Bachelorarbeit, 2012
78 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
2 Definition von Armut
2.1 Absolute und relative Armut
2.2 Lebenslagenansatz
3 Ursachen von Kinderarmut
3.1 Auflösung der klassischen Familie
3.2 Auflösung des Normalarbeitsverhältnisses
3.3 Zusammenfassung
4 Auswirkungen von Armut auf die Lebenslage von Kindern
4.1 Auswirkungen von Armut auf die Gesundheit bei Kindern
4.2 Auswirkungen von Armut auf die Bildung von Kindern
4.3 Auswirkungen von Armut auf die soz. Kontakte & Netzwerke von Kindern
4.4 Zusammenfassung
5 Gegenstandsbeschreibung der Sozialen Arbeit
6 Gegenmaßnahmen in der Sozialen Arbeit
7 Resilienz im Kontext von Kinderarmut und pädagogischer Intervention
7.1 Resilienzkonzept im Kontext von Kinderarmut
7.2 Förderung der Resilienz in der pädagogischen Intervention
7.3 Zusammenfassung
8 Offene Kinder- und Jugendarbeit
8.1 Begriffsdefinition: Offene Kinder- und Jugendarbeit
8.2 Rechtliche Grundlage der Offenen Kinder- und Jugendarbeit
8.3 Zielgruppe der offenen Kinder- und Jugendarbeit
8.4 Aufgaben der offenen Kinder- und Jugendarbeit
8.5 Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit
8.5.1 Konzeptionelle Ansätze der Offenen Kinder- und Jugendarbeit
8.5.1.1 Klassische Arbeitsprinzipien der Offenen Kinder- und Jugendarbeit
8.5.1.2 Subjektorientierte Offene Kinder- und Jugendarbeit
8.5.1.3 Sozialraumorientierte Offene Kinder und Jugendarbeit
8.5.1.4 Bildungsorientierte Offene Kinder- und Jugendarbeit
8.5.2 Ziele der offenen Kinder- und Jugendarbeit
8.6 Anwendung der Resilienzförderung am Beispiel der Offenen Kinder- und Jugendarbeit
8.7 Zusammenfassung
9 Straßensozialarbeit
9.1 Begriffsdefinition: Straßensozialarbeit
9.2 Rechtliche Grundlage der Straßensozialarbeit
9.3 Zielgruppe der Straßensozialarbeit
9.4 Angebote der Straßensozialarbeit
9.4.1 Konzeptionelle Ansätze der Straßensozialarbeit
9.4.1.1 Handlungsprinzipien der Straßensozialarbeit
9.4.1.2 Methoden der Straßensozialarbeit
9.4.1.3 Tätigkeitsschwerpunkte der Straßensozialarbeit
9.5 Ziele der Straßensozialarbeit
9.6 Zusammenfassung
10 Gegenüberstellung der Offenen Kinder- & Jugendarbeit zur Straßensozialarbeit
11 Abschlussresümee und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Phänomen der Kinderarmut in Deutschland und hinterfragt die Handlungsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, welche Gegenmaßnahmen die Soziale Arbeit ergreifen kann, um Kinderarmut zu verringern, die Lebenslage betroffener Kinder zu verbessern und deren Bewältigungskompetenzen sowie Widerstandsfähigkeit (Resilienz) nachhaltig zu stärken.
4.2 Auswirkungen von Armut auf die Bildung von Kindern
Bildung hat einen großen Einfluss auf die Gestaltung des weiteren Lebenswegs von Kindern. Gerade im Wandel von der Industrie- zur Wissensgesellschaft wird Bildung zunehmend zu einer zentralen Ressource für Beschäftigung, Einkommen und soziale Integration (vgl. Palentien 2005, S. 163).
In der modernen Wissensgesellschaft, wie in der BRD wird Bildung als ein hohes Gut verstanden, um mehr Ausdruckfähigkeit, Verwirklichungskompetenz, Lebensqualität, Chancengleichheit und in der Summe „kulturelles Kapital“3 zu erwerben (vgl. Hammer 2010, S. 22). Die Schule ist nicht nur ein Ort der Wissensvermittlung. Es geht auch um die Erziehung zu mündigen Menschen, die handlungsfähig werden. Die Schule ist ein Ort, in dem soziales Lernen stattfindet, im weitesten Sinne werden in der Schule kulturelles und soziales Kapital erworben und Fähigkeiten zur Lebensbewältigung angeeignet. (Vgl. Butterwegge, Holm, Zander 2003, S. 259)
Da „kulturelles Kapital“ nach Bourdieu schon früh in Form von Werten, Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungsmustern innerhalb von Familien weitergegeben und von den Heranwachsenden verinnerlicht wird, kann das jeweilige Kind durch seine Primärerziehung gegenüber seinen Klassenkameraden im Nachteil sein, wenn das ererbte kulturelle Kapital ein anderes ist, als jenes, welches es sich aneignen soll. Der Bildungserfolg von Schülern hängt deshalb mit deren Teilhabe an der herrschenden Kultur zusammen. (Vgl. Schütz 2004, S. 14) Aufgrund der belasteten Lebenssituation bzw. den individuellen Vorbelastungen erfahren Kinder, die in Armut aufwachsen, weniger Förderung in ihrer kognitiven und sprachlichen Entwicklung, durch geeignete Bildung. Zudem erfahren sie weniger Unterstützung in ihrer schulischen Laufbahn. Diese fehlende Unterstützung wiederum hat Auswirkungen auf ihre Lern- und Erfahrungsräume. (Vgl. Palentien 2005, S. 162)
1 Einleitung: Diese Einleitung benennt die Benachteiligungen in verschiedenen Lebenslagen armutsbetroffener Kinder und definiert die Kernfrage, wie die Soziale Arbeit diese abmildern kann.
