Bachelorarbeit, 2014
61 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Forschungsstand mit daraus resultierender Hypothesenbildung
2.1 Darlegung des bisherigen Erkenntnisstandes
2.2 Darstellung verschiedener Filmfunktionsmodelle
2.3 Strukturanalytische Ansätze
2.4 Formulierung der Hypothesen
3 Methodenbeschreibung
3.1 Untersuchungsdesign
3.2 Auswahlverfahren des Filmmaterials
3.3 Entwicklung des Fragebogens
3.4 Durchführung der Befragung
4 Musik-/Filmbildanalyse des Filmmaterials
4.1 Methodische Kriterien für die Filmanalyse
4.2 Kurzbeschreibung des verwendeten Filmmaterials
4.2.1 Filmszene aus Django Unchained zu der Musik von Ludwig van Beethoven Klavierstück a-Moll WoO 59 „Für Elise“
4.2.2 Filmszene aus Equilibrium zu der Musik von Ludwig van Beethoven – neunte Sinfonie, erster Satz
4.2.3 Filmszene aus Die Verurteilten zu der Musik von Wolfgang Amadeus Mozart - Duettino - Sull'aria aus Die Hochzeit des Figaro
5 Ergebnisse der empirischen Untersuchung
5.1 Rücklauf und methodische Probleme
5.2 Soziodemographische Daten
5.3 Ergebnisse der Umfrage
6 Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht den wechselseitigen Einfluss von Filmbildern auf die Musikwahrnehmung und prüft, inwiefern ein ansprechendes Filmbild das musikalische Präferenzverhalten der Rezipienten beeinflussen kann. Das primäre Ziel ist es, in Anlehnung an die Studie von Susanne Keuchel, Erkenntnisse über die audiovisuellen Zusammenhänge in einem modernen Kontext zu gewinnen und zu überprüfen, ob eine positive Assoziation mit Filmbildern dazu beitragen kann, die Wahrnehmung von klassischer Musik positiv zu verändern.
4.2.1 Filmszene aus Django Unchained zu der Musik von Ludwig van Beethoven Klavierstück a-Moll WoO 59 „Für Elise“
In Django Unchained geht es im Haupthandlungsstrang darum, dass der einstige Sklave Django seine Frau Broomhilda befreien will. Dr. King Schultz, der als Kopfgeldjäger zu Beginn des Films auf die Hilfe Djangos angewiesen war und ihn daher befreite, möchte ihn bei seinem Vorhaben unterstützen. Die beiden gehen zu dem Plantagenbesitzer Calvin Candie, in dessen Besitz sich Broomhilda befindet, und wollen ihn mit einer Lüge überlisten. Durch den Hausdiener Stephen wird der Plan jedoch enttarnt und die Angelegenheit droht zu eskalieren. Der Verkauf Broomhildas an Dr. King Schultz und Django findet trotz gegenseitiger Abneigung statt. Als Calvin Candie am Ende der Verhandlungen jedoch einen Händedruck verlangt, den Dr. King Schultz aufgrund seiner tiefgreifenden Aversion ihm gegenüber nicht bereit ist zu geben, nutzt Schultz die Situation und erschießt Calvin Candie. Im Feuergefecht wird daraufhin auch Dr. King Schultz erschossen. Der Film endet damit, dass Django und Broomhilda frei und wieder miteinander vereint sind.
Die gewählte Filmszene spielt kurz vor dem Tod von Dr. King Schultz. In der Szene sieht man, wie Calvin Candie gerade das Formular aufsetzt und unterschreibt – der Plan von Dr. King Schultz und Django scheint also aufzugehen. Dr. King Schultz sitzt währenddessen in einem Sessel und wartet auf die Fertigstellung des Vertrags. Dabei wird Für Elise von Ludwig van Beethoven von einer Harfenistin gespielt. Dr. King Schultz wird in diesem Moment von den erst kurz zurückliegenden Erinnerungen gequält, in denen ein Sklave Calvin Candies von dessen Hunden auf grausame Weise zerfleischt wird.
