Masterarbeit, 2013
58 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung: Die Notwendigkeit zum Ausbau kompetenzorientierter Leistungsmessungen und -beurteilungen im Schulsystem Baden-Württembergs
2 Begriffserläuterungen
2.1 Management an öffentlichen Schulen in Baden-Württemberg
2.1.1 Management im Allgemeinen
2.1.2 Bildungsmanagement
2.1.3 Schulmanagement
2.2 Die neue Lernkultur
2.2.1 Individuelles und kooperatives Lernen im offenen Unterricht
2.2.2 Differenzierung zur individuellen Förderung des einzelnen Schülers
2.3 Prüfungsverfahren an öffentlichen Schulen
2.3.1 Schulische Leistungsmessung und beurteilung
2.3.2 Kompetenzorientiertes Prüfen
2.3.3 Möglichkeiten zum Ausbau kompetenzorientierter Leistungsmessungen und -beurteilungen im Schulsystem Baden-Württembergs
3 Analyse des Schulmanagements öffentlicher Schulen in Baden-Württemberg anhand des orientierenden Rahmenmodells
3.1 Das orientierende Rahmenmodell von Müller
3.2 Der rechtliche Status öffentlicher Schulen in Baden-Württemberg
3.3 Anwendung des orientierenden Rahmenmodells auf öffentliche Schulen in Baden Württemberg
3.4 Spannungs- und Tätigkeitsfelder des Schulmanagements in Baden-Württemberg
4 Die Gestaltung und Durchführung von Leistungsmessungen und -beurteilungen als Gegenstand des Schulmanagements in Baden-Württemberg
4.1 Die Bedeutung von Leistungsmessungen und -beurteilungen
4.2 Richtlinien zur Gestaltung und Durchführung schulischer Leistungsmessungen und -beurteilungen
4.3 Die Notenbildungsverordnung des Landes Baden-Württemberg
4.4 Spannungs- und Tätigkeitsfelder des Schulmanagements in Baden-Württemberg bei der Gestaltung und Durchführung von Leistungsmessungen und -beurteilungen
5 Die Herausforderungen des Schulmanagements bei der Gestaltung und Durchführung von Leistungsmessungen und -beurteilungen im Rahmen der neuen Lernkultur
5.1 Merkmale und Methoden kompetenzorientierten Prüfens
5.2 Die Rechtslage seit der Einführung der Gemeinschaftsschulen
5.3 Empfehlungen der Erziehungswissenschaft bezüglich der Gestaltung und Durchführung kompetenzorientierter Leistungsmessungen und beurteilung
5.4 Spannungs- und Tätigkeitsfelder des Schulmanagements in Baden-Württemberg hinsichtlich der Gestaltung und Durchführung kompetenzorientierter Leistungsmessungen und beurteilung
6 Die Möglichkeiten des Bildungsmanagements beim Ausbau kompetenzorientierter Leistungsmessungen und -beurteilungen im Schulsystem Baden-Württembergs
6.1 Die Ausgangslage des Schulmanagements an öffentlichen Schulen
6.2 Die Möglichkeiten und Grenzen des Schulmanagements
6.3 Die Möglichkeiten des Bildungsmanagements der Kultusverwaltung in Baden Württemberg
7 Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Spannungs- und Tätigkeitsfelder des Schulmanagements in Baden-Württemberg vor dem Hintergrund der Einführung kompetenzorientierter Leistungsmessungen und -beurteilungen im Rahmen der neuen Lernkultur. Ziel ist es, Schulleitungen Einblicke in den komplexen Aufgabenbereich zu vermitteln und Handlungsempfehlungen für ein effizienteres Bildungsmanagement abzuleiten.
2.2.1 Individuelles und kooperatives Lernen im offenen Unterricht
Der Begriff des offenen Unterrichts bezeichnet grundsätzlich alle schüleraktiven Lehr- und Lernformen, in denen die Lernenden selbstgesteuert, eigeninitiativ, entdeckend und problemlösungsorientiert agieren. Er umfasst sowohl individuelle als auch kooperative Lernformen. Als Beispiele führt Jürgens die didaktischen Methoden des Arbeitsplans, des Stationenlernens, der Frei- und der Projektarbeit auf (vgl. Jürgens 2003, S. 15ff.).
Wehr bezeichnet kooperatives Lernen als „Interaktionsform, bei der die beteiligten Personen gemeinsam und in wechselseitigem Austausch Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben“ (Wehr 2010, S.34). Durch Kommunikation der Lernenden untereinander regen diese sich gegenseitig dazu an, das Gelernte zu reflektieren und somit effektiv zu verarbeiten. Solche Lernformen versetzen die Lernenden in Situationen, in denen sie selbst aktiv werden und eigene Problemlösungsstrategien entwickeln müssen. Die Verantwortung für die Gestaltung des Lernprozesses obliegt nicht mehr nur der Lehrkraft, sondern geht zu einem großen Teil auf den Schüler über. Auf diese Weise gestalten sich diese Lernformen besonders nachhaltig, da sie selbstständiges Lernen initiieren (vgl. ebd., S. 36).
