Bachelorarbeit, 2015
76 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Aufwachsen in medialen Welten
2.1 Lebensbedingungen und Lebensvollzüge von Kindern und Jugendlichen
2.1.1 Empirische Befunde zur kommunikativen und unterhaltungsorientierten Mediennutzung
2.1.2 Erziehungsinstanzen im Wandel
2.1.3 Auf Orientierungssuche: Mediale Identitätsarbeit
2.2 Generation Video-Blogger – Selbst einmal Star sein
2.2.1 Selbstpräsentation in Video-Blogs
2.2.2 YouNow als Web-Vlog
2.2.3 Problemfelder bei der Nutzung durch Kinder und Jugendliche
2.3 Jugendschutz und neue Medien
2.4 Medienkompetenz bei Kindern und Jugendlichen
2.4.1 Dimensionen und Ausprägungen von Medienkompetenz
2.4.2 Empirische Befunde zur Wahrnehmung und Bewertung von Online-Risiken
3. Erkenntnisinteresse und Forschungsfragen
3.1 Die Risikoperspektive aus Expertensicht
3.2 Dimensionen im (kompetenten) Umgang: Wahrnehmung und Bewertung
4. Empirisches Vorgehen
4.1 Studiendesign
4.1.1 Wahl der Methoden: Experten- und Leitfadeninterviews
4.1.2 Untersuchungsinstrument
4.2 Stichprobe
4.3 Datenerhebung: Rekrutierung und Ausführung der Interviews
4.4 Datenauswertung: Transkription, Kategoriensystem und Typenbildung
5. Ergebnisse der Interviewstudie
5.1 YouNow aus Expertensicht
5.1.1 Kontakt-, Konfrontations- und Datenschutzrisiken für junge Nutzer
5.1.2 Schwere Grundbedingungen für den Jugendmedienschutz
5.2 Medienkompetenz bei der Nutzung von YouNow
5.2.1 (Un)reflektiertes Nutzungsverhalten
5.2.2 Das (fehlende) Bewusstsein über Gefahren und Risiken
5.3 Typen jugendlicher Medienkompetenz: Fallbeschreibung und Clusterporträts
5.3.1 Fallbeschreibung des Unbekümmerten
5.3.2 Fallbeschreibung des Souveränen
5.3.3 Fallbeschreibung des Rationalen
5.3.4 Fallbeschreibung des Kritischen
6. Fazit
6.1 Zusammenfassung und Diskussion
6.2 Reflexion
6.3 Ausblick
7. Literaturverzeichnis
Die vorliegende Abschlussarbeit untersucht explorativ den potenziellen Gefährdungsgrad der Live-Streaming-Plattform YouNow für Kinder und Jugendliche. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Fokus, welchen Problemen der Jugendmedienschutz auf dieser Plattform gegenübersteht und inwieweit junge Nutzer diese neue Technologie kompetent, kreativ und kritisch verwenden.
2.2.2 YouNow als Web-Vlog
In a moment when social media and TV are converging, we’re proud to provide a product that fuses the experience of broadcasting, gaming, performing and social networking, giving direct power to the people and enabling them to discover and create new kinds of interactive content in real-time. (YouNow, 2014)
So heißt es auf der Startseite der SM-Plattform YouNow. Wie bereits erwähnt, hebt sich der Online-Dienst von YouTube für den Betrachter durch die Eigenschaft des Live-Streamings ab, einer internetbasierten Echtzeitübertragung von Bild und Ton. In diesem Kapitel soll die Funktionsweise von YouNow beschrieben werden. Dabei bezieht sich der folgende Abschnitt, wenn nicht anders angegeben, auf eigene Recherche auf YouNow (2014).
