Masterarbeit, 2015
127 Seiten, Note: Sehr gut
1. Einleitung
2. Begriffserklärungen
2.1 Allgemeinbildende Höhere Schule (AHS)
2.2 Sonderpädagogisches Zentrum (SPZ)
2.3 Sonderpädagogischer Förderbedarf (SPF)
2.4 Integration in der Allgemeinbildenden Höheren Schule
2.5 Zusammensetzung der Schülerinnen und Schüler einer Integrationsklasse
2.6 Gesetzliche Grundlagen der Sekundarstufenintegration
2.7 Spezifika des Teamteachings in der Allgemeinbildenden Höheren Schule
2.8 Spezifika Teamteaching in der Psychomotorik
2.9 Psychomotorik
2.9.1 Ursprünge der Psychomotorik
2.9.2 Begriff Psychomotorik
2.10 Körperbehinderung
2.10.1 Allgemein
2.10.2 Einteilung von Behinderungen
2.10.3 Frühkindliche Hirnschädigungen
2.11 Geistige Behinderung
2.11.1 Definition
3. Hypothese
4. Psychomotorik in der Entwicklungsstufe der 10-14 Jährigen
4.1 Psychomotorische Förderung
4.1.1 Die Entwicklung der Psychomotorik von der Übungsbehandlung zur ganzheitlichen Entwicklungsförderung
4.1.2 Psychomotorik und ihr handlungsorientierter Ansatz
4.1.3 Psychomotorik versus sensorische Integrationsbehandlung
4.1.4 Psychomotorik – kindzentrierte Entwicklungsförderung
4.1.5 Psychomotorik – ein verstehender Zugang
4.1.6 Psychomotorik – ein systemisch-konstruktivistischer Zugang
4.2 Entwicklungspsychologie
4.2.1 Grundlagen
4.2.2 Wissenschaftliche Anfänge der Entwicklungspsychologie
4.2.3 Der psychoanalytische Ansatz
4.2.4 Freuds Theorie der psychosexuellen Entwicklung
4.2.5 Eriksons Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung
4.2.6 Piagets Konstruktivistische Entwicklungstheorie
4.2.7 Wygotskis soziokulturelle Entwicklungstheorie
4.2.8 Behaviorismus & soziale Lerntheorie
5. Das Spiel
5.1 Allgemeines
5.1.1 Das Spiel als grundlegende Persönlichkeitsentwicklung des Menschen
5.1.2 Was bedeutet Spiel für das Kind?
5.2 Klassifizierung der Spielerscheinungen und Erklärungsversuche anhand verschiedener Theorien
5.2.1 Spiel aus dem Blickwinkel der „Energy Theories“
5.2.2 Spiel als Vorübung für das Leben – Karl Groos als Vertreter der „Functional Theories“
5.2.3 Spiel aus dem Blickwinkel der Funktionslusttheorie – Karl Bühler
5.2.4 Spiel als Aktivitätsform der kognitiven Entwicklung – Jean Piaget als Vertreter des „psychological approach“
5.2.5 Spiel und psychodynamischen Aspekte – Sigmund Freud, Alfred Adler, Frederik Buytendijk, Hans Zulliger
5.2.6 Spiel aus der motivationspsychologischen Betrachtung – Heinz Heckhausen
5.3 Charakteristika des (kindlichen) Spielens
5.3.1 Gegenstandsbezug und Bewegung im (kindlichen) Spiel
5.3.2 Der Faktor Zeit im (kindlichen) Spiel
5.3.3 Der Faktor Umwelt im (kindlichen) Spiel
5.3.4 Die Dynamik im (kindlichen) Spiel
5.3.5 Der Spielraum als Voraussetzung des (kindlichen) Spiels
5.3.6 Experimentieren im (kindlichen) Spiel
5.3.7 Aufbau einer Wirklichkeit durch Spielen
5.3.8 Geborgenheit und Ungeborgenheit im Spiel
5.4 Spiel als soziales Handeln – Spiel als Wegbereiter für Interaktion und (Meta-)Kommunikation
5.4.1 Der gemeinsame Gegenstandsbezug im Spiel
5.4.2 Metakommunikation im Spiel
5.4.3 Kommunikation im Spiel
5.5 Das Spiel in der Psychomotorik
5.5.1 Der Symbolgehalt kindlichen Spiels
5.5.2 Merkmale des Spiels in der Psychomotorik
6. Lehrpläne für den Unterrichtsgegenstand Bewegung und Sport
6.1 AHS Lehrplan für den Gegenstand Bewegung und Sport
6.1.1 Bildungs- und Lehraufgabe
6.1.2 Bildungsbereiche
6.1.3 Lehrstoff
6.2 Lehrplan der Sonderschule für schwerstbehinderte Kinder Bewegung und Sport
6.2.1 Bildungs- und Lehraufgabe
6.2.2 Lehrstoff
6.3 Gegenüberstellung der Lehrpläne und verbindende Elemente
6.3.1 Selbst- und Körpererfahrung
6.3.2 Materialerfahrung
6.3.3 Sozialerfahrung
6.3.4 Freie Bewegungsformen
7. Relevanz des (Freien) Spiels
7.1 Relevanz in der Allgemeinbildenden Höheren Schule
7.1.1 Selbstkompetenz und Sozialkompetenz
7.1.2 Methodenkompetenz und Fachkompetenz
7.2 Relevanz hinsichtlich Lehrplan für Sonderschulen für schwerstbehinderte Kinder
8. Exemplarische Umsetzung in der Praxis
8.1 Spiele zur psychomotorischen Förderung
8.1.1 Einstiegsspiele
8.1.2 Themenspezifische (Bewegungs-)Spiele
8.1.3 Miteinander spielen
8.2 Rollenspiele und Bewegungsgeschichten
8.2.1 Vorbereitende Rollenspiele
8.2.2 Bewegungsgeschichten
9. Diskussion
10. Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht das Potenzial des psychomotorischen (Frei-)Spiels als verbindendes Element im gemeinsamen Sportunterricht von Kindern mit und ohne schwere Behinderung in AHS-Integrationsklassen, um soziale Interaktion zu fördern und lehrplanübergreifende Ansätze zu etablieren.
