Bachelorarbeit, 2014
41 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Relevanz der Erfolgsbestimmung von Kooperationen
3 Systematisierung der Methoden zur Erfolgsbestimmung
3.1 Definition eines Erfolgsbegriffs zur Beurteilung von Kooperationen
3.2 Eindimensionale Methoden
3.2.1 Periodenbezogene Ergebnisrechnung
3.2.2 Wertsteigerungsanalyse
3.2.3 Aktivitätsbasierte Erfolgsmessung
3.2.4 Zwischenfazit – eindimensionale Methoden
3.3 Mehrdimensionale Methoden
3.3.1 Nutzwertanalyse
3.3.2 Balanced Scorecard
3.3.3 Zwischenfazit – mehrdimensionale Methoden
4 Zusammenfassende Beurteilung der Methoden
5 Fazit
Das Hauptziel dieser Bachelorarbeit ist die Systematisierung und kritische Evaluierung gängiger Methoden zur Erfolgsbestimmung von Unternehmenskooperationen, um Unternehmen eine fundierte Basis zur Beurteilung der Zielerreichung ihrer Kooperationsaktivitäten zu bieten.
3.2.1 Periodenbezogene Ergebnisrechnung
Die periodenbezogene Ergebnisrechnung ist eine quantitative Erfolgsmessungsmethode und stellt die mit der Kooperation verbundenen Erlöse und Kosten der vergangenen Periode gegenüber. Aufgrund der Beschränkung auf die abgelaufene Periode handelt es sich um ein vergangenheitsorientiertes Verfahren mit kurzer Fristigkeit. Der Kooperationserfolg einer Periode ist definiert als die Differenz zwischen den periodenbezogenen Erlösen und Kosten, die den Kooperationsaktivitäten zuzuordnen sind.
Um die Zusammensetzung des Ergebnisses darzustellen, kann eine Erfolgsrechnung in Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnungen unterschieden werden. Analog zu der Kostenrechnung in hierarchischen Einzelunternehmungen kann es auch in Kooperationen Kostenrechnungssysteme der Ist-, Normal- und Plankostenrechnung geben, abhängig von dem Informationsbedarf der Kooperationsführung. Die Kalkulation von Plan- und Normalkosten dient dabei einer Vorkalkulation, während die Istkosten die Basis einer mitlaufenden und einer Nachkalkulation darstellen.
In einer Kostenartenrechnung müssen alle Kosten erfasst werden, die den Kooperationsaktivitäten zurechenbar sind. Dazu zählen sowohl die Kosten in der Unternehmung selbst als auch anteilige Kosten des Partnerunternehmens. Aufgrund möglicher Unterschiede in den Kostenbegriffen der Kooperationspartner ist es unter Umständen notwendig, eine gemeinsame Basis zu schaffen, beispielsweise mit einer Anpassung der Kontenrahmen. Aus Wirtschaftlichkeitsgründen sollte vor einer Anpassung der damit verbundene Aufwand berücksichtigt werden. Ist eine Kooperation nur auf einen kurzen Zeithorizont geplant und fallen im Laufe der Partnerschaft sehr unterschiedliche Kostenarten an, ist eine aufwendige Anpassung wenig sinnvoll.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die wachsende Bedeutung von Unternehmenskooperationen ein und erläutert die Notwendigkeit einer systematischen Erfolgsbestimmung.
2 Relevanz der Erfolgsbestimmung von Kooperationen: Dieses Kapitel begründet die Notwendigkeit der Erfolgsmessung durch die hohe Komplexität und die signifikante Misserfolgsrate von Unternehmenskooperationen.
3 Systematisierung der Methoden zur Erfolgsbestimmung: Hier erfolgt eine Einteilung der Messansätze in eindimensionale und mehrdimensionale Methoden, wobei deren Funktionsweise und Eignung detailliert analysiert werden.
3.1 Definition eines Erfolgsbegriffs zur Beurteilung von Kooperationen: Dieses Kapitel leitet einen Erfolgsbegriff her, der als Basis für die weitere Untersuchung dient und den Fokus auf den Kooperationsbereich der beteiligten Partner legt.
3.2 Eindimensionale Methoden: Hier werden rein quantitative Ansätze vorgestellt, die den Kooperationserfolg primär auf Basis ökonomischer Kennzahlen wie Kosten und Erlöse bestimmen.
