Masterarbeit, 2007
97 Seiten, Note: sehr gut
Vorwort
Einleitung
I. Kapitel: Zur Problemstellung der Untersuchung
1. Nähere Definitionen der Themenbegriffe
1.1. Non Profit Organisationen
1.1.1. Definition von Non Profit Organisationen
1.1.2. Non Profit Organisationen in Österreich
1.1.3. Frauen in Non Profit Organisationen
1.2. Frauen und Führung
1.2.1. Die Situation von Frauen in Führungspositionen
1.2.2. Der dieser Arbeit zugrunde liegende Begriff von Führung
1.3. Der Begriff der Macht
1.3.1. Definitionen von Macht
1.3.2. Frauen und Macht
1.3.2.1. Weibliche und männliche Macht
1.3.2.2. Der Umgang von Frauen mit Macht
1.3.2.3. Machtquellen von Frauen
1.3.3. Macht in Non Profit Organisationen
1.4. Zusammenfassung
II. Kapitel: Die empirische Untersuchung
1. Die Methodik der qualitativen Sozialforschung
1.1. Das leitfadenorientierte Interview als Erhebungsverfahren
1.2. Das ExpertInneninterview
1.3. Die wörtliche Transkription als Aufbereitungsverfahren
1.4. Das Auswertungsverfahren im ExpertInneninterview
1.5. Gütekriterien qualitativer Sozialforschung
2. Die Interviews
2.1. Die Auswahl der Interviewpartnerinnen
2.2. Der Interviewleitfaden
2.3. Wiedergabe der Interviews
3. Die Interviews im Vergleich
III. Kapitel: Die Auswertung
1. Vorbemerkung
2. Frauen und der Umgang mit Macht im thematischen Vergleich
2.1. Frauen in Führungspositionen in Non Profit Organisationen
2.1.1. Das Führungsverständnis
2.1.2. Chancen und Hindernisse von Frauenkarrieren
2.2. Der Umgang mit Macht
2.2.1. Die persönliche Bedeutung von Macht
2.2.2. Die Bedeutung von Macht im Organisationskontext
2.2.3. Vorschläge zum Umgang mit Macht
3. Theoretische Generalisierung
3.1. Familiäre Betreuungspflichten und zu geringes Selbstvertrauen als Gründe für die Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen
3.2. Hohe Bereitschaft zur Übernahme von Führungspositionen
3.3. Die Orientierung an den MitarbeiterInnen als gemeinsames Führungsverständnis
3.4. Macht als Tabuthema in Non Profit Organisationen
3.5. Wissen und Kontakte als weibliche Quellen der Macht
3.6. Macht als Möglichkeit der Gestaltung und Verwirklichung
4. Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht den Umgang von Frauen in Führungspositionen von Non-Profit-Organisationen (NPOs) mit dem Phänomen Macht. Ziel ist es, durch eine qualitative empirische Untersuchung aufzuzeigen, wie diese Frauen Macht definieren, erleben und in ihrem professionellen Alltag einsetzen, sowie bestehende strukturelle Hindernisse und förderliche Faktoren für weibliche Führungskräfte zu beleuchten.
1.3. Der Begriff der Macht
Macht gehört in ihren vielfältigen Erscheinungsformen zum alltäglichen Leben und bestimmt unsere sozialen Beziehungen wesentlich mit. Es scheint im sozialen Gefüge so, dass es „die“ gibt, die Macht haben und „die“, über die Macht ausgeübt wird. Macht ist jedoch vielschichtiger, als es auf den ersten Blick scheint.
Michel Foucault (1978: 54) beschreibt in seiner „Metaphysik der Macht“ Macht als eine Beziehung, die nie voll und ganz auf einer Seite ist. So wenig es seiner Meinung nach diejenigen gibt, die Macht „haben“, gibt es die, die überhaupt keine haben. Gerade zum speziellen Umgang und zur besonderen Beziehung, die Frauen zu Macht haben, erscheint dieser Aspekt besonders interessant. Macht wird in unserem alltäglichen Verständnis oft mit Begrifflichkeiten wie Autorität, Herrschaft und Führung gleichgesetzt. Macht wird zudem mit Männlichkeit verbunden.
