Masterarbeit, 2015
59 Seiten, Note: 1,0
1 Einführung
1.1 Ziele der Arbeit
1.2 Methodik und Vorgehensweise
1.3 Struktur der Master Thesis
2 Theoretische Aspekte und Relevanz
2.1 Die Bedeutung der interkulturellen Kompetenzvermittlung
2.2 Methodisch-technische Komponente interkultureller Kompetenzvermittlung
2.2.1 Methoden der interkulturellen Bildungsarbeit
2.2.2 Techniken der interkulturellen Kompetenzvermittlung
2.3 Indikatoren der erfolgreichen interkulturellen Migrantenschulung
3 Skizze des Verlaufs der jüdischen Zuwanderung aus der ehemaligen Sowjetunion
3.1 Die Historiografie der jüdischen Immigration aus der ehemaligen UdSSR
3.2 Grundlagen für die Aufnahme im Rahmen einer humanitären Aktion
3.3 Migrationsauslösende Anlässe und Leitmotive der jüdischen Zuwanderer
4 Probleme der soziokulturellen Adaption von jüdisch-russischen Zuwanderern in Deutschland
4.1 Psychosoziale Aspekte
4.1.1 Prozesse und Wirkungsfaktoren der Adaption
4.1.2 Belastungen und Probleme bei der Adaption von jüdischen-russischen Zuwanderern
4.1.3 Facetten der jüdisch-russischen Identität und Mentalität
4.2 Kulturell-religiöse Aspekte
4.2.1 Jüdische Zuwandererfamilien aus den Ländern der ehemaligen UdSSR
4.2.2 Faktor Sprache
4.2.3 Bildung und Karriere
4.2.4 Diaspora-Kultur der russischsprachigen jüdischen Zuwanderer
4.2.5 Die Rolle der Religion und Tradition
4.2.6 Zum Dilemma: Tradition vs. Akkulturation und Assimilation
4.3 Pädagogische Aspekte
5 Interkulturelle Arbeit in der Jüdischen Gemeinde zu Berlin
5.1 Grundprinzipien der Integrationsarbeit in den jüdischen Gemeinden
5.2 IntegrationsberaterInnen als Vermittler interkultureller Kompetenz
5.3 Beispiele wirksamer interkulturellen Fördermaßnahmen
5.3.1 Interkulturelle Schulung für ehrenamtliche Multiplikatoren
5.3.2 Das Projekt „Art-Pavilion“
5.4 Beobachtungen und Fazit
6 Schlüsselprobleme der interkulturellen Kompetenzvermittlung an erwachsene Migranten
6.1 Zentrale Barrieren der Inklusion und Partizipation von jüdischen Zuwanderern
6.2 Antisemitismus als Bremsfaktor der interkulturellen Prozesse
7 Perspektiven zur interkulturellen Kompetenzvermittlung in der Jüdischen Gemeinde
8 Schlussfolgerung
Diese Arbeit untersucht die psychosozialen und interkulturellen Herausforderungen bei der Integration russischsprachiger jüdischer Zuwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion in Deutschland. Das primäre Ziel ist es, die Implementierung interkultureller Kompetenzvermittlung in der Jüdischen Gemeinde zu Berlin anhand konkreter Praxisbeispiele zu analysieren und Wege für eine erfolgreiche Partizipation und Integration aufzuzeigen.
3.3 Migrationsauslösende Anlässe und Leitmotive der jüdischen Zuwanderer
Freiheitsdrang ist ein ewiges Motiv der jüdischen Migration. Freiheit ist ein existenzielles Bedürfnis, der die Juden durch die Jahrhunderte folgten: „Sklaven waren wir einst dem Pharao in Ägypten, und der HERR führte uns aus Ägypten mit mächtiger Hand“. 430 Jahre des schweren Lebens in der ägyptischen Sklaverei mit allen Einschränkungen, Verboten, Verfolgung und Entwürdigung waren eine „Impfspritze“ für viele weitere Generationen.
Die instabile politische Lage im Herkunftsland erweckte die natürliche Existenzangst. Bürgerkriege und Militäraktionen wie z.B. in dem Nordkaukasus, Umweltkatastrophen wie z.B. Nuklearkatastrophe in Tschernobyl, fehlende soziale Absicherung, unsichere Perspektive, schlechte Versorgungsmöglichkeit für ältere Familienmitglieder sowie auch andere persönliche Ursachen bewegten viele Juden zur Auswanderung. Die jüdische Minderheit fühlte sich in der Ex-Sowjetunion ungeschützt. Als ein geografisch gut platzierter moderner europäischer demokratischer Staat mit einem guten System der sozialen Sicherheit, reichen kulturellen Traditionen und starker Wirtschaft gewann Deutschland bei vielen jüdischen Zuwanderern an Attraktivität. Mit der Migration nach Deutschland haben viele Juden ihre Hoffnung auf persönliche und berufliche Selbstrealisierung und eine bessere Zukunft für ihre Kinder verbunden. Ein Beispiel der Argumentation, mit der sich jüdische Migranten ihre Auswanderung in die Bundesrepublik Deutschland rechtfertigten, findet sich in der Zeit online:
„Deutschland - das heißt Europa. Viele Juden in der Ex-Sowjetunion fühlen sich als Europäer. Für sie sind die USA und Israel auch darum eher zweite Wahl. Es gibt eine lange Tradition des Kulturaustauschs zwischen Deutschland und Russland. Und natürlich spielt die geografische Nähe eine Rolle – auch der Gräber wegen, die man besuchen möchte.“ (Lau, 5.12.2000).
