Masterarbeit, 2015
82 Seiten, Note: 2,3
1 Problemstellung und Gang der Untersuchung
2 Begriff der Betriebsstätte
2.1 National
2.2 Abkommensrecht
3 Gewinnabgrenzung
3.1 Innerstaatlicher Fall
3.2 Grenzüberschreitender Fall
4 Gewinnermittlung
4.1 Allgemein
4.2 Deutschland
4.3 Österreich
4.4 Schweiz
4.5 Vereinigte Arabische Emirate
5 Besteuerung eines nationalen Einheitsunternehmens
6 Besteuerung eines internationalen Einheitsunternehmens
6.1 Stammhaus in Deutschland
6.2 Betriebsstätte in Österreich
6.2.1 Innerstaatliches Recht Österreich
6.2.2 Abkommensrecht
6.3 Betriebsstätte in der Schweiz
6.3.1 Innerstaatliches Recht Schweiz
6.3.2 Abkommensrecht
6.4 Betriebsstätte in den Vereinigten Arabischen Emiraten
6.4.1 Innerstaatliches Recht Vereinigte Arabische Emirate
6.4.2 Abkommensrecht
7 Verlustbehandlung und aktive Betriebsstätte
7.1 Innerstaatlicher Fall
7.2 Grenzüberschreitender Fall
7.2.1 Allgemein
7.2.2 Verluste im Ausland
7.2.3 Verluste im Inland
8 Übertragung von Wirtschaftsgütern
8.1 Allgemeines
8.2 Entstrickung
8.2.1 Bewertung im Inland
8.2.2 Bewertung im Ausland
8.3 Verstrickung
8.3.1 Bewertung im Inland
8.3.2 Bewertung im Ausland
9 Steuerbelastungsvergleiche anhand von Beispielunternehmen
9.1 Fall 1 – Fall zu laufenden Gewinnen
9.1.1 Beschreibung
9.1.2 Stammhaus und Betriebsstätte im Inland
9.1.3 Stammhaus im Inland, Betriebsstätte in Österreich
9.1.4 Stammhaus im Inland, Betriebsstätte in der Schweiz
9.1.5 Stammhaus im Inland, Betriebsstätte in den Vereinigten Arabischen Emiraten
9.1.6 Zwischenergebnis 1
9.2 Fall 2 – Fall zu laufenden Verlusten
9.2.1 Beschreibung
9.2.2 Stammhaus und Betriebsstätte im Inland
9.2.3 Stammhaus im Inland, Betriebsstätte in Österreich
9.2.4 Stammhaus im Inland, Betriebsstätte in der Schweiz
9.2.5 Stammhaus im Inland, Betriebsstätte in den Vereinigten Arabischen Emiraten
9.2.6 Zwischenergebnis 2
9.3 Fall 3 – Fall zur Übertragung von Wirtschaftsgütern vom Stammhaus in die Betriebsstätte
9.3.1 Beschreibung
9.3.2 Stammhaus und Betriebsstätte im Inland
9.3.3 Stammhaus im Inland, Betriebsstätte in Österreich
9.3.4 Stammhaus im Inland, Betriebsstätte in der Schweiz
9.3.5 Stammhaus im Inland, Betriebsstätte in den Vereinigten Arabischen Emiraten
9.3.6 Zwischenergebnis 3
9.4 Fall 4 – Fall zur Übertragung von Wirtschaftsgütern von der Betriebsstätte ins Stammhaus
9.4.1 Beschreibung
9.4.2 Stammhaus und Betriebsstätte im Inland
9.4.3 Stammhaus im Inland, Betriebsstätte in Österreich oder in der Schweiz
9.4.4 Stammhaus im Inland, Betriebsstätte in den Vereinigten Arabischen Emiraten
9.4.5 Zwischenergebnis 4
10 Steueroptimales Ergebnis und praktische Relevanz
Die Arbeit untersucht die ertragsteuerlichen Auswirkungen bei der Errichtung von Betriebsstätten in verschiedenen Ländern durch ein inländisches Stammhaus. Ziel ist es, durch eine fundierte steuerliche Analyse und den Vergleich unterschiedlicher Fallbeispiele (Gewinn- und Verlustsituationen sowie die Übertragung von Wirtschaftsgütern) Orientierungshilfen für eine steueroptimale Standortwahl zu bieten.
1 Problemstellung und Gang der Untersuchung
Für viele inländische Unternehmer erscheint die Errichtung einer Betriebsstätte im Ausland als eine profitable Entscheidung. Neben absatzpolitischen und anderen wirtschaftlichen Gründen muss dabei auch die Steuerbelastung untersucht werden. Unternehmer können durch eine gute Steuerplanung einen steuerminimalen Standort für die Errichtung einer Betriebsstätte wählen. Neben den steuerlichen Konsequenzen resultierend aus der Gründung und Schließung der Betriebsstätte, ist auch die Steuerbelastung der laufenden Gewinne zu betrachten. Dabei gilt es Doppelbesteuerungen zu vermeiden sowie einen Staat für die Verwirklichung einer Betriebsstätte zu wählen, in welchem eine niedrige Ertragsbesteuerung vollzogen wird. Durch die Kombination des nationalen Steuerrechts von Deutschland, das nationale Steuerrecht des Betriebsstättenstaates sowie die möglicherweise zwischen den Staaten geschlossenen DBA ist eine ausführliche Steuerplanung zu empfehlen. Dadurch können auch langfristig unangenehme Überraschungen vermieden werden.
