Masterarbeit, 2015
117 Seiten, Note: 1,7
0. Zusammenfassung
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Abgrenzung Motivation, Volition, Motiv und Anreiz
2.2 Leistungsmotivation
2.2.1 Motivkomponenten des Leistungsmotivs
2.2.2 Furcht vor Misserfolg
2.2.4 Hoffnung auf Erfolg
2.3 Erwartung-Wert Theorie
2.3.1 Werte
2.3.2 Fähigkeitsselbstkonzept
2.4 Zielorientierung
2.4.1 Die Theorie von Nicholls
2.4.2 Die Theorie von Dweck
2.4.3 2x2 Modell der Zielorientierung
2.5 Forschungsfragen und -hypothesen
3. Methodisches Vorgehen
3.1 Beschreibung der Stichprobe
3.2 Studiendesign
3.3 Planung, Ablauf und Durchführung der Erhebungsstichprobe
3.3.1 Planung der Erhebungsstichprobe
3.3.2 Ablauf und Durchführung der Erhebungsstichprobe
3.4 Unabhängige Variablen
3.4.1 Skalen zur Erfassung des schulischen Selbstkonzepts
3.4.2 Skala zur Erfassung subjektiver schulischer Werte
3.4.3 Achievement Motives Scale
3.4.4 Achievement Goal Questionnaire –revised
3.5 Abhängige Variablen
3.6 Auswertungsvorgehen
3.6.1 Vorbereitung der Rohdaten
3.6.2 Item-Missinganaylse
3.6.3 Skalenbildung
3.7 Statistische Verfahren
4. Ergebnisse
4.1 Prüfung der statistichen Voraussetzungen
4.1.1 Skalenniveau
4.1.2 Normalverteilung
4.1.3 Unabhängigkeit der Residuen.
4.1.4 Multikollinearität
4.1.5 Homoskedastizität
4.2 Deskriptive Statistik
3 Korrelative Analysen
4.3 Multiple Regressionsanalysen
4.4 Relative-Weight-Analysen
5. Diskussion
5.1 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse
5.2 Kritische Würdigung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit analysiert motivationale Konstrukte im Kontext der Genese von schulischen Leistungen bei Schülern der gymnasialen Oberstufe. Dabei wird untersucht, welchen Einfluss motivationale Faktoren wie das Fähigkeitsselbstkonzept, Werte, Zielorientierung sowie das explizite Leistungsmotiv (Hoffnung auf Erfolg und Furcht vor Misserfolg) auf die generelle und fachspezifische Schulleistung (Mathematik, Deutsch, Englisch) haben, wobei ein besonderer Fokus auf der Berücksichtigung domänenspezifischer Effekte und dem zugrunde liegenden Abstraktionsniveau liegt.
2.2.1 Motivkomponenten des Leistungsmotivs
Die Annäherungskomponente des Leistungsmotivs wird im Allgemeinen als Hoffnung auf Erfolg bezeichnet und beinhaltet die Antizipation von Stolz oder einer positiven Emotionslage bei der Bewältigung leistungsbezogener Aufgaben (Cooper & Howell, 1961; McClelland, 1985). Personen mit einer hoch ausgeprägten Hoffnung auf Erfolg streben danach, einen interindividuell zugrunde liegenden Gütemaßstab zu übertreffen (Langens et al., 2005). Die Vermeidung leistungsbezogener Situationen oder Aufgaben wird dagegen als Furcht vor Misserfolg definiert. Dieser Aspekt des Leistungsmotivs wird von einem antizipierten Gefühl der Scham oder einer negativen Emotionslage begleitet (Atkinson & Feather, 1966; McClelland, 1985). Personen mit einer hoch ausgeprägten Furcht vor Misserfolg vermeiden im Allgemeinen die Auseinandersetzung mit einem Gütemaßstab (Langens et al, 2005). Dementsprechend wird die Aufgabenwahl in Leistungssituationen von der Lageorientierung des Leistungsmotivs beeinflusst (Atkinson & Litwin, 1960, Langens et al., 2005).
Eine hohe Ausprägung der Hoffnungskomponente führt zu einer Bevorzugung von Aufgaben mit einem mittleren Schwierigkeitsgrad. Dieser Sachverhalt kann durch zwei zentrale Aspekte begründet werden: Die Bewältigung von trivialen Aufgaben bietet keine Möglichkeit zur Generierung eines potentiellen Kompetenzzuwachses oder zur Demonstration der eigenen Fähigkeiten. Aufgaben, die durch ein hohes Schwierigkeitsniveau gekennzeichnet sind, werden hingegen möglicherweise mit einer höheren Misserfolgswahrscheinlichkeit assoziiert (Atkinson 1964; McClelland, 1980, 1985).
