmaterial – humorvolle Werbung
3.2 Stimulusmaterial – humorlose Werbung
3.3 Auswahl des Stimulusmaterials
4. Pretest
5. Stichprobe
6. Messung
7. Ergebnisse
7.1 Ergebnisse Erinnerungsleistung
7.2 Ergebnisse Marken-/Produkteinstellung
7.3 Ergebnisse Rezipientenbewertung
7.4 Ergebnisse Kaufentscheidung
IV. Diskussion
1. Resümee
2. Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirkung unterschiedlicher Humortypen in der deutschsprachigen Fernsehwerbung, um eine bisher bestehende Forschungslücke zu schließen, indem Humor systematisch in verschiedene Kategorien eingeteilt und hinsichtlich seiner Effekte auf die Erinnerungsleistung, die Marken- bzw. Produkteinstellung, die Rezipientenbewertung sowie die Kaufentscheidung analysiert wird.
1.2 Geschichte der (Fernseh-)werbung
Das Wort „werben“ kommt vom gotischen „hwairban“, was so viel wie „wandeln“ heißt (Deibl, 1997, S. 11), bzw. hat es seinen Ursprung auch im althochdeutschen Wort „werban“ bzw. „wervan“, das „sich drehen“, „hin- und hergehen“, „sich bemühen“ und „etwas betreiben“ bedeutet (Schweiger & Schrattenecker, 2013, S. 1).
Werbung ist so alt wie das bewusste Wirtschaften, jedoch war sie nicht immer das moderne Marketinginstrument, das wir heute kennen, sondern hat sich erst im Laufe von Jahrhunderten zu diesem entwickelt. Ihre Entstehung ist unmittelbar mit dem Beginn der Herstellung von Waren und Dienstleistungen, die nicht mehr ausschließlich zur Deckung des Eigenbedarfs benötigt wurden, verbunden. Außerdem diente sie der Information der potenziellen Käufer (S. 1).
Zweifellos war das erste jemals eingesetzte Werbemittel die menschliche Stimme. Ausrufer für den Verkauf von Waren sind schon für das antike Ägypten belegt. HistorikerInnen berichten, dass HändlerInnen in Babylon bereits über Tafeln verfügten, auf denen alle Produkte, die angeboten wurden, aufgelistet waren (S. 1).
Bei Ausgrabungen in Pompeji wurden Öllampen aus Ton gefunden, die bereits damals in einer hohen Stückzahl hergestellt wurden. Diese überwiegend schmucklosen Massenprodukte tragen fast ausnahmslos den Namen des Herstellers als Firmennamen am Außenboden. Sie sind unter der Bezeichnung „Firmalampen“ bekannt. Dies belegt, dass bereits in der Antike Waren in Massen hergestellt und werblich gekennzeichnet wurden um den Verkauf zu fördern (S. 1).
I. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Bedeutung von Humor in der Werbung, identifiziert das Fehlen einer systematischen Kategorisierung in der bisherigen Forschung und formuliert die Forschungsfrage hinsichtlich der Wirkung verschiedener Humortypen.
II. Theorie: Dieser Abschnitt bietet einen fundierten theoretischen Rahmen durch die Auseinandersetzung mit den Grundlagen der Werbung, den verschiedenen Ansätzen zur Entstehung und Wirkung von Humor sowie den spezifischen Besonderheiten von Humor in der Werbekommunikation.
III. Untersuchungsanlage und Methode: Hier wird das methodische Vorgehen des quantitativen Online-Experiments dargelegt, welches auf Basis von 16 TV-Werbespots die Wirkung verschiedener Humortypen bei Probanden mittels Befragung und Recall-Tests misst.
IV. Diskussion: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Untersuchung im Kontext der aufgestellten Hypothesen, zieht ein Resümee über die Wirkungsweise der verschiedenen Humortypen und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe.
Fernsehwerbung, Humor, Humortypen, Werbewirkung, Erinnerungsleistung, Produkteinstellung, Rezipientenbewertung, Kaufentscheidung, Kognitive Ansätze, Affektive Ansätze, Inkongruenz, Überraschung, Werbeforschung, Experiment, Involvement.
Die Arbeit befasst sich mit der Wirkung von Humor als stilistisches Mittel in der Fernsehwerbung und untersucht, wie verschiedene Humortypen die Rezipienten beeinflussen.
Zentral sind die theoretische Fundierung von Werbung und Humor, die Kategorisierung von Humortypen sowie die Analyse ihrer Wirkung auf Erinnerung, Einstellung und Kaufabsicht der Konsumenten.
Das Ziel ist es, die Forschungslücke zu schließen, dass Humor in bisherigen Studien meist pauschal behandelt wurde, anstatt ihn in spezifische Kategorien (wie Wortwitz oder Überraschung) zu unterteilen und deren unterschiedliche Wirkungsweise zu analysieren.
Es wurde ein quantitatives Online-Experiment durchgeführt, bei dem Probanden verschiedene Werbespots sahen und im Anschluss mittels Fragebögen und Recall-Tests zu ihrer Einschätzung und Erinnerungsleistung befragt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende Literaturanalyse zu Werbung und Humor sowie eine detaillierte empirische Untersuchung, die Hypothesen zu Erinnerung, Marken-Einstellung und Kaufwahrscheinlichkeit prüft.
Prägende Begriffe sind unter anderem Humortypen, Werbewirkung, Inkongruenz-Auflösung, Involvement, Erinnerungsleistung und Kaufintention.
Da Humor oft eine Abweichung von Erwartungen darstellt, erzeugt er den sogenannten „Aha-Effekt“. Die Arbeit identifiziert diesen Humortyp als besonders relevant, da er durch kognitive Reize eine starke Aufmerksamkeit bei Rezipienten hervorrufen kann.
Der Vampireffekt beschreibt das Risiko, dass der Humor in einer Werbung so stark ist, dass er die gesamte Aufmerksamkeit auf sich zieht und dadurch den inhaltlichen Bezug zum beworbenen Produkt „absaugt“, was die eigentliche Werbewirkung schwächen kann.
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