1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Forschungsinteresse an der wechselseitigen Beeinflussung von Musikwahrnehmung und Filmbildern sowie die Motivation zur Überprüfung älterer Studien in einem modernen Kontext.
2 Forschungsstand mit daraus resultierender Hypothesenbildung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über bisherige musikpsychologische und strukturanalytische Ansätze zur audiovisuellen Rezeption und leitet daraus drei zentrale Hypothesen für die eigene Untersuchung ab.
3 Methodenbeschreibung: Hier wird das Untersuchungsdesign der Online-Befragung sowie die Kriterien zur Auswahl der Filmszenen und die Konzeption der Fragebögen detailliert beschrieben.
4 Musik-/Filmbildanalyse des Filmmaterials: Dieser Hauptteil widmet sich der konkreten Analyse der ausgewählten Filmszenen aus Django Unchained, Equilibrium und Die Verurteilten unter Einbeziehung von Bild- und Musikelementen.
5 Ergebnisse der empirischen Untersuchung: Das Kapitel präsentiert die Auswertung der Umfragedaten, setzt diese in Bezug zu den aufgestellten Hypothesen und analysiert die soziodemographischen Merkmale der Probanden.
6 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung reflektiert die Ergebnisse der Untersuchung, bewertet die Bestätigung der Hypothesen und gibt einen Ausblick auf mögliche weiterführende Forschungsansätze.
Filmmusik, Musikwahrnehmung, Audiovisuelle Rezeption, Klassische Musik, Filmanalyse, Musikpräferenz, Empirische Untersuchung, Filmfunktionsmodelle, Medienpsychologie, Django Unchained, Equilibrium, Die Verurteilten, Musiksoziologie, Strukturanalytische Ansätze, Rezipientenforschung
Die Arbeit untersucht, wie Filmbilder die Wahrnehmung von Musik beeinflussen und ob ein ansprechendes Filmbild dazu führen kann, dass auch bei jüngeren Menschen eine positive Einstellung zu klassischer Musik geweckt wird.
Zentrale Themen sind die audio-visuelle Musikrezeption, die Wirkung von Filmmusikmodellen, der Einfluss von Film auf das musikalische Präferenzverhalten sowie die psychologische Verarbeitung von Musik in einem filmischen Kontext.
Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, ob und wie Filmbilder die Wahrnehmung und Beurteilung von Musik verändern können, insbesondere im Hinblick auf klassische Musikstücke, die oft als weniger populär bei jungen Menschen gelten.
Es wurde eine empirische Untersuchung in Form einer Online-Befragung durchgeführt, bei der zwei verschiedene Gruppen (Film- und Musikgruppe) mittels standardisierter Fragebögen und gezielt ausgewählter Filmszenen bzw. Musikstücken miteinander verglichen wurden.
Der Hauptteil umfasst sowohl die theoretische Fundierung durch verschiedene Filmmusikmodelle als auch die praktische Analyse der gewählten Filmszenen aus Django Unchained, Equilibrium und Die Verurteilten.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Filmmusik, Musikwahrnehmung, audiovisuelle Rezeption, klassische Musik, Filmanalyse und die Untersuchung der gegenseitigen Beeinflussung von Bild- und Tonebenen.
Diese Filme wurden ausgewählt, da ihre Szenen eine hohe emotionale Wirkung auf den Zuschauer haben, Schlüsselmomente darstellen und sich zudem verschiedenen Kategorisierungen (kontrapunktierend, paraphrasierend, polarisierend) zuordnen lassen.
Die Interferenztheorie wird als Gegenpol diskutiert; sie besagt, dass sich zwei Informationssysteme (Musik und Bild) gegenseitig stören oder abschwächen könnten, was in der Untersuchung kritisch geprüft wurde.
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