Bachelorarbeit, 2011
39 Seiten, Note: 2,00
1. Einleitung
2. Geschichte der romantischen Liebesvorstellung
2.1 Romantische Liebe, eine ইউনিভারsalie?
2.2 Romantische Liebe und Online-Dating
3. Partnersuche auf Online-Portalen
3.1 Fakten über Online-Portale
4. Virtuelle Begegnungen und eigene Darstellung
5. Forschungsfeld und Selbstversuch
5.1 Die Partnerbörse Friendscout24.de
5.2 Die Single-Börse Shop a man
5.3 Vergleich der Portale
6. Online-Dating und die arrangierte Eheschließung
6.1 Geschichte der Ehe
6.2 Arrangierte Ehen und Online-Portale in Indien
7. Schlussbetrachtung
Die Bachelorarbeit untersucht die kulturelle Prägung der modernen Online-Partnersuche im Vergleich zwischen westlichen Gesellschaften und dem indischen Raum, um aufzuzeigen, wie unterschiedliche Liebesideale durch digitale Technologien transformiert oder fortgeführt werden.
2. Geschichte der romantischen Liebesvorstellung
In der Kunst, der Literatur und in der Musik wird die Liebe und Emotionen in zahllosen Facetten dargestellt. In der Ethnologie hingegen spielten das Themen der romantischen Liebe noch keine große Rolle. Die Abwandlung von dem positivistischen Paradigma führte in der Ethnologie zwar zu vermehrten Untersuchung von Emotionen, aber die romantische Liebe wird nach wie vor relativ selten als Forschungsgegenstand betrachtet. Es lässt sich auf alle Fälle sagen, dass die romantische Liebe sehr schwer begrifflich zu definieren ist ( Dombrowski 2011:45).
Die erste Frage die sich bei einer Verbindung von Ethnologie und romantischer Liebe als Forschungsfeld stellt, ist diejenige, weshalb es so wenig Untersuchungen dazu gibt. Die seltene Betrachtung der Liebe hat nach Dombrowski mehrere Hintergründe, die auf einem Geflecht von Prämissen über die Liebe beruhen. Ein zentraler Grund ist, dass die Fähigkeit, romantische Liebe zu erleben, bis in das 21. Jahrhundert zumeist als ausschließlich westliches Charakteristikum galt und damit nicht zum Forschungsbereich der Ethnologie zählte (ebd.: 46). Liebe wird aus wissenschaftlicher Perspektive vorrangig historisch, soziologisch und psychologisch betrachtet. Die Liebe gilt bei diesen Untersuchungen eher als eine soziale Kondition denn als eine Emotion.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Online-Partnersuche und Darlegung der Forschungsabsicht, digitale Partnerbörsen als Ausdruck moderner Liebeskonzepte zu verstehen.
2. Geschichte der romantischen Liebesvorstellung: Untersuchung der historischen Genese des Konzepts "romantische Liebe" und deren soziologische Einordnung als Kommunikationscode.
3. Partnersuche auf Online-Portalen: Darstellung der aktuellen Marktlage und technischer Funktionsweisen von Online-Dating-Plattformen im deutschsprachigen Raum.
4. Virtuelle Begegnungen und eigene Darstellung: Analyse der Prozesse der digitalen Selbstinszenierung und der psychologischen Anforderungen bei der Erstellung von Partnerprofilen.
5. Forschungsfeld und Selbstversuch: Praktische Untersuchung zweier unterschiedlicher Portalmodelle (Friendscout24.de und Shop a man) inklusive eines Selbstversuchs zur Nutzererfahrung.
6. Online-Dating und die arrangierte Eheschließung: Analyse der Entwicklung von Ehemodellen in Indien und die Integration von Online-Plattformen in traditionelle Heiratsprozesse.
7. Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Erkenntnisse und Reflexion über die Veränderung von Intimität durch Technologie in unterschiedlichen kulturellen Kontexten.
Online-Dating, Romantische Liebe, Ethnologie, Partnerbörse, Heiratsmarkt, Digitale Identität, Arrangierte Ehe, Kulturvergleich, Indien, Selbstpräsentation, Heiratsvermittlung, Partnersuche, Soziologie, Moderne Ehe, Online-Portale.
Die Arbeit analysiert die kulturelle Bedeutung und die Praktiken der Online-Partnersuche im Vergleich zwischen westlichen Gesellschaften und dem indischen Kontext.
Zu den Schwerpunkten zählen die Geschichte der romantischen Liebe, die Mechanismen von Online-Partnerbörsen, Selbstinszenierung im Internet sowie das Fortbestehen arrangierter Ehemodelle in einer digitalisierten Welt.
Die Autorin untersucht, inwieweit moderne Online-Dating-Mechanismen bestehende Liebesideale transformieren und wie diese im Spannungsfeld zwischen individueller Wahlfreiheit und traditionellen kulturellen Heiratsnormen stehen.
Es handelt sich um eine ethnologische Arbeit, die neben einer Literaturanalyse auch einen qualitativen Selbstversuch auf spezifischen Online-Dating-Portalen durchführt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Liebesvorstellungen, eine technische und soziologische Analyse deutscher Dating-Portale sowie einen Vergleich mit indischen Online-Heiratsmärkten.
Zentrale Begriffe sind Online-Dating, kulturelle Identität, arrangierte Ehe, Selbstpräsentation und die Ökonomisierung von Liebesbeziehungen.
Während deutsche Portale stark auf das Ideal der romantischen Liebe und die individuelle Eigeninitiative setzen, dienen indische Portale oft als digitale Unterstützung für traditionelle, familienorientierte Heiratsvermittlungsprozesse.
Der Selbstversuch dient dazu, die Funktionsweisen, Selektionsmechanismen und die psychologischen Anforderungen an die Nutzer direkt zu erfahren und auf ihre Kongruenz mit der Alltagswirklichkeit zu prüfen.
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