Bachelorarbeit, 2016
38 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretische Rahmungen zu Kostümen auf der Theaterbühne
2.1. Ursprünge der Kleidung
2.2. Kleidung als Kommunikationsmittel
2.3. Kostüm als theatrales Zeichen im Theater nach Fischer-Lichte
3. Vorstellung der Stücke „Elektra“ und „Medeamaterial“
3.1. „Medeamaterial“ von Heiner Müller
3.2. „Elektra“ von Hugo von Hofmannsthal
4. Funktion und Verhältnis von Gestaltung, Kreativität und Ästhetik für das Kostüm
5. Gestalterische Ausdrucksmittel bei „Elektra“ und „Medeamaterial“
5.1. Material
5.2. Farbe
5.3. Form
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Kostümbilds als gestalterisches Ausdrucksmittel auf der Theaterbühne, wobei zwei spezifische Inszenierungen der Studiobühne Paderborn als Fallbeispiele dienen. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch den gezielten Einsatz von Material, Farbe und Form die Wirkung einzelner Rollen und die Inszenierung im Ganzen maßgeblich beeinflusst und mit Bedeutung aufgeladen werden können.
5.3. Form
Die Form ist das äußere Gepräge einer entstandenen oder gestalteten sichtbaren Erscheinung.
Der menschliche Körper und seine Form ist mit nur wenigen krankheits- und unfallbedingten Ausnahmen immer gleich aufgebaut: Kopf, Hals, Rumpf, zwei Beine und zwei Arme. Die Möglichkeiten ihn mittels Kleidung zu verhüllen sind jedoch zahlreich. Dabei ist es für das Erstellen eines Kostümbilds wichtig, die verschiedenen Kleidungsmerkmale beziehungsweise Silhouetten der vergangenen Epochen und deren Stile zu kennen, um sie gezielt zur Zeichensetzung anwenden zu können, oder um sich von ihr Inspiration zu holen. Denn wir verbinden mit vergangenen Kleiderformen die Zeit in welcher sowie vor allem die Gesellschaft von der sie bevorzugt getragen wurde. Durch Zuschnitt der Stoffe und anschließendes Zusammennähen wird der Kleidung ihre Form verliehen, oder aber durch Drapierung, das heißt, das in Falten legen des Stoffes.
Doch bevor die Stoffe zugeschnitten werden und sich für eine Kleiderform entschieden wird, muss der Körper vermessen werden, denn außer der Stoff ist dehnbar durch Anteile von Elasthan, oder da es kein Gewebe sondern ein Gewirk ist, nimmt Stoff ohne Nähte keine Form an, ohne Falten zu werfen. Dabei zeigt die vestimentäre Kulturgeschichte, dass sich oft die gewählte Kleidungsform dem Körper aufdrängt und nicht der Körper maßgebend für die Form. Vergleicht man Gemälde aus der Kunstgeschichte, so bemerkt man, dass der dort weibliche Körper hinsichtlich Elemente der Taille, der Brust und Hüfte oft stark der Kleiderform der damaligen Mode und dem daraus resultierendem Schönheitsideal angepasst ist.
1. Einleitung: Die Autorin beschreibt ihre praktische Motivation und definiert das Forschungsziel, die Kostümbilder für "Elektra" und "Medeamaterial" auf ihre Gestaltungskomponenten zu untersuchen.
2. Theoretische Rahmungen zu Kostümen auf der Theaterbühne: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Basis, indem es die Ursprünge der Kleidung, ihre kommunikative Funktion und die semiotische Bedeutung des Kostüms nach Fischer-Lichte erläutert.
3. Vorstellung der Stücke „Elektra“ und „Medeamaterial“: Die Kapitelinhalte und die Regiekonzepte der beiden dramatischen Vorlagen werden vorgestellt, um die Grundlage für die spätere Kostümanalyse zu schaffen.
4. Funktion und Verhältnis von Gestaltung, Kreativität und Ästhetik für das Kostüm: Es wird erörtert, was Gestaltung im Kontext des Kostümbilds bedeutet und welche ästhetischen Prinzipien bei der kreativen Lösung von Problemen auf der Bühne eine Rolle spielen.
5. Gestalterische Ausdrucksmittel bei „Elektra“ und „Medeamaterial“: Die drei Hauptkategorien Material, Farbe und Form werden systematisch auf ihre konkrete Verwendung in den 18 Kostümen der genannten Aufführungen hin analysiert.
6. Fazit: Die Erkenntnisse werden zusammengeführt, wobei die zentrale Rolle des Kostümbilds als Mittler zwischen Text und Schauspiel sowie als Symbolträger unterstrichen wird.
Kostümbild, Theaterbühne, Elektra, Medeamaterial, Bühnenkostüm, Kleidung als Kommunikation, Ästhetik, Gestaltung, Materialanalyse, Farbwirkung, Formgebung, Regiekonzept, Semiotik des Theaters, Rollendarstellung, Körperinszenierung.
Die Arbeit untersucht das Theaterkostüm als ein zentrales gestalterisches Ausdrucksmittel, das über die bloße Bekleidung des Schauspielers hinausgeht und als Zeichensystem zur Charakterisierung von Rollen dient.
Die Untersuchung konzentriert sich auf die theoretischen Grundlagen der Kostümgestaltung und die praktische Anwendung von Gestaltungskomponenten (Material, Farbe, Form) an konkreten Beispielen.
Das Ziel ist es, den Entstehungsprozess und die Wirkung der Kostümbilder für die Stücke "Elektra" und "Medeamaterial" wissenschaftlich zu analysieren und aufzuzeigen, wie Kostüme zur Inszenierung beitragen.
Die Autorin nutzt eine Kombination aus theaterwissenschaftlicher Theoriebildung (insbesondere Semiotik nach Fischer-Lichte) und einer praxisorientierten Analyse gestalterischer Komponenten der Kostümherstellung.
Im Hauptteil werden zunächst die dramatischen Vorlagen und Konzepte vorgestellt, gefolgt von einer detaillierten Untersuchung der drei Gestaltungsmittel Material, Farbe und Form anhand der erstellten Kostüme.
Wichtige Begriffe sind Kostümbild, Bühnenkostüm, Semiotik, Materialität, Farbwirkung und die spezifische Interpretation der Stücke von Hofmannsthal und Müller.
Der Regisseur wollte eine falsche historische Authentizität vermeiden, um die Aktualität der Stücke zu betonen, weshalb die Kostüme bewusst nicht im klassischen "Antiken-Look" gestaltet wurden.
Die Stoffwahl dient dazu, soziale Stände (z. B. durch kostbar wirkende Stoffe) oder Emotionen zu unterstreichen und die künstliche Natur der jeweiligen Theaterinszenierung zu betonen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

