Masterarbeit, 2015
137 Seiten, Note: 15
1. Worum geht es?
1.1 Relevant – Einführung in das Thema
1.2 Konkret – Untersuchungsfragestellung und forschungsleitende Annahme
1.3 Durchgeführt – Methodisches Vorgehen
2. Alles neu definiert?
2.1 Wesentlich – Innere Kündigung
2.1.1 Die „Evolution“ einer Definition
2.1.2 Vertiefende Betrachtung
2.1.3 Definition als Grundlage dieser Arbeit
2.2 Abgegrenzt – Arbeitszufriedenheit
2.3 Abgegrenzt – Arbeitsmotivation
3. Was wurde bereits erforscht?
3.1 Relevant – Ausgewählte Untersuchungen
3.1.1 Allgemeine Entwicklung der Inneren Kündigung (Gallup-Studie)
3.1.2 Bedeutung des psychologischen Vertrages
3.1.3 Bedeutung von Sensibilität für Ungerechtigkeit
3.1.4 Bedeutung von Commitment und Involvement
3.1.5 Innere Kündigung bei der Polizei
3.1.6 Reversibilität von Innerer Kündigung (Richter)
3.2 Komplex – Modelle zur Inneren Kündigung
3.2.1 Das Phasen-Modell von Löhnert
3.2.2. Exit-Voice-Loyalty-Neglect-Modell von Withey/Cooper
3.2.3 Prozessmodell der Entstehung Innerer Kündigung von Jiménez
3.3 Unsichtbar – Ursachen und Wirkungen Innerer Kündigung
3.3.1 Organisationale Ursachen
3.3.2 Individuelle Ursachen
3.3.3 Wirkungen auf Individuen
3.4 Unterschiedlich – Ausprägungen der Inneren Kündigung
3.5 Umgekehrt – Wege zur Motivation und Arbeitszufriedenheit
3.5.1 Arbeitsmotivation
3.5.2 Die psycholgischen Basisbedürfnisse
4. Untersuchungsdesign und Methode
4.1 Zweigleisig – Triangulation
4.2 Erzählt – Teil-narrative Interviews
4.2.1 Entwicklung eines Gesprächsleitfadens
4.2.2 Rekrutierung der Interviewpartner
4.2.3 Durchführung, Analyse und Auswertung der Interviews
4.3 Gefragt – Der Fragebogen
4.3.1 Entwicklung eines Fragebogens mithilfe der EDEM-Skala
4.3.2 Durchführung, Analyse und Auswertung des Fragebogens
5. Darstellung und Auswertung der Ergebnisse
5.1 Passt – Aussagekraft des empirischen Materials
5.1.1 Statistische Auswertung
5.1.2 Identifizierung der Inneren Kündigung
5.2 Vertieft – Darstellung und Interpretation zu Wegen in die Innere Kündigung
5.2.1 Betrachtung der Merkmale Kränkungen und Wechselseitigkeit
5.2.2 Ausprägungen bei der Polizei
5.2.3 Identifizierung der auslösenden Situationen
5.2.4 Psychologischer Vertrag, Commitment und Involvement
5.2.5 Sensibilität für Ungerechtigkeit
5.3 Geht – Wege aus der Inneren Kündigung
5.3.1 Wertschätzung vs. Gerechtigkeit
5.3.2 Zwei Wege aus der Inneren Kündigung
5.3.3 Die Bedeutung des Mitarbeitergespräches
5.4 Realistisch – Stärken und Schwächen dieser Untersuchung
6. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht das Phänomen der „Inneren Kündigung“ bei Polizeibeamtinnen und -beamten in Niedersachsen, um auslösende Faktoren zu identifizieren und Wege aufzuzeigen, wie Führungskräfte und Organisation diesem Prozess entgegenwirken können. Zentral ist dabei die Forschungsfrage, welche individuellen und organisationalen Ereignisse den Prozess der Inneren Kündigung in Gang setzen und wie dieser durch gezielte Führung und Wertschätzung reversibel gestaltet werden kann.
