Masterarbeit, 2015
99 Seiten, Note: 1,3
1. Der Klimawandel und seine Bedeutung für die Entwicklungsländer
2. Demokratie und Klimawandel
2.1 Aktuelle Hypothesen
2.2 Problemstellung
2.3 Methode und Vorgehensweise
3. Muster-Demokratie Ghana
3.1 Ghana politisch
3.2 Ghana wirtschaftlich
3.3 Klima, Energie, Menschen
3.3.1 Geowissenschaftliche Indikatoren
3.3.2. Energie
3.3.3 Menschen
3.4. Klimapolitik
3.5. Korrelationen in der Statistik
3.6. Diskussion
4. Sorgenkind Nigeria
4.1 Nigeria politisch
4.2 Nigeria wirtschaftlich
4.3 Klima, Energie, Menschen
4.3.1 Geowissenschaftliche Indikatoren
4.3.2. Energie
4.3.3 Menschen
4.4. Klimapolitik
4.5. Korrelationen in der Statistik
4.6. Diskussion
5. Klassenrowdy Uganda
5.1 Uganda politisch
5.2 Uganda wirtschaftlich
5.3 Klima, Energie, Menschen
5.3.1 Geowissenschaftliche Indikatoren
5.3.2. Energie
5.3.3 Menschen
5.4. Klimapolitik
5.5. Korrelationen in der Statistik
5.6. Diskussion
6. Ergebnisdiskussion
7. Schlussfolgerungen und Ausblick
8. Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht in einer interdisziplinären, vergleichenden Fallanalyse, ob ein positiver Zusammenhang zwischen demokratischen Verhältnissen und der Qualität der Klimapolitik in Entwicklungsländern existiert. Dabei wird analysiert, inwieweit politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen sowie die klimabezogene Verwundbarkeit als Einflussfaktoren fungieren.
Demokratie und Klimawandel
Wird eine Kausalität menschlicher Aktivitäten und KW heute immer weniger infrage gestellt, so kann das für eine quasi natürliche Entwicklung menschlicher Gesellschaften zu einem immer Mehr an D nicht ohne weiteres festgestellt werden. Im Gegenteil, einen förmlichen D-Rückgang attestieren Erdmann & Kneuer, indem sie schreiben, dass weniger als ein Drittel der Länder, die sich zwischen den Jahren 1972 und 2003 von ihren autoritären Regimen befreiten, danach demokratische Regierungen gebildet hätten. Die Autoren bezeichnen es als Augenwischerei, wenn etwa der Bertelsmann Transformation Index (BTI) viele Regierungsformen als demokratisch mit Attribut einstufe mit der Folge, dass es hoch ausgebildete oder auch gescheiterte D-en zu geben scheine.
Uwizeyimana verweist in seinem Beitrag „Democracy and pretend democracies in Africa: myth of African democracies“ darauf, warum ein solches Vorgehen riskant ist: So ließe sich die von afrikanischen Führern vorgebrachte These einer historisch bedingten Art D afrikanischer Prägung nicht belegen. Von den 54 unabhängigen afrikanischen Staaten gäbe es nur drei, welche liberale D-en seien. Daher fordere er Afrikaner auf, sich nicht beirren zu lassen und weiter für ihre Rechte zu kämpfen.
Tatsächlich gibt es Hinweise, dass Einwohner afrikanischer Länder eine andere Auffassung von D haben als sie Menschen in westlichen Ländern hegen dürften. Befragungen, die etwa das Afrobarometer zu demokratischen Werten durchführt etwa, bringen regelmäßig zutage, dass die Menschen demokratische Werte mehrheitlich befürworten – andererseits aber oft die Wahrnehmung haben, dass die Verhältnisse in ihrem Land weitgehend demokratisch seien, auch wenn andere Erhebungen – etwa Freedom House (FH) und der BTI zu dem Ergebnis kommen, dass demokratische Rechte in gerade diesem Land massiv in Frage gestellt seien. Zugleich darf nicht von der Hand gewiesen werden, dass traditionelle soziale Praxen wie sie etwa die Chieftaincy (die Rolle traditioneller Häuptlinge betreffend) in vielen afrikanischen Gesellschaften darstellt, deutlich demokratische Merkmale aufweisen können. Will man also den Zusammenhang von D und KP in Entwicklungsgesellschaften untersuchen, kommt man an einem der Untersuchung zugrunde liegenden D-begriff zunächst nicht herum.
