Magisterarbeit, 2004
97 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Der theoretische Ansatz
2.1. Gaetano Mosca und sein Elitenansatz
2.2. Elitentheorie, ihre Problematik, Forschung und die Kritik an ihr
2.3. Antonio Gramsci und sein theoretischer Ansatz
2.4. Neogramscianischer Ansatzpunkt und die Forschung
2.5. Kritik am Gramscianismus
2.6. Schlußbetrachtungen zu beiden Theorien
3. Die Form einer gesellschaftlichen Erscheinung
3.1. Das US-Establishment – eine Einführung
3.2. CFR – ein Verbindungsglied zwischen Wirtschaft und Politik
3.2.1. Historische Vorläufer und ihre geistigen Grundlagen
3.2.2. Mitglieder, Verflechtungen und ihre Tragweite
3.3. Weitere Organisationen der Insider
3.3.1. Bilderberger
3.3.2. Trilaterale Kommission
3.3.3. Und noch ein Ableger: Die Sektion 322
3.4. Leitlinien, ideologische Inhalte und ihre Rolle vor dem Hintergrund der Globalisierung – eine einheitliche Doktrin?
3.5. Der Einfluß auf die US-Außenpolitik
3.5.1. Wirtschaftlich
3.5.2. Politisch
4. Elitentheorie angewendet auf das US-Establishment
5. Ausblick – was nun?
6. Literaturliste
Die Arbeit untersucht das US-amerikanische Machtestablishment im Kontext der Globalisierung, indem sie elitentheoretische Konzepte auf die Strukturen und Verflechtungen einflussreicher Organisationen anwendet. Ziel ist es, die Rolle und Organisationsformen dieser Machteliten zu ergründen und die Hypothese zu prüfen, ob diese Kreise die US-Außenpolitik und globale Entwicklungen maßgeblich steuern.
3. 1. Das US-Establishment – eine Einführung
„Die meisten aufrichtigen und objektiven Kenner der amerikanischen Verhältnisse räumen heutzutage ein, daß es in den Vereinigten Staaten ein Establishment gibt – eine mehr oder weniger geschlossene und sich aus eigenen Mitteln erhaltende Institution, die in unserer mehr oder weniger offenen Gesellschaft eine Vormachtsstellung einnimmt. Selbstverständlich wollen die führenden Persönlichkeiten des Establishment das alles nicht wahrhaben; sie leugnen die Existenz des Establishment, bestreiten jegliche persönliche Verbindung damit und beharren darauf, daß sie lediglich ihre Rechte und ihre Pflichten als Staatsbürger wahrnehmen. Sie behaupten gern, daß die eigentliche Macht in den Händen irgendeiner anderen tatsächlichen oder eingebildeten Kraft läge, und sie nennen da die Wählerschaft, den Kongreß, die Werbeorganisationen, die Reichen, die Armen und so fort. Man kennt diese altbewährte Taktik und weiß, daß die Leute an der Macht sich ihrer seit je bedient haben.“ – so Richard Rovere in seinem Aufsatz über die Problematik der US – Macht-Eliten.
Die hier aufgeführten Passagen verleiten, bei dieser Gelegenheit, zu der Frage nach dem Prinzip des Funktionierens und des tatsächlichen Einflusses dieser kleinen Schicht, die man als das Establishment bezeichnet.
Sollte es der Wahrheit entsprechen, daß kein Establishment existiert, wie es die „führenden Persönlichkeiten“ behaupten, dann darf auch kein Indikator der Organisiertheit vorhanden sein.
1. Einleitung: Die Einleitung begründet das Forschungsinteresse an der US-Machtelite im Kontext der Globalisierung und führt die methodische Grundlage durch elitentheoretische Ansätze ein.
2. Der theoretische Ansatz: Dieses Kapitel erarbeitet das wissenschaftliche Fundament durch eine Gegenüberstellung der Elitentheorie von Gaetano Mosca und dem Hegemoniebegriff von Antonio Gramsci.
3. Die Form einer gesellschaftlichen Erscheinung: Der Hauptteil beschreibt das US-Establishment und analysiert zentrale Organisationen wie den Council on Foreign Relations, die Bilderberger, die Trilaterale Kommission und Skull & Bones hinsichtlich ihrer Verflechtungen.
4. Elitentheorie angewendet auf das US-Establishment: Hier werden die zuvor theoretisch erläuterten Konzepte mit der empirischen Beobachtung der Machtstrukturen des US-Establishments synthetisiert.
5. Ausblick – was nun?: Das abschließende Kapitel reflektiert die Zukunftsaussichten dieser Machtstrukturen und bewertet deren Rolle im internationalen politischen Geschehen.
6. Literaturliste: Ein Verzeichnis der verwendeten Quellen und Sekundärliteratur.
US-Establishment, Council on Foreign Relations, Elitentheorie, Globalisierung, Hegemonie, Trilaterale Kommission, Bilderberger, Skull & Bones, Machteliten, Geopolitik, Internationale Hochfinanz, Politische Führungsgruppen, Netzwerkanalyse.
Die Arbeit analysiert, ob und wie eine kleine, informelle Machtelite in den USA, das sogenannte US-Establishment, durch geheime oder halb-geheime Netzwerke die Politik und die Globalisierung maßgeblich beeinflusst.
Zu den zentralen Themen gehören die Elitentheorie, das Wirken von Denkfabriken und exklusiven Clubs, die Rolle der internationalen Hochfinanz sowie die ideologische Ausrichtung dieser Machteliten.
Das primäre Ziel ist es, die Existenz und die Funktionsweise einer organisierten Machtelite zu belegen und zu verstehen, wie diese Gruppen ihre Interessen im nationalen und internationalen Kontext durchsetzen.
Der Autor nutzt eine Kombination aus politischer Elitentheorie (insbesondere nach Gaetano Mosca) und hegemonietheoretischen Ansätzen (nach Antonio Gramsci), um empirische Belege über das Establishment zu interpretieren.
Im Hauptteil werden konkrete Organisationen wie der CFR, die Bilderberger, die Trilaterale Kommission und Skull & Bones detailliert untersucht und deren personelle sowie finanzielle Verflechtungen offengelegt.
Wichtige Begriffe sind US-Establishment, Machteliten, Globalisierung, CFR, informelle Netzwerke und elitentheoretische Machtstrukturen.
Die Sektion 322, auch bekannt als Skull & Bones, wird als eine der ältesten und mysteriösesten Organisationen des Establishments vorgestellt, die als "Anlaufstelle" für den Aufbau künftiger Führungskader dient.
Der Autor verweist unter anderem auf die Ölkrise der 1970er Jahre, bei der durch informelle Treffen und Absprachen in Kreisen der Bilderberger und des CFR steuernde Eingriffe in den Weltmarkt vorgenommen worden sein sollen.
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