Bachelorarbeit, 2015
34 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Identitätsfindung bei Heranwachsenden
3. Übersicht des behandelten Mythos und des darauf beruhenden Manga
3.1. Der überlieferte Mythos der Jeanne d’Arc
3.2. Kamikaze Kaito Jeanne
3.3. Identitätszustände bei Jeanne d’Arc und Kamikaze Kaito Jeanne, sowie Unterrichtsanwendung
4. Aspekte zur Betrachtung der beiden Identitäten
4.1. Strukturelle Aspekte der Identität
4.2. Phänomenologische Aspekte der Identität
4.3. Behaviorale Aspekte der Identität
5. Folgen konstruierter und übernommener Identität für Jugendliche
6. Zusammenfassung
7. Bibliografie
Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht Identitätsbildungsprozesse bei Jugendlichen durch eine Gegenüberstellung der historischen Figur Jeanne d’Arc mit ihrer fiktiven Reinkarnation im Manga „Kamikaze Kaito Jeanne“, wobei die Theorie der Identitätszustände nach James E. Marcia als analytisches Grundgerüst dient.
3.1.Der überlieferte Mythos der Jeanne d’Arc
Jeanne d’Arc wurde angeblich nach dem damals verwendeten julianischen Kalender am 6. Januar 1412 in Domrémy (Frankreich) geboren. Sie war ein lothringisches Bauernmädchen, das nach vorgeblichen Heiligenvisionen als Freiheitskämpferin in den Krieg gegen die Engländer zog. Mit siebzehn Jahren war sie an der Befreiung Orléans (1429) maßgeblich beteiligt und wurde am 30. Mai 1431 in Rouen als Ketzerin verbrannt. Heutzutage wird sie als französische Nationalheldin und Heilige verehrt.
Vom Kontext her lebte Jeanne d’Arc in einer „Epoche der Widersprüche und Sackgassen“. Der kirchliche Weltherrschaftsanspruch durch Papst Bonifaz VIII. stand im Widerspruch zu der wachsenden Macht der sich bildenden Staaten und dem Schisma der Kirche mit den konkurrierenden Päpsten. Häresie (Andersgläubigkeit), Schisma (Abkehr von der Kirche) und später Aberglaube (die Wiederkehr des Antichristen) sind nach Wieland nichts anders als Herrschaftstechniken.
Der seit 1337 immer wieder aufflammende Hundertjährige Krieg, die große Pest von 1349/1350 und das abendländische Schisma der Kirche mit bis zu drei Päpsten bewirkten Zerstörung, Hunger und Tod. Die Lage des französischen Thronfolgers Karl VII. im Kampf um die Krone erschien aussichtslos. England erhob Anspruch auf den Thron und Heinrich V. von England vernichtete 1415 in der Schlacht von Azincourt einen großen Teil der französischen Führungselite. Zusätzlich stärkten burgundische Truppen die englische Streitmacht gegen die Getreuen Karl VII.
1. Einleitung: Die Arbeit erläutert die Relevanz der Identitätsbildung für Heranwachsende und führt in den Vergleich zwischen der historischen Jeanne d’Arc und der fiktiven Figur aus „Kamikaze Kaito Jeanne“ ein.
2. Identitätsfindung bei Heranwachsenden: Dieses Kapitel stellt theoretische Grundlagen zur Identitätsentwicklung dar, insbesondere die Konzepte von Piaget, Erikson und Marcia.
3. Übersicht des behandelten Mythos und des darauf beruhenden Manga: Hier werden der historische Mythos der Jeanne d’Arc sowie die Handlung des Manga „Kamikaze Kaito Jeanne“ detailliert beschrieben und in Bezug zur Identitätsforschung gesetzt.
4. Aspekte zur Betrachtung der beiden Identitäten: Die Untersuchung erfolgt anhand von strukturellen, phänomenologischen und behavioralen Identitätsaspekten.
5. Folgen konstruierter und übernommener Identität für Jugendliche: Dieses Kapitel diskutiert die Auswirkungen von Identitätsprozessen auf Jugendliche und reflektiert didaktische Möglichkeiten.
6. Zusammenfassung: Die Arbeit fasst die zentralen Ergebnisse zum Vergleich der Identitätszustände beider Figuren zusammen.
7. Bibliografie: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.
Identitätsbildung, Identitätskonstruktion, Jeanne d’Arc, Kamikaze Kaito Jeanne, James E. Marcia, Identitätszustände, Adoleszenz, Mediensozialisation, Psychoanalyse, Genderstereotype, Identitätsdiffusion, Foreclosure, Moratorium, erarbeitete Identität.
Die Arbeit untersucht Identitätskonstruktionsprozesse bei Jugendlichen durch den Vergleich einer historischen Figur (Jeanne d’Arc) mit einer modernen popkulturellen Adaption (Manga).
Zentral sind die psychologischen Identitätsmodelle nach James E. Marcia, die historische Einordnung von Jeanne d’Arc, die Medienwirkung von Manga sowie didaktische Ansätze für den Schulunterricht.
Das Ziel ist es, diachrone Identitätszustände der historischen Jeanne d’Arc und synchrone Identitätszustände der fiktiven „Jeanne“ im Manga anhand der Theorie von Marcia zu interpretieren und für die pädagogische Arbeit zu nutzen.
Es handelt sich um eine vergleichende Analyse, die psychoanalytische Ansätze (Freud) und entwicklungstheoretische Modelle (Marcia, Erikson, Piaget) auf ein historisches und ein fiktives Narrativ anwendet.
Der Hauptteil analysiert strukturelle, phänomenologische und behaviorale Aspekte der Identität bei beiden Figuren und verknüpft diese mit dem pädagogischen Auftrag der Schule.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Identitätszustände, Identitätsbildung, Adoleszenz, Psychoanalyse und die interdisziplinäre Verschränkung von Historie und Medienrezeption.
Der Manga wird als Reinkarnation interpretiert, wobei die innere Zerrissenheit der Manga-Figur „Marron“ als Kontrast zur zielstrebigen Entwicklung der historischen Jeanne d’Arc dient.
Die Namensgebung wird als Teil der strukturellen Identität analysiert, um Pseudonyme und deren Bedeutung für die öffentliche Wahrnehmung und Selbstfindung zu untersuchen.
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