1 Einführung: Diese Einleitung skizziert den Forschungsgegenstand, die Relevanz der jüdischen Migration aus der ehemaligen UdSSR und legt die methodischen Grundlagen der Arbeit dar.
2 Theoretische Aspekte und Relevanz: Hier werden zentrale Begriffe der interkulturellen Pädagogik, Methoden der Kompetenzvermittlung und Indikatoren zur Erfolgsmessung von Migrantenschulungen diskutiert.
3 Skizze des Verlaufs der jüdischen Zuwanderung aus der ehemaligen Sowjetunion: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick über die Motive und die rechtlichen Rahmenbedingungen der Einwanderung nach Deutschland ab 1989.
4 Probleme der soziokulturellen Adaption von jüdisch-russischen Zuwanderern in Deutschland: Es werden die psychosozialen Hürden sowie kulturelle, religiöse und bildungsbezogene Aspekte der Adaptation und Identitätsfindung analysiert.
5 Interkulturelle Arbeit in der Jüdischen Gemeinde zu Berlin: Die Autorin reflektiert ihre praktische Arbeit und stellt konkrete Fördermaßnahmen sowie Projekte zur interkulturellen Kompetenzentwicklung vor.
6 Schlüsselprobleme der interkulturellen Kompetenzvermittlung an erwachsene Migranten: Dieses Kapitel identifiziert zentrale Barrieren der Inklusion und thematisiert den Antisemitismus als wesentlichen Bremsfaktor für Integrationsprozesse.
7 Perspektiven zur interkulturellen Kompetenzvermittlung in der Jüdischen Gemeinde: Hier werden Ansätze für zukünftige interkulturelle Bildungsarbeit und die Notwendigkeit paritätischer Zusammenarbeit skizziert.
8 Schlussfolgerung: Die Arbeit resümiert die gewonnenen Erkenntnisse und unterstreicht die Bedeutung einer gezielten Förderung interkultureller Kontakte für eine gelingende Integration.
Jüdische Zuwanderung, ehemalige Sowjetunion, interkulturelle Kompetenz, Integration, Adaption, jüdische Identität, Antisemitismus, Jüdische Gemeinde, Sozialpädagogik, Migrationsbiographie, Partizipation, Inklusion, interkulturelle Bildung, Diaspora-Kultur, Bildungskarrieren.
Die Masterarbeit befasst sich mit der Situation und den Herausforderungen jüdischer Zuwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion in Deutschland, insbesondere unter dem Aspekt der interkulturellen Integration und Kompetenzvermittlung in Jüdischen Gemeinden.
Zentrale Themen sind die historische Einwanderungssituation, die psychosoziale Adaption, die Rolle von Identität und Tradition sowie die praktische Umsetzung interkultureller Bildungs- und Förderprojekte.
Ziel ist es, die Wirksamkeit interkultureller Maßnahmen in der Jüdischen Gemeinde zu Berlin zu darzulegen und aufzuzeigen, wie diese zur sozialen Integration und Identitätsstärkung beitragen können.
Die Arbeit basiert auf einem empirischen Ansatz, der einen Praxisbericht, qualitative Interviews sowie eine teilnehmende Beobachtung und anschließende Inhaltsanalyse kombiniert.
Der Hauptteil analysiert theoretische Konzepte der interkulturellen Arbeit, skizziert den Zuwanderungsverlauf, untersucht Adaptionsprobleme sowie Barrieren wie Antisemitismus und präsentiert konkrete Modellprojekte zur Förderung interkultureller Interaktion.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Migration aus der ehemaligen Sowjetunion, interkulturelle Kompetenz, jüdische Identität, soziale Adaption und interkulturelle Bildungsarbeit.
Die Arbeit beleuchtet spezifische Aspekte wie den historisch belasteten Hintergrund, den Prozess der Identitätssuche zwischen Säkularität und Tradition sowie die besondere Rolle der Jüdischen Gemeinde als soziale Institution für diese spezifische Zuwanderergruppe.
Der Antisemitismus wird als gravierender Bremsfaktor identifiziert, der die Integrationsbereitschaft und das Sicherheitsgefühl der Zuwanderer beeinträchtigt und somit die Notwendigkeit einer aktiven interkulturellen Arbeit unterstreicht.
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