Bachelorarbeit, 2015
29 Seiten, Note: 2,0
Diese Arbeit untersucht den Beitrag der Systemtheorie Niklas Luhmanns zur Erforschung sozialer Bewegungen. Sie befasst sich mit der Frage, wie Luhmanns Theorie die Entstehung, Mobilisierung und den Erfolg von Protestbewegungen erklärt.
Das erste Kapitel bietet eine Einleitung in das Thema Politik und Protest, indem es die Bedeutung von Protestbewegungen in der modernen Gesellschaft beleuchtet. Es werden Beispiele für erfolgreiche Protestbewegungen wie die Anti-Atomkraftbewegung und Pegida vorgestellt und die Rolle der Bewegungsforschung im Kontext der Erforschung sozialer Bewegungen erläutert.
Kapitel zwei stellt die Grundlagen der Systemtheorie nach Niklas Luhmann dar. Es werden die zentralen Konzepte der funktionalen Differenzierung, der System/Umwelt-Differenz, der binären Codierung und der Autopoiesis erläutert, die für das Verständnis von Luhmanns Gesellschaftstheorie und seiner Konzeption von sozialen Bewegungen relevant sind.
Kapitel drei beleuchtet Luhmanns Konzeption von Protestbewegungen. Es wird untersucht, wie Luhmann Protestbewegungen als soziale Systeme beschreibt und welche Rolle sie im Verhältnis zu den Systemen der Massenmedien und der Politik spielen.
Kapitel vier widmet sich der Bewegungsforschung und ihrer Entwicklung. Es werden die Konzepte der neuen sozialen Bewegungen und die Kritik an Luhmanns Theorie innerhalb der Bewegungsforschung diskutiert.
Kapitel fünf analysiert die Gründe für die marginalisierte Position von Luhmanns Theorie in der Bewegungsforschung und untersucht den potenziellen Nutzen der Rezeption von Luhmanns Theorie für die Bewegungsforschung.
Die Arbeit befasst sich mit zentralen Begriffen der Systemtheorie, wie funktionale Differenzierung, System/Umwelt-Differenz, binäre Codierung, Autopoiesis, und deren Relevanz für die Analyse von Protestbewegungen. Weitere wichtige Begriffe sind: soziale Bewegung, Massenmedien, Politik, Bewegungsforschung, neue soziale Bewegungen.
Luhmann sieht Protestbewegungen als soziale Systeme, die Themen aufgreifen, die von anderen Funktionssystemen (wie Politik oder Wirtschaft) vernachlässigt werden. Sie leisten damit eine Form der gesellschaftlichen Selbstreflexion.
Es ist ein Kernkonzept Luhmanns, wonach die moderne Gesellschaft in spezialisierte Teilsysteme (Politik, Recht, Wirtschaft, Religion etc.) zerfällt, die jeweils nach einer eigenen Logik (binärer Code) funktionieren.
Massenmedien fungieren als Umwelt und Katalysator für Protest. Sie entscheiden durch ihre Berichterstattung darüber, ob ein Protest gesellschaftlich wahrgenommen wird und Mobilisierungserfolg hat.
Ein Risiko ist die Folge einer eigenen Entscheidung, während eine Gefahr von außen droht, ohne dass man sie unmittelbar beeinflussen kann. Protestbewegungen thematisieren oft gesellschaftliche Risiken als Gefahren.
Kritisiert werden oft sein hoher Abstraktionsgrad, der Universalitätsanspruch seiner Theorie und die Annahme starrer binärer Codes, die der Dynamik realer sozialer Bewegungen nicht immer gerecht zu werden scheinen.
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