2 Definition von Armut: Das Kapitel nähert sich dem Armutsbegriff durch statistische Konzepte absoluter und relativer Armut sowie den Lebenslagenansatz.
3 Ursachen von Kinderarmut: Es werden die Auflösung der klassischen Familie und des Normalarbeitsverhältnisses als zentrale ursächliche Faktoren für Armutslagen bei Kindern identifiziert.
4 Auswirkungen von Armut auf die Lebenslage von Kindern: Das Kapitel beschreibt, wie Armut die Gesundheit, den Bildungserfolg sowie die sozialen Kontakte und Netzwerke von Kindern negativ beeinflusst.
5 Gegenstandsbeschreibung der Sozialen Arbeit: Die Soziale Arbeit wird als Handlungswissenschaft definiert, die auf die Verbesserung individueller Lebenslagen und die Erschließung persönlicher Ressourcen abzielt.
6 Gegenmaßnahmen in der Sozialen Arbeit: Dies bildet die Einführung in das Thema der Gegenmaßnahmen und betont die Bedeutung gesetzlicher Bestimmungen wie des Kinder- und Jugendhilfegesetzes.
7 Resilienz im Kontext von Kinderarmut und pädagogischer Intervention: Hier wird das Resilienzkonzept analysiert und aufgezeigt, wie durch pädagogische Intervention die Widerstandsfähigkeit von Kindern gestärkt werden kann.
8 Offene Kinder- und Jugendarbeit: Das Kapitel betrachtet dieses Arbeitsfeld von der Begriffsdefinition über rechtliche Grundlagen bis hin zu Angeboten und konzeptionellen Ansätzen zur Resilienzförderung.
9 Straßensozialarbeit: Es werden die Definition, Zielgruppe, Angebote und Methoden der aufsuchenden Straßensozialarbeit als eigenständiges Arbeitsfeld erläutert.
10 Gegenüberstellung der Offenen Kinder- & Jugendarbeit zur Straßensozialarbeit: Die beiden Arbeitsfelder werden verglichen, um ihr Potenzial als Gegenmaßnahmen gegen Kinderarmut herauszuarbeiten.
11 Abschlussresümee und Ausblick: Diese Zusammenfassung reflektiert die Ergebnisse und diskutiert die Rolle der Sozialen Arbeit im Kontext politischer Rahmenbedingungen.
Kinderarmut, Soziale Arbeit, Lebenslagenansatz, Resilienz, Pädagogische Intervention, Offene Kinder- und Jugendarbeit, Straßensozialarbeit, Armutsrisiko, Bildungschancen, Sozialisation, Lebensbewältigung, Prävention, Soziale Benachteiligung, Jugendhilfe, Handlungsspielräume
Die Bachelor-Thesis untersucht das Phänomen Kinderarmut in Deutschland und analysiert, wie die Soziale Arbeit durch spezifische Maßnahmen und Konzepte Kinder unterstützen und benachteiligungsbedingte Folgen abmildern kann.
Die Arbeit beleuchtet die Ursachen von Kinderarmut (insb. prekäre familiäre und wirtschaftliche Verhältnisse), deren Auswirkungen auf kindliche Lebenswelten sowie die Ansätze der Offenen Kinder- und Jugendarbeit und der Straßensozialarbeit.
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Soziale Arbeit Gegenmaßnahmen zur Verringerung von Kinderarmut aufbringen kann, indem sie das Bewältigungsverhalten der betroffenen Kinder stärkt.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse sowie der Auswertung aktueller Armutsberichte und Studien basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Ursachenanalyse, eine Beschreibung der Auswirkungen auf Gesundheit, Bildung und soziale Kontakte, die theoretische Fundierung der Resilienz sowie eine detaillierte Analyse und Gegenüberstellung von Offener Kinder- und Jugendarbeit und Straßensozialarbeit.
Zentrale Begriffe sind Kinderarmut, Resilienz, Soziale Arbeit, Lebenslagenansatz, pädagogische Intervention sowie die beiden Haupthandlungsfelder Offene Kinder- und Jugendarbeit und Straßensozialarbeit.
Resilienz bietet einen Paradigmenwechsel: Anstatt nur defizitorientiert auf Armut zu blicken, ermöglicht das Konzept einen optimistischen Ansatz, bei dem die Ressourcen des Kindes mobilisiert werden, um trotz widriger Umstände eine gesunde Entwicklung zu fördern.
Während die Offene Kinder- und Jugendarbeit oft einrichtungsgebunden ist, zeichnet sich die Straßensozialarbeit primär durch ihren aufsuchenden Charakter aus, bei dem Sozialarbeiter die Klientel in deren spezifischen Lebensmilieus (auf der Straße) direkt erreichen.
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