3.2.1 Periodenbezogene Ergebnisrechnung: Das Kapitel beschreibt eine vergangenheitsorientierte Methode, die den Erfolg als Differenz von Erlösen und Kosten einer Periode quantifiziert.
3.2.2 Wertsteigerungsanalyse: Dieser Ansatz überträgt die Logik der Shareholder Value Analysis auf Kooperationen, um deren Beitrag zur langfristigen Wertsteigerung zu beurteilen.
3.2.3 Aktivitätsbasierte Erfolgsmessung: Diese Methode verknüpft die Erfolgsbeiträge einzelner Kooperationsaktivitäten zu einem Gesamterfolg unter Berücksichtigung von Kosten und Nutzen.
3.2.4 Zwischenfazit – eindimensionale Methoden: Dieses Zwischenfazit fasst die Ergebnisse der eindimensionalen Methoden zusammen und verdeutlicht deren Grenzen bei der Abbildung qualitativer Aspekte.
3.3 Mehrdimensionale Methoden: In diesem Abschnitt werden Ansätze vorgestellt, die neben monetären Größen auch qualitative Kriterien in die Erfolgsbewertung einbeziehen.
3.3.1 Nutzwertanalyse: Die Nutzwertanalyse wird als Instrument vorgestellt, um komplexe Ziele mittels gewichteter Zielerfüllungsgrade mehrdimensional zu bewerten.
3.3.2 Balanced Scorecard: Hier wird die Balanced Scorecard als strategisches Kommunikations- und Steuerungsinstrument analysiert, das verschiedene Unternehmensperspektiven integriert.
3.3.3 Zwischenfazit – mehrdimensionale Methoden: Dieses Fazit unterstreicht die Eignung mehrdimensionaler Ansätze zur ganzheitlichen Erfolgsbetrachtung trotz Herausforderungen bei der Operationalisierung.
4 Zusammenfassende Beurteilung der Methoden: Die vorangegangenen Analysen werden hier synthetisiert, um eine Empfehlung für ein Gesamtsystem der Erfolgsmessung zu geben.
5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf bezüglich wirtschaftlicherer Kooperationsanalysen.
Unternehmenskooperation, Erfolgsbestimmung, Erfolgsmessung, Kooperationscontrolling, Zielansatz, Periodenbezogene Ergebnisrechnung, Wertsteigerungsanalyse, Aktivitätsbasierte Erfolgsmessung, Nutzwertanalyse, Balanced Scorecard, Kooperationsstrategie, Kooperationserfolg, Kostenrechnung, Strategische Allianzen, Unternehmenssteuerung
Die Arbeit beschäftigt sich mit der systematischen Untersuchung und Bewertung verschiedener betriebswirtschaftlicher Methoden, mit denen Unternehmen den Erfolg ihrer Kooperationen messen können.
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Kooperationserfolg, die Einteilung in ein- und mehrdimensionale Messmethoden sowie die Analyse von deren Vor- und Nachteilen für die praktische Anwendung.
Das primäre Ziel ist es, ein Verständnis für die Eignung verschiedener Erfolgsmessungs-Methoden zu schaffen und zu zeigen, wie Unternehmen diese Ansätze zur gezielten Erfolgssteuerung kombinieren können.
Der Autor nutzt eine systematische Literaturanalyse und evaluierende Methodenvergleiche, um die Stärken und Schwächen der betrachteten Instrumente (wie z.B. Nutzwertanalyse oder Balanced Scorecard) herauszuarbeiten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung und kritische Würdigung eindimensionaler, quantitativer Methoden sowie mehrdimensionaler Ansätze, die auch qualitative Kriterien einbeziehen.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Kooperationscontrolling, Erfolgsbestimmung, Nutzwertanalyse, Balanced Scorecard und strategische Allianzen.
Da Kooperationen oft nur Teile des Unternehmens betreffen und die Ziele der Partner nicht identisch sind, ist die Konzentration auf den spezifischen Kooperationsbereich des Partners oft sinnvoller als eine Untersuchung der Gesamtkooperation.
Wie die Arbeit aufzeigt, können eindimensionale, monetäre Methoden qualitative Erfolgsfaktoren (z.B. Wissensaustausch, strategische Positionierung) kaum abbilden, was bei komplexen Kooperationen zu unvollständigen Ergebnissen führt.
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