Masterarbeit, 2013
105 Seiten, Note: 1,6
1 Einleitung
2 Das Internet als Ressource für die Unterrichtsvorbereitung
2.1 Organisatorische und rechtliche Grundlagen
2.2 Die Rolle digitaler Medien für die Unterrichtsvorbereitung
2.3 Das Online-Angebot für Unterrichtsvorbereitungen
3 Kooperation in der Unterrichtsvorbereitung
3.1 Der Begriff der "Kooperation" in der Organisation Schule
3.2 Bedingungen und Formen der Lehrkräftekooperation
3.3 Ausgewählte Modelle der Kooperation in Gruppen
3.4 Die positive Wirkung von Lehrkräftekooperation
3.5 Grenzen kooperativer Ansätze für Lehrkräfte
3.6 Zusammenfassende Betrachtung von Kooperation
4 Kooperative Unterrichtsvorbereitung und Social-Media
4.1 Der Begriff „social“ im Umfeld von Internet-Diensten
4.1.1 Der Begriff Social-Media
4.1.2 Der Begriff „Online Social Networks“
4.1.3 Der Begriff „Social Software“
4.1.4 Abgrenzung der Begriffe und weitere Verwendung
4.2 Das Modell der Funktionsblöcke für Social-Media von Smith
4.2.1 Identität
4.2.2 Präsenz
4.2.3 Beziehungen
4.2.4 Konversationen
4.2.5 Gruppen
4.2.6 Reputation
4.2.7 Teilen
4.3 Ein Social-Media-Modell für die Kooperation in der Unterrichtsvorbereitung
4.3.1 Kooperationsmodelle unter dem Aspekt von Funktionsblöcken
4.3.2 Der Funktionsblock Teilen in der Unterrichtsvorbereitung
4.3.3 Der Funktionsblock Beziehungen in der Unterrichtsvorbereitung
4.3.4 Der Funktionsblock Reputation in der Unterrichtsvorbereitung
4.4 STEER - Social TEaching EnviRonment
5 Methode
5.1 Untersuchungsgegenstand
5.2 Untersuchungsdesign
5.3 Fragestellung
5.4 Erhebungsinstrument
5.5 Untersuchungsverlauf
5.6 Beschreibung der Stichprobe
6 Ergebnisse der Befragung
6.1 Soziodemographische Daten der Lehrkräfte
6.2 Erstellung und Nutzung von Unterrichtsmaterialien
6.3 Kooperationsverhalten zwischen Lehrkräften
6.4 Nutzung von Internet-Diensten zur Unterrichtsvorbereitung
6.5 Überprüfung der Hypothesen
6.6 Diskussion der Ergebnisse
7 Zusammenfassung und Fazit
Die vorliegende Master-Arbeit untersucht das Potenzial von Social-Media-Plattformen zur Förderung der kooperativen Unterrichtsvorbereitung an kaufmännischen Berufsschulen. Ziel ist es, Rahmenbedingungen zu identifizieren, unter denen Lehrkräfte bereit sind, ihre Materialien digital auszutauschen und aktiv in einem sozialen Netzwerk zu kooperieren, um so die Effizienz und Qualität der Unterrichtsplanung zu steigern.
Die Rolle digitaler Medien für die Unterrichtsvorbereitung
Ein wesentlicher Bestandteil der Unterrichtsvorbereitung ist die Bereitstellung der Lehr- und Lernmittel, auch Unterrichtsmittel genannt. Lehr- und Lernmittel ist die traditionelle Sammelbezeichnung für alle Hilfsmittel zur Verwirklichung pädagogischer Ziele und zur Unterstützung von Lehr- und Lernprozessen. Althergebrachte Bezeichnungen dafür sind: Arbeitsmittel, Anschauungs-, Selbstbildungs- oder Übungsmittel. In der Literatur und in verwaltungsrechtlichen Veröffentlichungen (z. B. Schulgesetze, Lehrpläne) trifft man auf die Begriffe Medien, Unterrichtsmedien, audiovisuelle Medien und Neue Medien (Schaub & Zenke, 2007, S. 389). Die Vielfalt von Medien ist aus pädagogischer Sicht sinnvoll: Schülerinnen und Schüler können in unserer Zeit immer weniger Primärerfahrung sammeln, deshalb sollte der Unterricht mit Hilfe von Lehr- und Lernmittel möglichst anschaulich gestaltet werden (Becker, 2012, S. 156).
Die in der Schule eingesetzten Lehr- und Lernmittel sind in den letzten Jahren mannigfaltiger geworden. Neben langjährig Bewährtem kommen nun Lernsoftware, ebooks, verschiedene Internet-Dienste und Apps dazu (Ebner & Schön, 2012, S. 10–11). Heute nehmen Lehrkräfte an Pilotprogrammen mit Tablet-PC-Klassen teil. Sie experimentieren mit BYOD-Gruppen („Bring your own device“) und nutzen Lernplattformen wie Moodle oder verwenden Google-Drive, Etherpad, Facebook und Twitter für ihren Unterricht.