Somit ist das kooperative eng mit dem individuellen Lernen verknüpft, für das häufig die Synonyme des eigenverantwortlichen, selbstständigen, selbstreflexiven, selbstbestimmten, selbstregulierten, selbstorganisierten, individualisierten oder autonomen Lernens gebraucht werden (vgl. Wacker 2010, S. 284). Diese Bezeichnungen umfassen den Prozess des eigenständigen Setzens von Lernzielen, des Auswählens und Einsetzens von angemessenen Techniken und Problemlösungsstrategien sowie deren Reflexion (vgl. Jürgens 2003, S. 33). Da man sich in der Fachliteratur bisher auf keine einheitliche Terminologie verständigt hat (vgl. Wacker 2010, S. 284), legt sich die Autorin zur Vereinfachung im Rahmen ihrer Arbeit auf den Begriff des individuellen Lernens fest.
1 Einleitung: Die Notwendigkeit zum Ausbau kompetenzorientierter Leistungsmessungen und -beurteilungen im Schulsystem Baden-Württembergs: Die Einleitung thematisiert den Reformbedarf im baden-württembergischen Schulwesen infolge des PISA-Debatten und der Einführung neuer Schularten wie der Gemeinschaftsschule.
2 Begriffserläuterungen: In diesem Kapitel werden zentrale Fachbegriffe wie Bildungsmanagement, Schulmanagement und neue Lernkultur theoretisch hergeleitet und definiert.
3 Analyse des Schulmanagements öffentlicher Schulen in Baden-Württemberg anhand des orientierenden Rahmenmodells: Die Autorin wendet Müllers Rahmenmodell an, um die komplexe Struktur und den rechtlichen Kontext des Managements an öffentlichen Schulen zu analysieren.
4 Die Gestaltung und Durchführung von Leistungsmessungen und -beurteilungen als Gegenstand des Schulmanagements in Baden-Württemberg: Es werden die Funktionen von Leistungsprüfungen sowie die rechtlichen Vorgaben, insbesondere durch die Notenbildungsverordnung, detailliert beschrieben.
5 Die Herausforderungen des Schulmanagements bei der Gestaltung und Durchführung von Leistungsmessungen und -beurteilungen im Rahmen der neuen Lernkultur: Dieses Kapitel beleuchtet spezifische Methoden der Kompetenzmessung und die Rolle der Gemeinschaftsschulen bei der Reform der pädagogischen Diagnostik.
6 Die Möglichkeiten des Bildungsmanagements beim Ausbau kompetenzorientierter Leistungsmessungen und -beurteilungen im Schulsystem Baden-Württembergs: Abschließend werden Strategien für Führungskräfte zur Steuerung der Schulentwicklungsprozesse und der Einbindung des Kollegiums aufgezeigt.
Bildungsmanagement, Schulmanagement, Kompetenzorientierung, Leistungsmessung, Leistungsbeurteilung, Baden-Württemberg, neue Lernkultur, Schulleitung, pädagogische Diagnostik, Schulrecht, Notenbildungsverordnung, Gemeinschaftsschule, individuelle Förderung, Qualitätssicherung, Schulentwicklung.
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Herausforderungen des Bildungsmanagements an öffentlichen Schulen in Baden-Württemberg bei der Umsetzung kompetenzorientierter Leistungsbewertungen innerhalb einer sich wandelnden Lernkultur.
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen für Schulleitungen, der Anwendung von Managementmodellen auf den Schulbetrieb und der praktischen Gestaltung von Leistungserhebungen.
Das Ziel ist es, Schulleitungen fundierte Einblicke in ihre steuerungsrelevanten Aufgabenbereiche zu geben und praxisnahe Handlungsempfehlungen für die Gestaltung moderner Bewertungssysteme zu formulieren.
Die Autorin nutzt das "orientierende Rahmenmodell" von Müller, um das Management an Schulen systematisch als ein System aus Prozessen, Ordnungsmomenten und Umweltsphären zu analysieren.
Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen, den Anforderungen der neuen Lernkultur an Prüfungsverfahren und den Möglichkeiten der Schulleitung, diese Prozesse trotz regulatorischer Einschränkungen aktiv mitzugestalten.
Wesentliche Begriffe sind Bildungsmanagement, Kompetenzorientierung, Leistungsbeurteilung, Schulrecht, Schulentwicklung und pädagogische Diagnostik.
Die Verordnung legt den rechtlichen Rahmen für Bewertungen fest, was den individuellen Gestaltungsspielraum der Schulen begrenzt, da sie zum Festhalten an bestimmten Notenstufen und sachlichen Bezugsnormen verpflichtet, sofern keine schulspezifischen Alternativen beschlossen werden.
Durch die im Schulgesetz verankerte Partizipation haben sie Mitspracherechte in Gremien wie der Schulkonferenz; ihre Einbindung wird von der Autorin als essenziell für einen erfolgreichen Interessensausgleich und die Akzeptanz neuer Bewertungssysteme hervorgehoben.
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