Bachelorarbeit, 2013
28 Seiten, Note: 2,3
1 Synopsis
1.1 Vorgehensweise
2 Professionalisierung der Sportart Fußball
3 Mensch als Marke
3.1 Testimonialwerbung
4 Bedingungsfelder für die erfolgreiche Vermarktung eines Fußballers
4.1 Sportlicher Erfolg
4.2 Bekanntheit und Medienpräsenz
4.3 Persönlichkeit und Image
4.4 Glaubwürdigkeit und Vertrauenswürdigkeit
4.5 Attraktivität
5 Schlussfazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die mediale Inszenierung von Berufsfußballern im Kontext moderner Marketingstrategien. Ziel ist es, die Parameter zu identifizieren, die eine erfolgreiche Vermarktung von Profifußballern als Marke ermöglichen und die Werbewirksamkeit in einem zunehmend professionalisierten und kommerzialisierten Sportumfeld steigern.
3 Mensch als Marke
Das Wort „Marke“ leitet sich dabei etymologisch vom mittelhochdeutschen Ausdruck „marc“ ab, welches als Grenze oder Grenzlinie verstanden werden kann. Eine semantische Worterweiterung erfuhr der Begriff im 17. Jahrhundert, wo das französische Wort „marque“, abgeleitet vom französischem Verb „marquer“ (markieren, kenntlich machen), im 17. Jahrhundert als kaufmännischer Bezeichnung zur Herkunftskennzeichnung von Handelsware genutzt wurde und damit zumindest teilweise auf die heutige Verwendung des Wortes „Marke“ schließen kann (Koppe, 2003).
Zwar beginnen Konzepte der Markenführung im moderneren Sinne bereits Mitte des 19. Jahrhunderts, anfangs - wie bereits erwähnt - noch um Waren als Eigentum oder mit einem Herkunftsnachweis zu kennzeichnen. Allerdings entwickelten sich im Laufe der Zeit unterschiedliche zeitgemäße Marketingkonzepte, ehe sich in den 90er Jahren ein neuer identitätsorientierter Ansatz der Markenführung durchsetzte. Dieser Ansatz entwickelte sich aus den Missständen heraus, dass es durch die zunehmende Globalisierung von Märkten zu einer Markenüberschwemmung kam, Produktqualitäten sich anglichen, eine Positionierungsenge bei der Produktplatzierung eintrat und Informationsüberlastungen seitens der Konsumenten herrschten (Meffert & Burmann, 1996).
Miriam Herzberg (2003, S. 332) schreibt dazu folgendes: „Marken gewinnen in der Wirtschaft immer mehr an Bedeutung, da sie in übersättigten Märkten mit austauschbaren Produkten die einzige Möglichkeit sind, sich von der Konkurrenz dauerhaft zu differenzieren. Der Konsument vertraut Marken, sie geben ihm Orientierung in einer schnelllebigen Welt.“
1 Synopsis: Einführung in das Thema der medialen Inszenierung von Profifußballern und Erläuterung der Relevanz von Marketingstrategien im Sport.
1.1 Vorgehensweise: Darstellung der methodischen Vorgehensweise, basierend auf Literaturarbeit und beispielhaften Analysen der Professionalisierung des Fußballs.
2 Professionalisierung der Sportart Fußball: Analyse der Entwicklung des Fußballs vom Sport zum durch Marketingmaßnahmen reorganisierten Wirtschaftssystem.
3 Mensch als Marke: Herleitung des Markenbegriffs und Erläuterung des identitätsorientierten Ansatzes bei der Markenführung von Personen.
3.1 Testimonialwerbung: Definition der Testimonialwerbung und Analyse der Wirkungsweise von prominenten Werbeträgern zur Imageübertragung.
4 Bedingungsfelder für die erfolgreiche Vermarktung eines Fußballers: Zusammenstellung der Kriterien, die einen Sportler für Unternehmen als Testimonial attraktiv machen.
4.1 Sportlicher Erfolg: Erörterung des sportlichen Erfolgs als Grundvoraussetzung für öffentliche Wahrnehmung und Marktwertbildung.
4.2 Bekanntheit und Medienpräsenz: Untersuchung des Zusammenhangs zwischen sportlicher Leistung, medialer Berichterstattung und dem Bekanntheitsgrad eines Spielers.
4.3 Persönlichkeit und Image: Betrachtung der Bedeutung von Beständigkeit und Authentizität der Persönlichkeit für die langfristige Markenbildung.
4.4 Glaubwürdigkeit und Vertrauenswürdigkeit: Analyse der Rolle von Authentizität in Handlungen und Aussagen für das Vertrauensverhältnis zum Konsumenten.
4.5 Attraktivität: Erläuterung, wie das äußere Erscheinungsbild zur Einstellungsbildung bei Zielgruppen und zum Markenerfolg beitragen kann.
5 Schlussfazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse zur Relevanz von Marketingstrategien und der Abhängigkeit der Vermarktungschancen von Rezipienten und Image.
Profifußballer, Markenführung, Testimonialwerbung, Sportmarketing, Kommerzialisierung, Medienpräsenz, Image, Markenpersönlichkeit, Sportler als Marke, Authentizität, Glaubwürdigkeit, Vermarktungsstrategien, Identitätsorientiertes Marketing, Konsumentenvertrauen, Sportökonomie.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Vermarktung von Profifußballern als Marke und der Frage, wie diese durch mediale Inszenierung und gezielte Marketingstrategien als Werbeträger für Unternehmen genutzt werden können.
Zu den Schwerpunkten zählen die Professionalisierung des Fußballs, das Konzept des "Menschen als Marke", die Wirksamkeit von Testimonials sowie spezifische Erfolgsfaktoren wie sportliche Leistung, Medienpräsenz und Glaubwürdigkeit.
Das Ziel ist die Identifikation von Parametern und Gesetzmäßigkeiten, die zur Steigerung der Werbewirksamkeit eines Profifußballers beitragen und eine erfolgreiche Vermarktung ermöglichen.
Die Arbeit basiert auf einem geschichtlichen Abriss, der Analyse von Marketingtheorien (insbesondere des identitätsorientierten Konzepts) sowie der Interpretation von Fachliteratur und Fallbeispielen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Markenbegriffs im Sport, die Untersuchung von Testimonialwerbung und die detaillierte Analyse einzelner Bedingungsfelder für die Vermarktung (z.B. Erfolg, Image, Attraktivität).
Die Arbeit lässt sich vor allem über Begriffe wie Sportmarketing, Markenpersönlichkeit, Testimonial, Professionalisierung und mediale Inszenierung definieren.
Aufgrund der zunehmenden Angleichung von Produktqualitäten in übersättigten Märkten fungiert der prominente Sportler als emotionaler Orientierungspunkt, der dem Produkt ein Gesicht verleiht und Vertrauen aufbaut.
Der sportliche Erfolg bildet laut der Analyse die absolute Grundvoraussetzung, da er den Status als öffentliche Person begründet und das mediale Interesse überhaupt erst generiert, welches für lukrative Werbeverträge notwendig ist.
Der Autor betont die Notwendigkeit von Authentizität und medialer Souveränität, wobei eine professionelle PR-Begleitung dabei hilft, Aussagen und Verhalten konsistent mit der eigenen Markenpersönlichkeit zu gestalten.
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