Eine Betriebsstätte ist nach nationalem Recht in § 12 AO definiert. Nach dem Abkommensrecht wird der Begriff der Betriebsstätte grds. im Art. 5 OECD-MA beschrieben, an welchen die DBA größtenteils anknüpfen, die DE mit verschiedenen Ländern abgeschlossen hat. Alle Definition besagen, dass eine Betriebsstätte einen unselbstständigen Teil des Gesamtunternehmens darstellt und es für die Begründung einer Betriebsstätte unterschiedliche unternehmerische Ausführungen bedarf. Des Weiteren findet in einer Betriebsstätte wenigstens für das Unternehmen förderliche Tätigkeit bis hin zu einer unternehmerischen Haupttätigkeit statt. Inwieweit die Tätigkeit in Bezug auf das Gesamtunternehmen ausgeführt werden muss und welche sonstigen Kriterien erfüllt sein müssen, um eine Betriebsstätte zu begründen, hängt von der jeweiligen Definition im nationalen Recht oder in den unterschiedlichen DBA ab. Betriebsstätten sind rechtlich unselbstständige Gebilde des Einheitsunternehmens und sind von rechtlich selbstständigen Tochtergesellschaften in Unternehmensverbünden zu differenzieren.
1 Problemstellung und Gang der Untersuchung: Einführung in die Thematik der Betriebsstättenbesteuerung sowie Erläuterung der Zielsetzung und methodischen Vorgehensweise der Arbeit.
2 Begriff der Betriebsstätte: Abgrenzung und Definition einer Betriebsstätte sowohl nach nationalem Steuerrecht (§ 12 AO) als auch nach abkommensrechtlichen Kriterien (OECD-MA).
3 Gewinnabgrenzung: Erörterung der Methoden zur Gewinnabgrenzung zwischen Stammhaus und Betriebsstätte für innerstaatliche und grenzüberschreitende Sachverhalte.
4 Gewinnermittlung: Darstellung der spezifischen nationalen Gewinnermittlungsvorschriften der untersuchten Länder (Deutschland, Österreich, Schweiz, VAE).
5 Besteuerung eines nationalen Einheitsunternehmens: Analyse der steuerlichen Belastungssituation bei einer Betriebsstätte innerhalb des eigenen Landes.
6 Besteuerung eines internationalen Einheitsunternehmens: Untersuchung der steuerlichen Behandlung bei grenzüberschreitenden Betriebsstätten unter Berücksichtigung verschiedener DBA-Klauseln.
7 Verlustbehandlung und aktive Betriebsstätte: Analyse der Möglichkeiten und Grenzen bei der steuerlichen Verrechnung von Verlusten zwischen Stammhaus und Betriebsstätte.
8 Übertragung von Wirtschaftsgütern: Prüfung der steuerlichen Konsequenzen von Entstrickungs- und Verstrickungstatbeständen beim Transfer von Wirtschaftsgütern zwischen Stammhaus und Betriebsstätte.
9 Steuerbelastungsvergleiche anhand von Beispielunternehmen: Konkreter Belastungsvergleich anhand von vier Fallbeispielen für Gewinne, Verluste und Übertragungen.
10 Steueroptimales Ergebnis und praktische Relevanz: Zusammenführende Auswertung der Ergebnisse und Herleitung von Empfehlungen für die Praxis.
Betriebsstätte, Doppelbesteuerung, DBA, Steuerbelastung, Gewinnabgrenzung, Stammhaus, OECD-MA, Entstrickung, Verstrickung, Außensteuerrecht, Verlustverrechnung, Gewinnermittlung, Kapitalgesellschaft, Freistellungsmethode, Anrechnungsmethode.
Die Arbeit analysiert die ertragsteuerlichen Konsequenzen, die entstehen, wenn ein inländisches deutsches Unternehmen eine Betriebsstätte in verschiedenen Ländern (Österreich, Schweiz, VAE) errichtet.
Zu den zentralen Themen gehören der Betriebsstättenbegriff, Methoden der Gewinnabgrenzung, die steuerliche Verlustverrechnung sowie die steuerlichen Folgen bei der Übertragung von Wirtschaftsgütern zwischen Stammhaus und Betriebsstätte.
Das Ziel ist es, die Auswirkungen der laufenden Steuerbelastung bei nationalen und internationalen Einheitsunternehmen aufzuzeigen, um Unternehmern bei der Wahl eines steueroptimalen Standorts für eine Betriebsstätte zu unterstützen.
Die Autorin nutzt eine rechtswissenschaftliche Analyse kombiniert mit einem steuerlichen Belastungsvergleich anhand von praxisnahen Fallbeispielen und Simulationsrechnungen für die gewählten Zielstaaten.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zum Betriebsstättenbegriff und zur Gewinnermittlung sowie einen umfangreichen praktischen Teil, in dem vier verschiedene Fallstudien (Gewinnfall, Verlustfall, Übertragung von Wirtschaftsgütern) durchgerechnet werden.
Die wichtigsten Schlagworte sind Betriebsstätte, Doppelbesteuerung, Gewinnabgrenzung, Steuerbelastungsvergleich und Entstrickung.
Die Arbeit zeigt, dass in der Schweiz aufgrund der kantonalen Unterschiede spezifische Standortvorteile existieren, während in den VAE häufig eine steuerfreie Behandlung der Betriebsstättengewinne vorliegt, sofern diese keine hohen deutschen Steuern nach sich ziehen.
Die "Switch-over-Klausel" wird als Mechanismus diskutiert, um bei Qualifikationskonflikten oder bei zu niedriger Besteuerung im Quellenstaat von der Freistellungsmethode zur Anrechnungsmethode zu wechseln, um eine Doppelbesteuerung oder eine ungewollte Nichtbesteuerung zu korrigieren.
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