Bachelorarbeit, 2015
58 Seiten, Note: 1,8
1.0 Einleitung
2.0 Reformpädagogik in der Weimarer Republik
2.1 Arbeitsschulen
2.2 Landerziehungsheime
2.3 Waldorfschule
3.0 Machtergreifung Hitlers im Jahre 1933
4.0 Menschenbild im Nationalsozialismus
4.1 Leitbilder der neuen Pädagogik ab 1933
4.1.1 Körper, Charakter und Geist
4.1.2 Gleichschaltung, Gemeinschaftsgefühl und Unterordnung
4.1.3 Rassegedanke
4.2 Ideologie der Erziehung
5.0 Erziehung
5.1 Formationserziehung am Beispiel der Hitler-Jugend
5.2 Allgemeine Änderungen im Schulwesen
5.3 Nationalpolitische Erziehungsanstalten und Adolf-Hitler-Schulen im Vergleich
5.3.1 Nationalpolitische Erziehungsanstalten
5.3.2 Adolf-Hitler-Schulen
5.4 Generelle Wichtigkeit der Jugend
6.0 Bildungstheorie im Nationalsozialismus
7.0 Heutiges Schulsystem
8.0 Bildungstheorien heutzutage
9.0 Schlussbetrachtung
10.0 Quellen und Literatur
10.1 Literatur
10.1.1 Primärliteratur
10.1.2 Sekundärliteratur
10.2 Elektronische Quellen
Die vorliegende Arbeit untersucht die nationalsozialistischen Bildungstheorien der Jahre 1933 bis 1945 und arbeitet Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede zu gegenwärtigen pädagogischen Ansätzen heraus, um zu analysieren, wie das NS-Regime das Bildungswesen als Instrument zur Festigung seiner Ideologie einsetzte.
4.1.1 Körper, Charakter und Geist
„Der völkische Staat hat in dieser Erkenntnis seine gesamte Erziehungsarbeit in erster Linie nicht auf das Einpumpen bloßen Wissens einzustellen, sondern auf das Heranzüchten kerngesunder Körper. Erst in zweiter Linie kommt dann die Ausbildung der geistigen Fähigkeiten. Hier aber wieder an der Spitze die Entwicklung des Charakters, besonders die Förderung der Willens- und Entschlußkraft, verbunden mit der Erziehung zur Verantwortungsfreudigkeit, und erst als letztes die wissenschaftliche Schulung. Der völkische Staat muß dabei von der Voraussetzung ausgehen, daß ein zwar wissenschaftlich wenig gebildeter, aber körperlich gesunder Mensch mit gutem, festem Charakter, erfüllt von Entschlußfreudigkeit und Willenskraft, für die Volksgemeinschaft wertvoller ist als ein geistreicher Schwächling. Ein Volk von Gelehrten wird, wenn diese dabei körperlich degenerierte, willensschwache und feige Pazifisten sind, den Himmel nicht erobern, ja nicht einmal auf dieser Erde sich das Dasein zu sichern vermögen.“
Bereits hier werden Erziehungsgrundsätze beschrieben, die die Erziehung ab 1933 beeinflussten. Im Vordergrund standen für Hitler die körperlichen und charakterlichen Fähigkeiten. Gesundheit und Persönlichkeit waren in seinen Augen wichtiger, als ein intellektueller Geist. Der Geist sollte den anderen Fähigkeiten untergeordnet werden. Ein weiteres Indiz hierfür sind die Änderungen in den Lehrplänen, die eine stärkere Einbindung von sportlichen Aktivitäten innerhalb der Schule aufweisen sollten. Des Weiteren verpflichteten die nationalsozialistischen Jugendorganisationen, wie beispielsweise die HJ oder auch der BDM, zu einem umfangreichen Sportprogramm, um Hitlers Wunsch der übermäßigen Leibeserziehung nachzukommen. Das obige Zitat verdeutlicht die Bedeutung der körperlichen Erziehung, die lediglich dazu dienen sollte, die Sicherung des Daseins auf der Erde sicherzustellen und die Jugend somit zu einer kämpferischen Haltung zu erziehen.