4.1.4 Psychomotorik – kindzentrierte Entwicklungsförderung
In der psychomotorischen Förderung wird versucht mithilfe der beiden wichtigen Medien – Bewegung und Spiel – Kindern zu einer positiven Einschätzung ihrer Person zu verhelfen und einen Zugang zu ihnen zu finden. Die Psychomotorik sieht sich hier als Hilfe zur Selbsthilfe. Im Zentrum steht die positive Veränderung der Selbstwahrnehmung des Kindes und nicht die Förderung motorischer Fähigkeiten und Fertigkeiten. Das Kind wird in der psychomotorischen Förderung ermächtigt, selbst an seinen Schwächen zu arbeiten um mit nicht veränderbaren Einschränkungen leben zu lernen. Diese Ermächtigung erhält das Kind durch die Stärkung seines Selbstwertgefühles. Der / die Erwachsene nimmt hier die Rolle des Begleiters ein, der von außen das Kind wertschätzt und seine Handlungen so kommentiert, dass die positive Verstärkung beim Kind nicht vom Lob und der Bewertung des Erwachsenen ausgeht, sondern von der Sache selbst. Essentiell für die Identitätsentwicklung werden in der Psychomotorik die Körper- und Bewegungserfahrungen gesehen, die für eine Aneignung der Wirklichkeit notwendig sind. Der Aufbau eines positiven Selbstkonzeptes ist damit die zentrale Aufgabe (Zimmer, 2012).
1. Einleitung: Beleuchtet die Herausforderungen des gemeinsamen Lernens und die Bedeutung des Spiels als verbindendes Element in der Integrationsklasse.
2. Begriffserklärungen: Definiert zentrale Konzepte wie AHS, SPZ, SPF, Integration sowie Grundlagen der Psychomotorik und Behinderungsformen.
3. Hypothese: Stellt die These auf, dass psychomotorisches (Frei-)Spiel Lehrpläne verknüpfen und soziale Interaktionen intensivieren kann.
4. Psychomotorik in der Entwicklungsstufe der 10-14 Jährigen: Analysiert psychomotorische Förderansätze in Verbindung mit entwicklungspsychologischen Theorien für die frühe Adoleszenz.
5. Das Spiel: Untersucht theoretische Klassifizierungen des Spiels, seine Charakteristika und seine Bedeutung als soziales Handeln.
6. Lehrpläne für den Unterrichtsgegenstand Bewegung und Sport: Vergleicht die Lehrpläne der AHS und der Sonderschule hinsichtlich Bildungsaufgaben und Inhalten.
7. Relevanz des (Freien) Spiels: Diskutiert die Bedeutung des freien Spiels für die Kompetenzentwicklung im Sportunterricht.
8. Exemplarische Umsetzung in der Praxis: Bietet konkrete Spielbeispiele zur psychomotorischen Förderung für den gemeinsamen Unterricht.
9. Diskussion: Reflektiert die Implementierungsmöglichkeiten und die Relevanz der Psychomotorik im österreichischen Schulsystem.
10. Zusammenfassung: Fasst die wesentlichen Erkenntnisse der theoretischen Auseinandersetzung und die Zielsetzungen der Arbeit zusammen.
Psychomotorik, (Frei-)Spiel, Inklusion, AHS-Integrationsklasse, Sonderpädagogik, Lehrplan, Entwicklungspsychologie, Sozialkompetenz, Körperbehinderung, Geistige Behinderung, Bewegungsförderung, Motopädagogik, Interaktion, Schulsport, Kindzentrierte Förderung
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle des psychomotorischen (Frei-)Spiels als verbindendes Element im gemeinsamen Sportunterricht von Kindern mit und ohne schwere Behinderung in AHS-Integrationsklassen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Verbindung von Psychomotorik, Entwicklungspsychologie und Schulpädagogik sowie der vergleichenden Analyse von Lehrplänen für unterschiedliche Schulformen.
Ziel ist es zu verdeutlichen, wie das freie Spiel als interaktionsfördernde Komponente lehrplanübergreifend genutzt werden kann, um die soziale Kooperation in einer heterogenen Klasse zu steigern.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung und Literaturanalyse zur Entwicklungspsychologie, Motologie und den rechtlichen Rahmenbedingungen der Integration.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Psychomotorik und Entwicklungspsychologie), die Definition des Spiels, den Lehrplanvergleich sowie praktische Anregungen für den Sportunterricht.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Psychomotorik, Inklusion, AHS-Integrationsklasse, soziales Miteinander und individuelle Entwicklungsförderung.
Der Vergleich zeigt, dass der Sonderschullehrplan stärker auf basale Wahrnehmung setzt, während der AHS-Lehrplan bereits komplexere Koordination voraussetzt; das gemeinsame Spiel bietet hier eine Brücke.
Das Pädagogenteam muss ein gemeinsames Verständnis entwickeln und durch bewusste Zurückhaltung bzw. gezielte Materialwahl einen Spielraum schaffen, der die Interaktion der Schüler ermöglicht.
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