Für den Zugang wird ein Gerät mit Internetzugang und Webcam benötigt. Der Online-Dienst ist neben der Desktop-Anwendung auch als App für iOs- und Android-Geräte für die mobile Nutzung verfügbar, die im Google Play Store circa 1 Millionen Mal heruntergeladen wurde. Veröffentlichte Livestreams können von dem Online-Publikum rezipiert und kommentiert werden. Mitglieder müssen sich anmelden und kreieren, ähnlich wie bei YouTube, eine eigene Seite. Die kostenlose Registrierung kann zum einen auf YouNow direkt erfolgen. Zum anderen wird dem Nutzer eine Anmeldung via Single Sign-On, über ein gängiges Social-Media-Konto, wie Facebook, Twitter, Google+ und neuerdings Instagram und YouTube angeboten, wie in Abbildung 1 dargestellt.
1. Einleitung: Einführung in das Phänomen YouNow, die zunehmende Bedeutung von Live-Streaming bei Kindern und Jugendlichen sowie die Problemstellung bezüglich Risiken und Schutzbedarfen.
2. Aufwachsen in medialen Welten: Darstellung der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen, der Rolle von Vorbildern (YouTubern) und theoretischen Grundlagen von Medienkompetenz und Jugendschutz.
3. Erkenntnisinteresse und Forschungsfragen: Ableitung der wissenschaftlichen Fragestellungen aus den theoretischen Erkenntnissen, fokussiert auf die Risikoperspektive und den kompetenten Umgang mit der Plattform.
4. Empirisches Vorgehen: Beschreibung des qualitativen Forschungsdesigns, der Experten- und Leitfadeninterviews, der Stichprobe sowie des Auswertungsprozesses mittels qualitativer Inhaltsanalyse.
5. Ergebnisse der Interviewstudie: Analyse und Darstellung der Daten aus den Experteninterviews und den Befragungen von Kindern und Jugendlichen, inklusive der Typenbildung jugendlicher Medienkompetenz.
6. Fazit: Zusammenfassende Diskussion der Ergebnisse, methodische Reflexion des Forschungsdesigns sowie ein Ausblick auf zukünftige medienpädagogische Maßnahmen.
Medienkompetenz, Jugendmedienschutz, YouNow, Live-Streaming, Social Media, Online-Risiken, Cybermobbing, Cybergrooming, Internetkompetenz, Qualitative Studie, Mediennutzung, Jugendliche, Datensicherheit, Altersverifikation, Nutzungsverhalten.
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und Risiken für Kinder und Jugendliche auf der Live-Streaming-Plattform YouNow im Hinblick auf den Jugendmedienschutz und deren Medienkompetenz.
Die Schwerpunkte liegen auf den Risiken durch Live-Charakter und Datenfreigabe, der Wirksamkeit des Jugendschutzes bei ausländischen Diensten sowie der Entwicklung von Handlungstypen im Umgang mit der Plattform.
Das Ziel ist es, den Gefährdungsgrad für Teenager zu erfassen und zu analysieren, wie kompetent, reflektiert und kritisch junge Nutzer mit der neuen Technologie und den damit verbundenen Anforderungen umgehen.
Es wurde ein qualitativer Ansatz gewählt, bestehend aus einem Experteninterview mit der LMK sowie leitfadengestützten Interviews mit zehn Kindern und Jugendlichen zwischen 11 und 17 Jahren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Medienumgangs bei Jugendlichen, eine empirische Datenerhebung und eine anschließende Auswertung und Typenbildung (der Unbekümmerte, der Souveräne, der Rationale, der Kritische).
Die wichtigsten Begriffe sind Medienkompetenz, Jugendmedienschutz, Live-Streaming, Social Media Plattform, Online-Risiken und Nutzungsverhalten.
Die Expertin stuft das Risiko aufgrund des Live-Charakters als erhöht ein und betont, dass der Jugendschutz bei ausländischen Diensten schwierig ist, da diese nur durch Dialog und Appelle beeinflusst werden können.
Die Studie identifiziert vier Typen: den "Unbekümmerten" (sorglos, naiv), den "Souveränen" (zielstrebig, kennt Risiken), den "Rationalen" (reflektiert Chancen/Risiken ab) und den "Kritischen" (vorsichtig, sicherheitsbewusst).
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