Die Aufgabenwahl von misserfolgsorientierten Personen ist hingegen durch eine Tendenz zu Aufgaben mit einem niedrigen oder hohen Schwierigkeitsniveau gekennzeichnet. Dieser Aspekt wird mit der Evaluation von Erfolgs- und Misserfolgswahrscheinlichkeiten begründet: Aufgaben mit einem trivialen Anspruch führen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit zu einem Erfolgserlebnis. Aufgaben mit einem diffizilen Anspruch sind dagegen mit einer hohen Misserfolgswahrscheinlichkeit verknüpft. Letzterer Aspekt kann von spezifischen Attributionsmustern begleitet werden: Misserfolg wird external attribuiert (z.B. Schwierigkeit der Aufgabe) und nicht auf selbstbezogene Aspekte wie mangelnde Fähigkeiten zurückgeführt (Atkinson & Litwin, 1960; Duda, Chi, Newton, Walling & Catley, 1995; Weiner, 1985, 1986).
0. Zusammenfassung: Diese Zusammenfassung bietet einen Überblick über das Ziel der Studie, die Stichprobe von 604 Schülern, die verwendeten Erhebungsinstrumente für motivationale Konstrukte und Schulleistungen sowie die Hauptergebnisse bezüglich der prädiktiven Kraft der Konstrukte.
1. Einleitung: Hier wird die Relevanz der Untersuchung motivationaler Konstrukte für die Genese von Schulleistungen dargelegt, die theoretische Fundierung umrissen und das Ziel der Arbeit sowie der Aufbau der Studie kurz eingeführt.
2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte theoretische Basis zu Motivation, Volition, Motiven, Anreizen, Leistungsmotivation, Erwartung-Wert-Theorie und Zielorientierung, inklusive der Forschungsfragen und Hypothesen.
3. Methodisches Vorgehen: Hier werden die Stichprobe, das Studiendesign, die Planung und Durchführung der Erhebung, die operationalisierten Variablen sowie das statistische Auswertungsvorgehen umfassend erläutert.
4. Ergebnisse: In diesem Kapitel werden die statistischen Voraussetzungen geprüft, deskriptive Statistiken dargestellt, korrelative Analysen präsentiert sowie multiple Regressionsanalysen und Relative-Weight-Analysen durchgeführt und berichtet.
5. Diskussion: Das Kapitel bietet eine Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse, diskutiert die Befunde im Kontext der Forschungsliteratur und schließt mit einer kritischen Würdigung und einem Ausblick auf zukünftige Studien.
Motivation, Leistungsmotivation, Zielorientierung, Schulleistung, Fähigkeitsselbstkonzept, Erwartung-Wert-Theorie, Hoffnung auf Erfolg, Furcht vor Misserfolg, Lernziele, Leistungsziele, Domänenspezifität, Abstraktionsniveau, gymnasiale Oberstufe, prädiktive Aussagekraft, Regressionsanalyse.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen verschiedenen motivationalen Konstrukten und der schulischen Leistung von Schülern in der gymnasialen Oberstufe.
Zentrale Felder sind die Leistungsmotivation, die Erwartung-Wert-Theorie nach Eccles und Wigfield sowie verschiedene Theorien zur Zielorientierung (Nicholls, Dweck, Elliot & McGregor).
Das Ziel ist es, zu analysieren, inwieweit motivationale Konstrukte die generelle und fachspezifische Schulleistung vorhersagen können, wobei das jeweilige Abstraktionsniveau (generell vs. domänenspezifisch) besonders berücksichtigt wird.
Es wurde eine Querschnittsstudie mit 604 Schülern an fünf Gesamtschulen durchgeführt. Die Daten wurden mittels Fragebögen erhoben und statistisch durch Korrelationsanalysen, multiple Regressionsanalysen und Relative-Weight-Analysen ausgewertet.
Der Hauptteil umfasst den theoretischen Hintergrund zu den psychologischen Konstrukten, die detaillierte Beschreibung des methodischen Vorgehens (Stichprobe, Instrumente) sowie die ausführliche Ergebnisdarstellung und Diskussion.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Motivation, Schulleistung, Fähigkeitsselbstkonzept, Zielorientierung und die differenzierte Betrachtung von Abstraktionsniveaus in diesen Konstrukten.
Basierend auf dem Korrespondenzprinzip nach Azjen (2005) ist ein identischer Spezifikationsgrad von Prädiktor und Kriterium notwendig, um die Varianzaufklärung zu maximieren und eine differenziertere Analyse zu ermöglichen.
Es wurde quantifiziert, welcher relative Anteil der Varianz der Schulleistung auf die einzelnen motivationalen Konstrukte zurückzuführen ist, wobei sich das Fähigkeitsselbstkonzept als bedeutendster Prädiktor über alle Domänen hinweg erwies.
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