Bachelorarbeit, 2011
72 Seiten
1 Interreligiöse Erziehung
1.1 Interkulturelle und interreligiöse Erziehung
1.2 Grundlagen interreligiöser Erziehung
1.3 Die wichtige Aufgabe der interreligiösen Erziehung
1.4 Fazit: Identitätsentwicklung als Kernaufgabe interreligiöser Erziehung
2 Identität/Identitätsentwicklung
2.1 Identität
2.2 Identitätsentwicklung nach Erik H. Erikson
2.3 Modifikation von Erikson: Identitätsentwicklung in der Migrantenfamilie
2.3.1 Keupp: Kulturelle Identität
2.3.2 Lebenssituation von Migranten
2.3.3 Lebensaufgabe: Zwischen Integration und Assimilation
2.4 Identitätsentwicklung nach Keupp als Herstellungsprozess
2.5 Fazit: Herstellung von Identität als Aufgabe für Migrantenkinder
3 Die Lebensgeschichte der Migrantenkinder
3.1 Lebenssituation von Migranten zwischen Integration und Assimilation – die eigene Geschichte
3.2 Migranten
3.3 Integration/Assimilation in der Geschichte
3.4 Meine Verknüpfungsarbeit in der Kindertagesstätte
4 Der Kindergarten – eine Herausforderung für Migrantenkinder
5 Migrantenkinder – eine Herausforderung für die Kindertagesstätten
5.1 Das Kennen der Lebensgeschichte der Migrantenkinder – eine Voraussetzung für interkulturelle/interreligiöse Erziehung
5.2 Die Sprache - der Schlüssel zur Integration
5.3 Ein Modellprojekt zur Sprachförderung
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexe Lebenssituation von Migrantenkindern, die mit der Herausforderung konfrontiert sind, ihre Identität zwischen zwei Kulturen auszubilden, und analysiert, welchen Beitrag die interreligiöse Erziehung in Kindertagesstätten hierzu leisten kann.
2.4 Identitätsentwicklung nach Keupp als Herstellungsprozess
„Der Psychologe Heiner Keupp spricht von einer „Patchworkidentität“. Er sieht den Menschen dabei als „Produzent individueller Lebenscollagen, der sich aus den vorhandenen Lebensstilen und Sinnelementen“ seine eigene Biografie in einem Prozess der Auseinandersetzung mit sich und andere zusammensetzen muss“ (Krenz 2007, S. 25).
Unter Identität versteht Keupp einen lebenslangen und aktiven Prozess der Selbstkonstruktion, wobei das Individuum versucht, sich im Strom der eigenen Erfahrungen zu begreifen. Zum einen geht es um Verknüpfungsarbeit, zum anderen um einen Passungsprozess an der Schnittstelle von Innen und Außen. Bei der Verknüpfungsarbeit geht es um den Versuch, Erfahrungen aus der Vergangenheit mit den Erfahrungen der Gegenwart zu verknüpfen und zu entscheiden, welche Rolle zukunftsorientierte Entwürfe bei diesem Verknüpfungsprozess spielen? Beim Zweiten Vorgang der Passungsarbeit geht es um den Aushandlungsprozess, welcher zwischen dem Einzelnen und seiner Umwelt stattfindet (vgl. Keupp 2008, S. 190).
1 Interreligiöse Erziehung: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen und Aufgaben einer interreligiösen und interkulturellen Erziehung als Antwort auf eine durch Migration und Globalisierung geprägte Gesellschaft.
2 Identität/Identitätsentwicklung: Hier werden zentrale theoretische Modelle zur Identitätsentwicklung nach Erikson und Keupp vorgestellt und kritisch auf die Lebenssituation von Migrantenfamilien angewendet.
3 Die Lebensgeschichte der Migrantenkinder: Dieses Kapitel verknüpft autobiografische Einblicke mit der allgemeinen Lebenssituation von Migranten und thematisiert Herausforderungen wie Ausgrenzung und Akkulturation.
4 Der Kindergarten – eine Herausforderung für Migrantenkinder: Es wird die besondere Rolle der Kindertagesstätte als erster Ort der Konfrontation mit der deutschen Kultur und Sprache für Kinder mit Migrationshintergrund beleuchtet.
5 Migrantenkinder – eine Herausforderung für die Kindertagesstätten: Dieses Kapitel fokussiert auf das notwendige Hintergrundwissen für pädagogische Fachkräfte sowie die entscheidende Bedeutung der Sprachförderung und präsentiert Modellprojekte zur Integration.
6 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, die unterstreicht, warum eine interreligiöse Erziehung in Kindertagesstätten für die Identitätsbildung von Migrantenkindern unerlässlich ist.
Migrantenkinder, Identitätsentwicklung, interreligiöse Erziehung, interkulturelle Pädagogik, Integration, Assimilation, Sprachförderung, Kindertagesstätte, Patchworkidentität, Migrationshintergrund, Identitätsarbeit, Lebensgeschichte, kulturelle Identität, Wertschätzung, Diversität.
Die Arbeit befasst sich mit der komplexen Lebenssituation von Kindern mit Migrationshintergrund in Deutschland und der Rolle der Kindertagesstätte bei der Unterstützung ihrer Identitätsbildung.
Zentrale Themen sind die Identitätsentwicklung zwischen zwei Kulturen, die Bedeutung von interreligiöser und interkultureller Erziehung sowie die Wichtigkeit der deutschen Sprache für eine erfolgreiche Integration.
Die Arbeit untersucht, wie interreligiöse Erziehung in Kindertagesstätten dazu beitragen kann, Migrantenkindern bei der Entwicklung einer stabilen Identität inmitten gesellschaftlicher Anforderungen zu helfen.
Die Autorin stützt sich auf eine fundierte theoretische Analyse relevanter Fachliteratur, insbesondere die Identitätsmodelle von Erik H. Erikson und Heiner Keupp, ergänzt durch autobiografische Einblicke und Praxisbeispiele.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Identitätskonzepte als auch die konkrete pädagogische Praxis, inklusive Sprachförderungsmodellen und den Herausforderungen für ErzieherInnen, detailliert erörtert.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Identitätsentwicklung, Migrationshintergrund, interkulturelle Pädagogik, Patchworkidentität und Sprachförderung.
Keupps Konzept dient als theoretische Grundlage, um Identität nicht als feststehend, sondern als aktiven, lebenslangen Konstruktionsprozess zu verstehen, was besonders für Kinder in einer multikulturellen Umgebung relevant ist.
Sprache wird als wesentlicher Schlüssel zur Teilhabe an der Gesellschaft angesehen. Fehlende Sprachkompetenz kann zu Ausgrenzung führen und die Persönlichkeitsbildung sowie den Bildungserfolg massiv erschweren.
Fachkräfte werden aufgefordert, eine offene, wertschätzende Grundhaltung einzunehmen, kulturelle Vielfalt als Chance zu begreifen und aktiv an einer interreligiösen Atmosphäre mitzuwirken.
Die Autorin kommt zu dem Fazit, dass eine interreligiöse Erziehung in allen Kindertagesstätten unumgänglich ist, um Migrantenkindern eine bewusste Identitätsentwicklung und ein respektvolles Miteinander in der Gesellschaft zu ermöglichen.
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