Bachelorarbeit, 2015
45 Seiten, Note: 2,3
Einleitung
1 Gesellschaftlicher und politischer Hintergrund der Weimarer Republik
1.1 Gründung
1.2 Krisenjahre
1.3 Stabilisierungsjahre
1.4 Wirtschaftskrise
2 Fabian – Die Geschichte eines Moralisten
2.1 Fabian
2.2 Cornelia Battenberg
2.3 Irene Moll
3 Die Charaktere der Reichen
3.1 Labude
3.2 Makart
3.3 Wilhelmy
4 Vergleich von Fabian und Drei Männer im Schnee
4.1 Figuren
4.2 Erzählerische Gestaltung und historische Rahmenbedingungen
5 Kästners Verständnis der Zeit
5.1 Medien
5.2 Politik
5.3 Verhältnis Kästner-Fabian
6 Fazit
Das Hauptziel dieser Bachelor-Thesis ist es, die gesellschaftlichen Wandlungsprozesse und Wesenszüge der Weimarer Republik zu analysieren, wie sie durch die Charaktere in Erich Kästners Roman „Fabian“ gespiegelt werden. Die Arbeit untersucht, inwiefern individuelle Schicksale als Diagnose für eine in Auflösung begriffene gesellschaftliche Ordnung fungieren.
2.2 Cornelia Battenberg
Genauso wie Fabian passt auch Cornelia Battenberg nicht völlig in die Zeit. Fabian findet sie zwar bei der ersten Begegnung in einem Atelier einer lesbischen Bildhauerin auf, aber er spürt sofort, dass sie nicht in dieses Milieu gehört. Sie scheint etwas Verletzliches und Reines in sich zu haben, das sich so wie Fabian nach Liebe sehnt. Die Beschreibung einer idealen Frau dieser Zeit trifft nicht gänzlich auf sie zu:
Sie war berufstätig, geistig unabhängig, leger gekleidet mit Bubikopf, sexuell unverkrampft, sportlich, konsumorientiert und in ihrer Freizeit mit Vorliebe in Tanzpalästen und Kinosälen.
Vielmehr ist Cornelia die Frau, die die Probleme dieses wandelnden Bildes der Frau sieht. Obgleich auch sie nicht nach den Werten des traditionellen Frauenbildes lebt, heißt sie längst nicht alle aufkommenden Moralvorstellungen der „neuen Frau“ gut.
1 Gesellschaftlicher und politischer Hintergrund der Weimarer Republik: Das Kapitel bietet einen historischen Überblick, von der Gründung der Republik über die Krisen- und Stabilisierungsjahre bis hin zur verheerenden Weltwirtschaftskrise.
2 Fabian – Die Geschichte eines Moralisten: Hier werden die Hauptfiguren Fabian, Cornelia Battenberg und Irene Moll als Repräsentanten einer vom moralischen Zerfall gezeichneten Zeit analysiert.
3 Die Charaktere der Reichen: Das Kapitel beleuchtet anhand von Figuren wie Labude, Makart und Wilhelmy die soziale Schichtung und die daraus resultierende Entfremdung und Gefühlskälte in der Gesellschaft.
4 Vergleich von Fabian und Drei Männer im Schnee: Diese Gegenüberstellung zeigt auf, wie Kästner in unterschiedlichen Genres und Stilen auf die historischen Rahmenbedingungen und gesellschaftlichen Probleme reagiert.
5 Kästners Verständnis der Zeit: Der Fokus liegt hier auf Kästners medien- und gesellschaftskritischer Haltung, wobei das Verhältnis zwischen dem Autor und seiner Romanfigur Fabian thematisiert wird.
6 Fazit: Die Arbeit fasst die Erkenntnisse zusammen und schlägt eine Brücke zur heutigen Zeit, in der ähnliche psychosoziale Belastungen durch gesellschaftliche Erwartungen bestehen.
Erich Kästner, Fabian, Weimarer Republik, Neue Sachlichkeit, gesellschaftlicher Wandel, Moral, Arbeitslosigkeit, Konsumgesellschaft, Frauenbild, Emanzipation, Entfremdung, Sozialkritik, Identität, Zeitdokument, Literaturanalyse.
Die Arbeit analysiert Erich Kästners Roman „Fabian“ als Spiegelbild der gesellschaftlichen und politischen Instabilität während der Weimarer Republik.
Zentrale Felder sind die Auswirkungen von Arbeitslosigkeit, der Wandel von Geschlechterrollen, der Zerfall bürgerlicher Moral und die Machtstrukturen der Konsumgesellschaft.
Das Ziel ist es, die gesellschaftlichen Wandlungsprozesse zu identifizieren, die durch das Handeln und Schicksal der Charaktere in „Fabian“ verdeutlicht werden.
Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse unter Einbeziehung historischer Kontexte und vergleicht diese mit Kästners weiterem Werk sowie der zeitgenössischen Sekundärliteratur.
Der Hauptteil analysiert die zentralen Charaktere, vergleicht den „Fabian“ mit „Drei Männer im Schnee“ und erörtert Kästners eigene Position gegenüber den damaligen politischen und medialen Verhältnissen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Fabian, Weimarer Republik, Neue Sachlichkeit, Moral, Emanzipation und Sozialkritik charakterisiert.
Labude dient als Beispiel für den Zerfall großbürgerlicher Werte und die psychische Fragilität des intellektuellen Bürgertums bei beruflichem und persönlichem Scheitern.
Das Fazit vergleicht den Leistungsdruck und die psychischen Folgen der Weimarer Zeit mit aktuellen Phänomenen wie Burnout und dem Druck zur Anpassung in unserer modernen Arbeitswelt.
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