1. Der Klimawandel und seine Bedeutung für die Entwicklungsländer: Einführung in die globalen Risiken des Klimawandels und die spezifische Betroffenheit von Entwicklungsländern.
2. Demokratie und Klimawandel: Erörterung theoretischer Hypothesen zum Zusammenhang zwischen Demokratie und Klimaschutz sowie Festlegung des methodischen Rahmens.
3. Muster-Demokratie Ghana: Analyse der politischen, wirtschaftlichen und klimatischen Gegebenheiten Ghanas im Kontext seiner Klimapolitik.
4. Sorgenkind Nigeria: Untersuchung der klimapolitischen Herausforderungen Nigerias unter Berücksichtigung der starken Abhängigkeit von fossilen Ressourcen.
5. Klassenrowdy Uganda: Auswertung der Klimapolitik in Uganda unter den Bedingungen eines eher autoritären politischen Systems.
6. Ergebnisdiskussion: Vergleichende Chancen-Schwächen-Analyse der drei Fallbeispiele hinsichtlich ihrer Klimapolitik.
7. Schlussfolgerungen und Ausblick: Kritische Reflexion der Ergebnisse und Diskussion des Demokratiebegriffs in Entwicklungsländern.
8. Zusammenfassung: Synthese der Untersuchungsergebnisse hinsichtlich der Wirkzusammenhänge zwischen Demokratie und Klimapolitik.
Klimawandel, Demokratie, Klimapolitik, Entwicklungsländer, Ghana, Nigeria, Uganda, Vulnerabilität, Anpassung, Mitigationsmaßnahmen, Treibhausgase, politische Transformation, Zivilgesellschaft, Klimaschutz, Governance
Die Arbeit analysiert den möglichen Zusammenhang zwischen dem Demokratiegrad eines Landes und der Effektivität seiner Klimapolitik anhand von drei afrikanischen Fallbeispielen.
Die Untersuchung konzentriert sich auf Ghana, Nigeria und Uganda, da diese unterschiedliche politische Verfassungen und klimapolitische Rahmenbedingungen aufweisen.
Es wird untersucht, ob demokratische Strukturen als positiver Einflussfaktor für die Klimapolitik in Entwicklungsländern fungieren können.
Der Autor führt eine interdisziplinäre, vergleichende Fallstudien-Analyse durch, die quantitative Daten aus internationalen Rankings mit qualitativen Analysen kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich nach Ländern und betrachtet jeweils Politik, Wirtschaft, klimabezogene Exponiertheit, Klimapolitik und Korrelationen mit dem Demokratiestatus.
Diese Begriffe dienen als zentrale Indikatoren, um die Verwundbarkeit gegenüber dem Klimawandel und die Fähigkeit der staatlichen Institutionen zur Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen zu messen.
Der Titel reflektiert Ghanas im Vergleich zu Nigeria und Uganda stabilere demokratische Institutionen und eine tendenziell positivere Einbindung in internationale Klimaschutzprozesse.
Frauen werden als besonders verwundbar identifiziert, besitzen jedoch gleichzeitig eine Schlüsselfunktion bei der Bewältigung von Folgen des Klimawandels, etwa durch ihre Aufgaben in der Wasser- und Nahrungsmittelversorgung.
Die Arbeit zeigt auf, dass eine hohe Abhängigkeit von fossilen Exporten (besonders in Nigeria) Klimaschutzbemühungen erschwert und Zielkonflikte zwischen wirtschaftlichem Wachstum und CO2-Minderung provoziert.
Es gibt Hinweise auf einen positiven Zusammenhang zwischen demokratischen Leistungen und Klimapolitik, jedoch sind politisch und wirtschaftlich instabile Gesellschaften weitgehend unfähig, eine effektive Klimapolitik umzusetzen, unabhängig von ihrem formellen Demokratiegrad.
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