Um sich der Frage des Umgangs von Frauen mit Macht, im besonderen dem positiven Umgangs von Frauen mit Macht anzunähern, erscheint es mir in einem ersten Schritt wichtig, einen groben Überblick über Definitionen von Macht zu geben. In einem zweiten Schritt wird der spezielle Umgang von Frauen mit Macht, die weibliche und männliche Macht und die unterschiedlichen Machtquellen von Frauen näher beleuchtet. In einem dritten Schritt erfolgt eine nähere Auseinandersetzung mit dem Umgang von Macht in NPOs.
I. Kapitel: Zur Problemstellung der Untersuchung: Dieses Kapitel klärt die theoretischen Grundlagen der Arbeit, indem es Non-Profit-Organisationen, den Führungsbegriff sowie den Machtbegriff im Kontext von Frauen in Führungspositionen definiert.
II. Kapitel: Die empirische Untersuchung: Hier wird die Wahl der qualitativen Sozialforschung, insbesondere des leitfadenorientierten ExpertInneninterviews, methodisch begründet und der Prozess der Interviewführung sowie der Datenaufbereitung und -auswertung dargestellt.
III. Kapitel: Die Auswertung: Dieses Kapitel führt die empirischen Ergebnisse zusammen, vergleicht sie thematisch und generalisiert sie in soziologisch relevante Theorien, um den Umgang von Frauen mit Macht in NPOs zu beleuchten.
Non Profit Organisationen, NPO, Macht, Führung, Frauen in Führungspositionen, Qualitative Sozialforschung, ExpertInneninterview, Machtquellen, Wissensmanagement, Gläserne Decke, Gender, Führungskultur, Partizipation, Organisationskultur, Selbstvertrauen.
Die Arbeit untersucht, wie Frauen in Führungspositionen innerhalb von Non-Profit-Organisationen (NPOs) das Phänomen Macht wahrnehmen, definieren und in ihrem beruflichen Alltag damit umgehen.
Die Arbeit verknüpft die Strukturen des Non-Profit-Sektors, die theoretische Definition von Führung und Macht mit der gelebten Realität von weiblichen Führungskräften, unter Berücksichtigung von Karrierehindernissen und Geschlechterrollen.
Das Ziel ist es, Frauen als Machtträgerinnen in den Mittelpunkt zu rücken und zu analysieren, wie sie – oft in informellen Machtstrukturen arbeitend – ihren persönlichen Gestaltungsspielraum nutzen und die oft tabuisierte "Macht" positiv für die Organisationszwecke einsetzen.
Die Autorin wählte einen qualitativen Forschungsansatz. Es wurden fünf Expertinnen in leitenden Funktionen interviewt, um deren subjektive Einstellungen und Erfahrungen zu explizieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Begriffe Führung, Macht und NPO-Strukturen sowie in einen empirischen Teil, in dem die Interviews ausgewertet, miteinander verglichen und theoretisch generalisiert werden.
Wichtige Begriffe sind Non-Profit-Organisationen (NPO), Macht, Führung, Frauen in Führung, qualitative Sozialforschung und Machtquellen.
Die Autorin stellt fest, dass NPOs sich oft von anderen Sektoren abgrenzen, indem sie "Macht" und "Geld" als offizielle Entscheidungskriterien ablehnen. Dies führt dazu, dass formale Machtstrukturen verschleiert werden, was wiederum informelle Machtdynamiken begünstigt.
Alle befragten Frauen definieren ihren Führungsstil durch eine starke Orientierung an den MitarbeiterInnen. Sie sehen sich als Puffer und Gestalterinnen, die ihre Macht eher zur Förderung von Potentialen als zur Kontrolle einsetzen.
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