Bachelorarbeit, 2016
55 Seiten, Note: 94,17%
1 Einführung
2 Blockchain allgemein
2.1 Konzept
2.1.1 Blockchain, Protokoll und Währung
2.1.2 Die Peer-to-Peer-Netzarchitektur
2.1.3 Das Problem des Double-Spending
2.1.4 Der Distributed Consensus
2.1.5 Kryptographie, Sicherheit und Anonymität
2.2 Consensus-Mechanismen
2.2.1 Proof of Work (PoW) und Mining
2.2.2 Proof of Stake (PoS)
2.2.3 Der Byzantinische Konsens
2.2.4 Hybride
2.3 Varianten: öffentlich vs. privat und permissioned vs. permissionless
3 Anwendungen der Blockchain
3.1 Einführung
3.2 Anwendungskategorien
3.2.1 Asset Registry
3.2.2 Asset-Centric
3.2.3 Application Stacks
3.3 Anwendungsbeispiel: Ethereum
3.3.1 Allgemein
3.3.2 Konzept und Technologie
3.3.2.1 Ausgangspunkt: Schwächen des Bitcoin-Protokolls
3.3.2.2 Eigenschaften
3.3.2.3 Die Währungen Ether (ETH) und Gas
3.3.2.4 Der MIST-Browser
3.3.3 Anwendungsmöglichkeiten
3.3.3.1 Smart Contracts
3.3.3.2 Smart Property
3.3.4 Ausblick
4 Die Blockchain-Gesellschaft
4.1 Einführung: Allgemeine Dezentralisierung
4.2 Regierungsaufgaben und Rechtsprechung
4.3 Die Blockchain-Wirtschaft
4.3.1 Unternehmen allgemein und DAOs
4.3.2 Geld, Währungen und Banking
4.3.2.1 Geld allgemein
4.3.2.2 Währungen
4.3.2.3 Banking und Finanzmärkte
4.3.3 Gesundheitsmarkt
4.3.4 Versicherungen
4.3.5 Marketing und Werbung
4.4 Wissenschaft und Technik
4.4.1 Decentralized Applications
4.4.1.1 Die Cloud in der Crowd
4.4.1.2 Community Supercomputing
4.4.2 Dezentrale Datenbanken
4.4.3 Kommunikationssysteme
4.4.4 Das Internet der Dinge (IoT)
4.5 Kunst, Kultur, digitale Güter und geistiges Eigentum
4.6 Bildung
5 Herausforderungen und Schwächen
5.1 Volatilität der Kryptowährungen
5.2 Skalierbarkeit und Data Bloat der Blockchain
5.3 Sicherheit und Privatsphäre
5.4 Trennung von Eigentum und technischem Besitz
5.5 Regulierung
5.6 Technokratie
5.7 Eignung der Blockchain für alle Zwecke?
6 Schlussbetrachtung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das transformative Potenzial der Blockchain-Technologie über den ursprünglichen Anwendungsbereich von Kryptowährungen hinaus. Ziel ist es, zu analysieren, wie die Technologie verschiedene gesellschaftliche und wirtschaftliche Bereiche verändern kann und welche Herausforderungen dabei entstehen.
3.3.3.1 SMART CONTRACTS
Ein Smart Contract im hier relevanten Sinne der Blockchain beschreibt eine Übereinkunft zwischen mindestens zwei Parteien, die als Vertrag in digitaler Form in die Blockchain eingespeist wird und deren enthaltenen Klauseln automatisch technisch überwacht und durchgesetzt werden, d.h. ohne hierfür eine dritte Instanz zu benötigen. Smart Contracts stellen also bestimmte Programme dar, welche z.B. bei einer Transaktion (von virtuellen Währungen) feststellen können, ob und wann die Gegenleistung – als Produkt oder Dienstleistung – erfüllt wurde. Erst wenn dies geschehen ist, wird die zugrundeliegende Transaktion ausgeführt. Praktisch gesprochen erfüllt ein Smart Contract folglich eine Treuhänderfunktion, jedoch mit beinahe keinen Transaktionskosten und in nahezu Echtzeit.82 Man kann zwischen zwei Arten von „smarten Verträgen“ unterschieden, einerseits der Mensch-zu-Mensch-Interaktion und andererseits der Operation zwischen technischen Einheiten (Maschine-zu-Maschine).83
Nick Szabo spezifiziert einen Smart Contract folgendermaßen: „A smart contract is a set of promises, specified in digital form, including protocols within which the parties perform on these promises.”84 Unter “promises” werden hier sämtliche Klauseln und Vereinbarungen über Rechte und Verpflichtungen der Vertragspartner verstanden. Die digitale Form meint dabei die Übersetzung dieser Klauseln in maschinell lesbaren Code. Protokolle beziehen sich auf die technische Umsetzung und hängen unter anderem von der Art des getauschten Gutes ab. Im Fall von vereinbarten Bitcoin-Transaktionen könnte dies demnach das Bitcoin-Protokoll sein.85 Selbstverständlich lassen zudem die Klauseln im Vergleich zu herkömmlichen „analogen“ Verträgen keinen Interpretationsspielraum zu, sind also semantisch nicht flexibel.86
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Entstehung der Blockchain als Lösung für vertrauenslosen digitalen Zahlungsverkehr und skizziert die Fragestellung nach ihren weitergehenden gesellschaftlichen Auswirkungen.
