Bachelorarbeit, 2015
51 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Geschichtlicher Hintergrund
2.1 Die Türkenkriege
2.2 Timur Lenk
2.3 Warum Konstantinopel?
3. Die Eroberung Konstantinopels
3.1 Die Vorbereitungen
3.2 Belagerung und Fall der Stadt
3.3 Direkte Folgen der Eroberung
4. Der Diskurs der Türkengefahr
4.1 Der Türke als „Antichrist“
4.2 Mehmet der II.- Verkörperung des Feindbildes?
4.3 Das europäische Islambild im Mittelalter
5. Die Veränderung des Diskurses
5.1 Orientalismus und Exotismus
5.2 Der Wandel von Alteritätskonzepten
6. Conclusio
Die Arbeit untersucht, wie sich der Diskurs der „Türkengefahr“ im europäischen Denken als Reaktion auf die Eroberung Konstantinopels durch das Osmanische Reich im Jahr 1453 entwickelte und welche Funktion dieses Feindbild für die Identitätskonstruktion Europas hatte.
3.2 Belagerung& Eroberung
Am 5.April 1453 traf das osmanische Heer mit dem Sultan als Befehlshaber vor den Mauern der Stadt ein. Die eigens angefertigte Kanone war ca. acht Meter lang, sehr aufwendig zu laden und nicht sehr treffsicher. Doch bereits mit dem ersten Schuss traf man einen Turm an der Hauptmauer der Befestigung. Dies erzielte einen großen psychologischen Effekt. Allerdings konnte die osmanische Armada aufgrund einer Sperrkette, die die Byzantiner über dem Goldenen Horn errichtet hatten, nicht in den Hafen dringen. Erst etwa zwei Wochen später konnte die Seeblockade überlistet werden.
„Am 23. des Monats erfolgte die berühmt gewordene Überführung von 72 Galeeren mit 15- 20 Ruderbänken auf mit Fett präparierten Rollen vom Bosporus über die Hügel oberhalb Galatas in das Goldene Horn.“
Nach 54 Tagen der Belagerung war schließlich die Feuerkraft der Kanonen das ausschlaggebende Mittel für den Erfolg der Osmanen. Zum ersten Mal waren die Kanonen von osmanischer Seite zur Eroberung, und nicht nur zur Belagerung einer Stadt genutzt worden. Die Mauern Konstantinopels waren erschüttert. Der Kaiser wollte mit Mehmed II. ein Friedensangebot verhandeln, indem er ihm eine Tributzahlung beliebiger Höhe anbot. Mehmeds Antwort war das Gegenangebot, Konstantin XI. zum Herrscher über die Halbinsel Peloponnes zu machen. Er drohte, dass er Konstantin und sein Gefolge umbringen werde, wenn ihm der Einzug in die Stadt verweigert werden würde. Wenige Tage später kam wiederum ein Botschafter Mehmeds und verlangte die Übergabe der Stadt gegen ein jährliches Tribut, anderenfalls drohe ihm und seinen Leuten Sklaverei oder der Tod.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Zäsur von 1453 ein und stellt die forschungsleitende Frage nach der Entstehung und Bedeutung des Diskurses der „Türkengefahr“.
2. Geschichtlicher Hintergrund: Dieses Kapitel beleuchtet die Anfänge und die territoriale Expansion des Osmanischen Reiches sowie die Bedeutung von Konstantinopel vor der Eroberung.
3. Die Eroberung Konstantinopels: Hier werden die militärischen Vorbereitungen, die Belagerung sowie der Fall der Stadt und die unmittelbaren Folgen der Eroberung detailliert dargestellt.
4. Der Diskurs der Türkengefahr: Dieser Abschnitt analysiert die Konstruktion des Feindbildes, die religiöse Aufladung durch das Antichrist-Motiv sowie die Rolle von Mehmet II. und das zeitgenössische Islambild.
5. Die Veränderung des Diskurses: Dieses Kapitel beschreibt den Wandel des Diskurses von der religiösen Angstpropaganda hin zur säkularen Alteritätskonstruktion sowie zum Orientalismus.
6. Conclusio: Die Conclusio fasst die Ergebnisse zusammen und verdeutlicht, wie die Konstruktion des „Anderen“ zur Bestätigung der europäischen Identität beigetragen hat.
Türkengefahr, Konstantinopel, Osmanisches Reich, Mehmed II., Alteritätsdiskurs, Identitätskonstruktion, Christentum, Islam, Antichrist, Kreuzzüge, Türkenkriegspropaganda, Druckerpresse, Byzanz, Orientalismus.
Die Arbeit analysiert die historische Konstruktion des Diskurses der „Türkengefahr“ in Europa nach der Eroberung Konstantinopels im Jahr 1453.
Zu den zentralen Themen gehören die Machtausweitung des Osmanischen Reiches, die symbolische Bedeutung Konstantinopels sowie die Nutzung von Angstpropaganda zur Identitätsbildung der europäischen Christenheit.
Die Arbeit geht der Frage nach, wie der Diskurs der „Türkengefahr“ im Zusammenhang mit der Eroberung Konstantinopels zu verstehen ist und wie er konstruiert wurde.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse basiert und historische Quellen sowie geschichtswissenschaftliche Diskurstheorien verknüpft.
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einbettung der Osmanen, die Details der Belagerung von 1453 und eine ausführliche Untersuchung der Diskurse um den „Antichrist“ und das Feindbild des Sultans.
Die Begriffe „Türkengefahr“, „Alterität“, „Feindbild“ und „Identitätskonstruktion“ sind für das Verständnis der Argumentation zentral.
Mehmet II. wird als ambivalente Figur analysiert, die in den zeitgenössischen Quellen sowohl als grausamer Antichrist als auch als kluger, moderner Herrscher dargestellt wurde.
Die Druckerpresse wird als entscheidender technischer Faktor identifiziert, der die schnelle und weitreichende Verbreitung des Türken-Feindbildes in Form von propagandistischen Texten ermöglichte.
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