Bachelorarbeit, 2012
125 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Innere Kündigung
2.1 Definition
2.2 Erklärungsansätze
2.2.1 Psychologischer Arbeitsvertrag
2.2.2 Rahmenmodell nach Faller
2.2.3 Prozessmodell nach Krenz-Maes
2.2.4 Involvement und Commitment
2.2.5 Zusammenfassung
2.3 Empirische Forschung
2.3.1 Messinstrumente
2.3.2 Aktueller Forschungsstand
3. Arbeitszufriedenheit
3.1 Theorien und Modelle
3.1.1 Bruggemann-Modell
3.1.2 Job-Characteristics-Modell
3.2 Zusammenfassung
4. Soziale Arbeit
4.1 Berufsmotivation und Erwartungen vor dem Studium
4.2 Berufliche Realität in der Sozialen Arbeit
4.3 Zufriedenheitsforschung
4.4 Zusammenfassung
5. Empirische Untersuchung
5.1. Fragestellungen
5.1.1 Ausmaß und Verbreitung der Inneren Kündigung
5.1.2 Zusammenhang Ist-Zustand Arbeitssituation und Innere Kündigung
5.1.3 Weitere Fragestellungen
5.2 Untersuchungsdesign
5.2.1 Methodenwahl
5.2.2 Fragebogenkonstruktion
5.2.3 Pre-Test
5.2.4 Darstellung des Fragebogens
5.3 Stichprobe
5.4 Durchführung der Untersuchung
5.5 Datenauswertung
5.5.1 Datenanalyse
5.5.2 Darstellung der statistischen Verfahren
6. Ergebnisse
6.1 Beschreibung der Gesamtstichprobe
6.2 Kündigungsabsicht
6.3 Zukunftsplanung
6.4 Ist-Zustand der derzeitigen Tätigkeit
6.4.1 Häufigkeitsverteilung
6.4.2 Faktorenanalyse
6.5 Innere Kündigung
6.5.1 Häufigkeitsverteilung
6.5.2 Faktorenanalyse
6.5.3 Bestimmung der Population Innere Kündigung
6.5.4 Bildung von Fallgruppen
6.5.5 Deskription der Gruppe IK
6.5.6 Analyse der Gruppen IK und OIK
6.6 Zusammenfassung
7. Schlussbetrachtung und Diskussion
7.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
7.2 Diskussion der Vorgehensweise
7.3 Weiterführende Forschungsfragen
Ziel dieser Arbeit ist es, das Phänomen der Inneren Kündigung innerhalb der Profession der Sozialen Arbeit empirisch zu erforschen und zu klären, inwieweit Fachkräfte im Raum Niederbayern und Oberpfalz davon betroffen sind und wie sich ihre Arbeitszufriedenheit im Vergleich zu nicht betroffenen Fachkräften darstellt.
2.1 Definition
Der Begriff Innere Kündigung wurde zum ersten Mal in den 1980er Jahren von Höhn eingehender erörtert. Höhn (1989, S. 21) bezeichnet in einem ersten Definitionsversuch das Phänomen der Inneren Kündigung als den „bewusste[n] Verzicht auf Engagement und Einsatzbereitschaft“ eines Mitarbeiters. Dieser, „der innerlich kündigt, will zwar seine Stellung behalten, beabsichtigt aber, sich in keiner Weise mehr zu engagieren“ (ebd.). Der Mitarbeiter verhält sich in diesem Zustand zunehmend passiv, was sich unter anderem dadurch zeigt, dass dieser nur noch „Dienst nach Vorschrift“ macht (ebd.) und die „täglich anfallenden Routinearbeiten (...) mit möglichst geringem Aufwand erledigt“ (ebd., S. 23).
Mit diesem ersten Ansatz hat Höhn schon die wesentlichen Merkmale der Inneren Kündigung genannt: Die Absicht, seine Arbeitsanstellung zu behalten, gepaart mit gesunkenem Engagement und dem Verzicht, sich über das notwendig Maß hinaus einzubringen. Dabei sieht Höhn diesen Vorgang als eine bewusste Entscheidung der betroffenen Person.