2 Blockchain allgemein: Dieses Kapitel erläutert die technologischen Grundlagen, einschließlich der Peer-to-Peer-Struktur, Konsens-Mechanismen wie Proof of Work und Proof of Stake sowie grundlegende Sicherheitsaspekte.
3 Anwendungen der Blockchain: Hier werden verschiedene Kategorien von Blockchain-Anwendungen klassifiziert, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem Konzept und der technologischen Architektur von Ethereum liegt.
4 Die Blockchain-Gesellschaft: Das Hauptkapitel untersucht das Potenzial der Technologie, zentrale gesellschaftliche Bereiche wie Regierungsführung, Wirtschaft, Gesundheitswesen, Bildung und Kommunikation grundlegend zu dezentralisieren.
5 Herausforderungen und Schwächen: Eine kritische Betrachtung der technischen und systemischen Hürden, insbesondere hinsichtlich Skalierbarkeit, regulatorischer Rahmenbedingungen und der Volatilität von Kryptowährungen.
6 Schlussbetrachtung und Ausblick: Das Fazit fasst das revolutionäre Potenzial der Blockchain zusammen und betont die Notwendigkeit einer stetigen Weiterentwicklung sowie gesellschaftlicher Anpassungsprozesse.
Blockchain, Kryptowährung, Smart Contracts, Dezentralisierung, Peer-to-Peer, Konsens-Mechanismus, Ethereum, Distributed Ledger, Skalierbarkeit, FinTech, Digitale Transformation, Transparenz, Smart Property, Data Bloat, Regulierbarkeit
Die Arbeit befasst sich mit der Blockchain-Technologie und untersucht deren Potenzial, Prozesse über den Bereich der Kryptowährungen hinaus in verschiedenen Gesellschafts- und Wirtschaftsbereichen zu dezentralisieren.
Die zentralen Felder umfassen die technischen Grundlagen der Blockchain, deren Anwendungsmöglichkeiten in Finanzen, Regierung, Gesundheitswesen und Bildung sowie die damit verbundenen Herausforderungen.
Die Arbeit untersucht, welche Gesellschaftsbereiche am stärksten durch Blockchain-Technologien verändert werden oder zukünftig beeinflusst werden könnten.
Es handelt sich um eine anwendungsorientierte Analyse, die den aktuellen Stand der Technik sowie existierende Projektbeispiele auf Basis von Literatur und Whitepapern theoretisch bewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine technologische Einführung, eine Klassifizierung der Anwendungsmöglichkeiten und eine detaillierte Untersuchung spezifischer Sektoren wie Banking, Governance und Gesundheitswesen.
Die wichtigsten Begriffe sind Blockchain, Smart Contracts, Dezentralisierung, Konsens-Mechanismen, Kryptowährungen und technologische Transformation.
Smart Contracts fungieren als automatisierte, digitale Verträge, die ohne Intermediäre funktionieren und somit Transaktionskosten senken sowie die Vertragssicherheit erhöhen.
In einer Blockchain-Gesellschaft würden viele Aufgaben, die heute von zentralen Institutionen wie Banken oder Behörden wahrgenommen werden, durch automatisierte, dezentrale Algorithmen und Netzwerke ersetzt werden.
Die begrenzte Kapazität aktueller Blockchains führt bei hoher Transaktionslast zu technischen Problemen (Data Bloat), was eine breite Anwendung im Massenmarkt bisher erschwert.
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