Examensarbeit, 2012
91 Seiten, Note: 1,0
1) Einleitung
2) Theoretischer Hintergrund
2.1. Neue Medien in der Grundschule
2.2. Daten in der Grundschule
2.4. Data Logger im Unterricht
2.4.1. Aufbau und Eigenschaften von Data Loggern
2.4.2. Empirische Forschung
2.5. Leistungsstarke Kinder im Mathematikunterricht
2.6. Forscherhefte im Mathematikunterricht
3) Erstellung und Begründung des Konzeptes
3.1. Schulische Gegebenheiten
3.1.1. Die „Knobelgruppe“
3.1.2. Der „Ranger“
3.2. Begründung durch den Lehrplan
3.3. Zielfragestellung und Ziele des entwickelten Konzeptes
4) Vorgehen bei der Entwicklung des Konzeptes
4.1. Entwicklung und Aufbau des Forscherheftes und der Unterrichtsumgebung
4.2. Geplanter Einsatz des Rangers in der Knobelgruppe
5) Durchführung des Konzeptes
6) Auswertung und Reflexion des Konzeptes
6.1. Schwerpunkt: Äußere Faktoren
6.2. Schwerpunkt: Lerngruppe
6.3. Schwerpunkt: Forscherheft
6.4. Schwerpunkt: Lehrkraft
7) Fazit und Ausblick
8) Quellennachweis
8.1. Literaturverzeichnis
8.2. Internetquellen
Das Hauptziel der Arbeit ist die Entwicklung und Erprobung eines Unterrichtskonzepts, das leistungsstarke Viertklässler im Bereich „Funktionale Beziehungen“ fördert. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, ob und inwieweit diese Schüler durch den Einsatz eines digitalen Abstandsmessers (des „Rangers“) in ihrem funktionalen Denken gefördert und herausgefordert werden können.
2.4. Data Logger im Unterricht
Das vorgestellte Konzept stützt sich auf die Nutzung eines Data Loggers in der Grundschule. Data Logger sind digitale Messgeräte. Sie haben Sensoren, mit deren Hilfe Daten bezüglich Abstand, Licht, Temperatur oder Geräusche etc. in Verbindung mit der Zeit gemessen werden können. Durch den Anschluss an einen Taschenrechner oder Computer werden ihre Messdaten auf jenen übertragen und mit Hilfe einer Software als Graph in einem Koordinatensystem wiedergegeben (siehe Abb. 4). Auf der x-Achse wird die Zeit angezeigt und auf der y-Achse die jeweils andere Größe, hier der Abstand in Meter (siehe Abb. 5, Anhang).
Data Logger ermöglichen den Schülern Messungen durchzuführen, bei denen sie mit traditionellen Messweisen an ihre Grenzen stoßen würden, da Daten zu langsam oder zu schnell aufgenommen werden und aus diesem Grund ungenau sein können. Weitere Vorteile dieser gegenüber manuellen Messgeräten sind, dass die Schüler weniger Zeit mit dem Übertragen der Messdaten verbringen müssen und die Zeit sinnvoller nutzen können – etwa zum Diskutieren sowie Analysieren von Messdaten (vgl. Rogers/Wild, 1996). Daneben bieten Data Logger den Schülern eine neue Zugangsweise zu graphischen Darstellungen. Durch die Übertragung und Darstellung der genauen Messdaten in Echtzeit bekommen jene ein direktes visuelles Feedback und erfahren, was ihre Handlung am Graphen auslöst. Sie können so ihre Handlung und die graphische Darstellung leichter in Beziehung setzen, interpretieren sowie Veränderungen vorhersagen und überprüfen.
1) Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Unterforderungssituation leistungsstarker Grundschüler und führt den „Ranger“ als innovatives Lernmedium zur Förderung funktionaler Zusammenhänge ein.
2) Theoretischer Hintergrund: Es werden die Grundlagen zum Einsatz neuer Medien und Data Logger sowie zur mathematischen Begabtenförderung und der Relevanz funktionalen Denkens im Grundschulalter dargelegt.
3) Erstellung und Begründung des Konzeptes: Das Kapitel begründet die Auswahl der Lerngruppe, des Messgeräts und der Forscherheft-Methodik basierend auf dem Lehrplan und den Bildungsstandards.
4) Vorgehen bei der Entwicklung des Konzeptes: Hier wird die didaktische Planung des sechs Einheiten umfassenden Konzepts und der Aufbau des Forscherhefts detailliert beschrieben.
5) Durchführung des Konzeptes: Die praktische Umsetzung der Einheiten mit den Schülern der „Knobelgruppe“ wird chronologisch dokumentiert und reflektiert.
6) Auswertung und Reflexion des Konzeptes: Dieser Teil analysiert die Erfolgsfaktoren hinsichtlich der äußeren Rahmenbedingungen, der Schülergruppe, der eingesetzten Materialien und der Rolle der Lehrkraft.
7) Fazit und Ausblick: Zusammenfassend wird die Eignung des Konzepts für die Grundschule bewertet und ein Ausblick auf die Übertragbarkeit gegeben.
Funktionale Beziehungen, Mathematikunterricht, Grundschule, Begabtenförderung, Data Logger, Ranger, Graphen, Funktionales Denken, Forscherheft, Medienkompetenz, Mathematische Modellierung, Enrichment-Konzept, Unterrichtsentwicklung, Handlungsorientierung, Diagnose.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung eines Unterrichtskonzepts für mathematisch leistungsstarke Viertklässler, um den Kompetenzbereich „Funktionale Beziehungen“ mittels digitaler Messgeräte zu fördern.
Zentrale Themen sind die mathematische Begabtenförderung (Enrichment), das funktionale Denken, die Arbeit mit Graphen und der Einsatz neuer Medien in der Grundschule.
Das Ziel ist die Erprobung, ob der „Ranger“ als didaktisches Mittel geeignet ist, um das Verständnis für funktionale Zusammenhänge bei Grundschulkindern handlungsorientiert anzubahnen.
Es handelt sich um eine praxisorientierte Entwicklungsarbeit mit anschließender qualitativer Evaluation und Reflexion der durchgeführten Unterrichtseinheiten.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung, die detaillierte Planung und Begründung der Unterrichtseinheiten sowie die Dokumentation der Durchführung und Auswertung.
Wichtige Begriffe sind Funktionale Beziehungen, Ranger, Grundschule, Begabtenförderung, Graphen und Forscherheft.
Der Ranger ermöglicht komplexe, handlungsorientierte Problemlösungen, die über den regulären Lehrstoff hinausgehen und durch die Verknüpfung von realer Bewegung und Graphendarstellung besonders herausfordernd sind.
Das Forscherheft fungiert als strukturiertes Lerndokument, das den Kindern ermöglicht, ihre Entdeckungen festzuhalten, selbstständig zu arbeiten und ihre Lernentwicklung zu reflektieren.
Die Ergebnisse zeigen eine hohe Motivation bei den Schülern und einen deutlichen Lernzuwachs im Bereich des funktionalen Verständnisses, obwohl für manche Aufgabenbereiche eine weitere Optimierung empfohlen wurde.
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