1.0 Einleitung: Die Arbeit skizziert den zeitgeschichtlichen Rahmen von 1933-1945 und stellt das Ziel auf, nationalsozialistische Bildungstheorien mit heutigen Ansätzen zu vergleichen.
2.0 Reformpädagogik in der Weimarer Republik: Es wird die pädagogische Ausgangslage vor der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten anhand der Arbeitsschulen, Landerziehungsheime und Waldorfschulen dargestellt.
3.0 Machtergreifung Hitlers im Jahre 1933: Dieses Kapitel erläutert den politischen Aufstieg Hitlers und die Erosion der parlamentarischen Demokratie in der Weimarer Endphase.
4.0 Menschenbild im Nationalsozialismus: Die ideologische Ausrichtung der Erziehung auf körperliche Ertüchtigung, Rassegedanken und die Unterordnung unter die Volksgemeinschaft wird analysiert.
5.0 Erziehung: Die praktische Umsetzung der Indoktrinierung durch die Hitler-Jugend und das gegliederte Eliteschulwesen (NPEA, AHS) steht hier im Zentrum.
6.0 Bildungstheorie im Nationalsozialismus: Eine vertiefende Betrachtung, wie der Sozialdarwinismus als Rechtfertigung für Auslese und Rassenhygiene im Schulwesen diente.
7.0 Heutiges Schulsystem: Das moderne Bildungssystem der Bundesrepublik Deutschland wird im Hinblick auf seine Strukturen und die formale Bildung beschrieben.
8.0 Bildungstheorien heutzutage: Die Theorie der Allgemeinbildung nach Wolfgang Klafki wird als Gegenentwurf zur nationalsozialistischen Indoktrinierung vorgestellt.
9.0 Schlussbetrachtung: Das Fazit stellt fest, dass die nationalsozialistischen Erziehungsprinzipien zwar verschwunden sind, formale Ähnlichkeiten im Aufbau des Schulwesens jedoch fortbestehen.
10.0 Quellen und Literatur: Ein Verzeichnis der verwendeten Primär- und Sekundärquellen sowie elektronischer Medien.
Nationalsozialismus, Erziehung, Hitler-Jugend, Reformpädagogik, Sozialdarwinismus, Eliteschulen, NPEA, Adolf-Hitler-Schulen, Volksgemeinschaft, Gleichschaltung, Rassenkunde, Schulpflicht, Klafki, Allgemeinbildung, Indoktrinierung.
Die Arbeit untersucht die Bildungstheorien im Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1945 und vergleicht diese mit heutigen pädagogischen Ansätzen.
Die zentralen Felder umfassen die Reformpädagogik der Weimarer Republik, die Indoktrinierung der Jugend, das System der Eliteschulen (NPEA/AHS) und die moderne Bildungstheorie nach Klafki.
Es soll analysiert werden, ob nationalsozialistische Bildungstheorien heute noch in Deutschland vorhanden sind oder von der Bildfläche verschwunden sind.
Die Arbeit basiert auf einer historisch-analytischen Methode unter Auswertung von zeitgenössischen Erlassen, Richtlinien und primärliterarischen Werken.
Der Hauptteil behandelt die Machtergreifung Hitlers, das nationalsozialistische Menschenbild, die Funktion der Hitler-Jugend sowie die Organisation der Eliteschulen im NS-Staat.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Indoktrinierung, Gleichschaltung, Sozialdarwinismus, Volksgemeinschaft und die Transformation des Schulsystems charakterisiert.
Die AHS waren Schulen der NSDAP, die der gezielten Auswahl und Ausbildung eines zukünftigen Parteiführungsnachwuchses dienten.
Sie ermöglichte es dem Regime, die Erziehung dem Einfluss des Elternhauses zu entziehen und Jugendliche direkt auf die Ideologie und militärische Anforderungen auszurichten.
Das heutige System basiert auf den Prinzipien der Selbstbestimmung, Mitbestimmung und Solidarität, während das NS-System auf bedingungslosem Gehorsam und rassistischer Selektion aufbaute.
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