Diesen ersten Definitionsversuch hat Hilb (1992, S. 5) um den Umstand erweitert, dass die Innere Kündigung nicht auf eine bewusste Entscheidung des Betroffenen zu reduzieren sei, sondern auch unbewusst entstehen kann. Innere Kündigung kann folglich nicht nur als der bewusste, sondern auch „unbewusste Verzicht auf Engagement am Arbeitsplatz“ verstanden werden. Dieser Ansicht zustimmend verstehen Echterhoff et al. (1994, S. 216) die Innere Kündigung als eine „persönliche Disposition, die durch bewusstes oder unbewusstes Abrücken von der Arbeitsumgebung, durch Verweigerung von Eigeninitiative und Einsatzbereitschaft im Unternehmen gekennzeichnet ist“.
1. Einleitung: Einführung in das Phänomen der Inneren Kündigung sowie Erläuterung der Relevanz für die Soziale Arbeit und Vorstellung der Forschungsabsicht.
2. Innere Kündigung: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Konstrukt der Inneren Kündigung, seinen Erklärungsmodellen und bisherigen empirischen Ansätzen.
3. Arbeitszufriedenheit: Untersuchung der verschiedenen Theorien und Modelle der Arbeitszufriedenheit sowie deren enger Zusammenhang mit der Inneren Kündigung.
4. Soziale Arbeit: Darstellung der Besonderheiten dieser Profession, insbesondere im Hinblick auf Berufsmotivation, Erwartungen und die reale Arbeitswelt.
5. Empirische Untersuchung: Detaillierte Beschreibung der Vorgehensweise, des Untersuchungsdesigns, der Stichprobe sowie der angewandten Messinstrumente und Analysemethoden.
6. Ergebnisse: Präsentation und Analyse der erhobenen Daten, inklusive Deskription der Stichprobe und der identifizierten Fallgruppen.
7. Schlussbetrachtung und Diskussion: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse, kritische Reflexion des methodischen Vorgehens und Ausblick auf weiterführende Forschungsfragen.
Innere Kündigung, Soziale Arbeit, Arbeitszufriedenheit, Commitment, Involvement, Psychologischer Arbeitsvertrag, Dienst nach Vorschrift, Berufsmotivation, Empirische Untersuchung, Burnout, Verwaltungsarbeit, Berufliche Realität, Arbeitsunzufriedenheit, Fallgruppenanalyse, Personalverantwortung.
Die Arbeit untersucht das Phänomen der Inneren Kündigung innerhalb der Profession der Sozialen Arbeit, um aufzuzeigen, wie sich der Zustand subjektiv bewerteter beruflicher Unzufriedenheit und reduzierten Engagements in diesem speziellen Berufsfeld äußert.
Die Schwerpunkte liegen auf den theoretischen Grundlagen der Inneren Kündigung, den Modellen der Arbeitszufriedenheit, den besonderen Anforderungen und Erwartungen in der Sozialen Arbeit sowie einer empirischen Untersuchung zur Erfassung dieses Verhaltens.
Das Hauptziel besteht darin, erste wissenschaftliche Erkenntnisse über das Ausmaß und die Verbreitung der Inneren Kündigung bei sozialpädagogischen Fachkräften im Raum Niederbayern und Oberpfalz zu gewinnen.
Die Untersuchung basiert auf einem standardisierten Online-Fragebogen, der an eine Stichprobe von 404 Fachkräften ausgegeben wurde. Zur Datenanalyse wurden statistische Verfahren wie die Faktorenanalyse und Gruppenbildungen eingesetzt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung der Begriffe (Innere Kündigung, Arbeitszufriedenheit, Soziale Arbeit) und eine umfassende empirische Untersuchung, die den Ist-Zustand der beruflichen Tätigkeit misst und die Gruppe der innerlich Gekündigten analysiert.
Zentrale Begriffe sind Innere Kündigung, Soziale Arbeit, Arbeitszufriedenheit, Commitment, Involvement und der psychologische Arbeitsvertrag.
Die Studie verdeutlicht, dass idealistische Motive vor dem Studium (wie der Wunsch, Menschen zu helfen) im Berufsalltag häufig durch bürokratische Prozesse, Verwaltungsaufgaben und fehlende Anerkennung sowie hohe Stressbelastungen enttäuscht werden.
Überraschenderweise konnte nicht bestätigt werden, dass Verbeamtung als Schutzfaktor vor Innerer Kündigung fungiert; unter den 23 identifizierten Fachkräften mit Innerer Kündigung befand sich interessanterweise keine einzige verbeamtete Person.
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