Diese digitalen Medien können Schule bereichern. Ebenso können sie zur Vor- und Nachbereitung des Unterrichts verwendet werden und die Kommunikation außerhalb des Unterrichts fördern (Döring, 1998, S. 454–455). Ihr Einsatz im Unterricht kann eine grundlegende Veränderung der Unterrichtskultur bewirken: Schülerinnen und Schüler können stärker eigenaktiv tätig sein und vermehrt kooperativ lernen, während Lehrkräfte öfter individuell beraten und unterstützen (Schulz-Zander, 2005, S. 15).
Bei der Verwendung von Medien im Unterricht sind in der Vorbereitung drei zentrale Fragen zu klären (Becker, 2012, S. 163–166):
1. Welche Medien stehen zur Verfügung?
2. Ist die Beschaffung kosten- und zeitsparend?
3. Sind die apparativen Voraussetzungen gegeben?
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das ungenutzte Potenzial zur Kooperation bei der Unterrichtsvorbereitung an Berufsschulen und stellt die Forschungsfrage zur Förderung des Austauschs durch soziale Netzwerke vor.
2 Das Internet als Ressource für die Unterrichtsvorbereitung: Dieses Kapitel beschreibt die rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen der Unterrichtsplanung und zeigt die Bedeutung digitaler Medien sowie bestehender Online-Angebote auf.
3 Kooperation in der Unterrichtsvorbereitung: Es werden Formen und Modelle der Lehrkräftekooperation analysiert, die positiven Wirkungen auf die Professionalisierung hervorgehoben und die systemischen Grenzen im derzeitigen Schulalltag diskutiert.
4 Kooperative Unterrichtsvorbereitung und Social-Media: Dieses Kapitel konzeptioniert ein auf Funktionsblöcken basierendes Modell (STEER) für ein soziales Netzwerk, das speziell den Austausch und die Strukturierung von Unterrichtsvorbereitungen unterstützen soll.
5 Methode: Der empirische Teil beschreibt das Design und den Ablauf einer Online-Umfrage unter oberösterreichischen Berufsschullehrkräften zur Erhebung ihres Kooperationsverhaltens und ihrer Internetnutzung.
6 Ergebnisse der Befragung: Hier werden die Resultate der Umfrage präsentiert, soziodemographische Daten ausgewertet und die aufgestellten Hypothesen statistisch überprüft.
7 Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont, dass trotz organisatorischer Hürden ein großes Potenzial für ein soziales Netzwerk besteht, sofern es sich nahtlos in den Lehreralltag integriert.
Kooperation, Berufsschule, Unterrichtsvorbereitung, Soziale Netzwerke, Social Software, Lehrkräfte, Internet, Wissensmanagement, Online Social Networks, Didaktik, Bildungsforschung, Digitalisierung, Community of Practice, Schulentwicklung, Austausch.
Die Arbeit untersucht, wie Lehrkräfte an kaufmännischen Berufsschulen ihre Unterrichtsvorbereitungen austauschen und ob soziale Netzwerke im Internet diesen Prozess effizienter gestalten können.
Die Schwerpunkte liegen auf der Lehrkräftekooperation, dem Wissensmanagement, der Nutzung digitaler Medien im Bildungsbereich sowie der Konzeption von sozialen Netzwerken für Lehrkräfte.
Das Hauptziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, welche Rahmenbedingungen für soziale Netzwerke im Internet den Austausch von Unterrichtsvorbereitungen an kaufmännischen Berufsschulen effektiv fördern können.
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Aufarbeitung der Fachliteratur mit einer empirischen Online-Umfrage unter Lehrkräften kaufmännischer Berufsschulen in Oberösterreich.
Der Hauptteil analysiert Bedingungen von Kooperation, überträgt das Konzept der "Social Software Building Blocks" von Smith auf den Schulalltag und entwickelt das Modell "STEER" (Social TEaching EnviRonment).
Zu den zentralen Begriffen zählen Kooperation, Berufsschule, Unterrichtsvorbereitung, Soziale Netzwerke und Social Software.
Die Arbeit zeigt, dass traditionelle Strukturen wie "geschlossene Klassenzimmertüren" und das "Autonomie-Paritäts-Muster" einer systematischen Zusammenarbeit im Wege stehen.
Im Gegensatz zu reinen Material-Sammelplattformen soll das STEER-Modell soziale Prozesse, Reputation und bedarfsgerechtes Teilen durch ein intelligentes, auf Lehrstoffübersichten basierendes System integrieren.
Ja, die Studie zeigt eine starke Altersabhängigkeit: Jüngere Lehrkräfte und bestehende Nutzer von sozialen Netzwerken wie Facebook sind deutlich aufgeschlossener gegenüber dem digitalen Austausch.
Der Wunsch nach Anonymität ist ein zentrales Hemmnis; viele Lehrkräfte befürchten unerwünschten Zugriff auf ihre Unterlagen, insbesondere durch Schülerinnen und Schüler.
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