1.1 Relevant – Einführung in das Thema
„Der Weg der inneren Kündigung ist, ist ein schlechter Weg. Für mich war's ein schlechter Weg, weil ich die ganzen Dinge, die mir dort passiert sind, auch in mich hineingefressen haben, drüber nachgedacht habe, auch unter Schlaflosigkeit gelitten habe.“ So bewertet einer der Befragten seinen Weg in die Innere Kündigung. Seit nunmehr drei Jahrzehnten beschäftigen sich Forscher mit dem Phänomen der Inneren Kündigung. Es war als erstes Höhn, der sich dem Thema 1982 in einer Zeitschrift widmete, als einer seiner Seminarteilnehmer ihm gegenüber äußert, dass er seinem Chef seit einiger Zeit seine innere Kündigung ausgesprochen habe. Es war zuletzt im März 2015, als das Unternehmen Gallup seine aktuelle Studie zum Engagement-Index veröffentlichte. Die Wirtschaftswoche titelte daraufhin: „Chefs ohne Führungstalent - Fünf Millionen Deutsche haben innerlich gekündigt.“ Der Artikel berichtet darüber, dass Mitarbeiter Dienst nach Vorschrift machen und leidenschaftslos ihre Zeit absitzen. Sie hätten keine Bindung mehr zu ihrem Unternehmen.
1. Worum geht es?: Einführung in das Forschungsfeld der Inneren Kündigung, Darstellung der Relevanz für die Polizei und Skizzierung des methodischen Vorgehens.
2. Alles neu definiert?: Theoretische Herleitung und Abgrenzung des Begriffs der Inneren Kündigung von verwandten Konstrukten wie Arbeitszufriedenheit und Arbeitsmotivation.
3. Was wurde bereits erforscht?: Überblick über bestehende Studien, Modelle und die Bedeutung von Prädiktoren wie psychologischer Vertrag, Commitment und Involvement.
4. Untersuchungsdesign und Methode: Erläuterung des angewandten Forschungsdesigns, insbesondere der Triangulation aus teil-narrativen Interviews und Fragebögen zur Datengewinnung.
5. Darstellung und Auswertung der Ergebnisse: Detaillierte Analyse der empirischen Daten hinsichtlich Auslösern, Ausprägungen und möglichen Lösungsansätzen innerhalb der Organisation Polizei.
6. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Forschungsergebnisse und Ausblick auf notwendige Maßnahmen für Führungskräfte und die Organisation.
Innere Kündigung, Polizei, Arbeitszufriedenheit, Arbeitsmotivation, Psychologischer Vertrag, Führung, Commitment, Involvement, Gerechtigkeit, Wertschätzung, Kränkung, Ohnmacht, Teil-narrative Interviews, Organisationskultur, Prävention.
Die Arbeit befasst sich mit dem Phänomen der „Inneren Kündigung“ bei Polizeibeamtinnen und -beamten in Niedersachsen und analysiert, wie es zu diesem Prozess kommt.
Die zentralen Themen sind Arbeitszufriedenheit, Motivation, die Bedeutung des psychologischen Vertrages, Führungskultur sowie die Auswirkungen von Kränkungen und wahrgenommener Ungerechtigkeit.
Das Ziel ist es, auslösende Faktoren für die Innere Kündigung bei der niedersächsischen Polizei zu identifizieren und Wege aufzuzeigen, wie Organisation und Führungskräfte diesem Prozess entgegenwirken können.
Es handelt sich um ein qualitatives Forschungsdesign, das mittels Triangulation teil-narrative Interviews und einen auf der EDEM-Skala basierenden Fragebogen kombiniert.
Der Hauptteil umfasst eine Literaturanalyse bestehender Modelle, die Darstellung der empirischen Ergebnisse aus den Befragungen sowie die Interpretation der Daten in Bezug auf psychologische Basisbedürfnisse und Führung.
Schlüsselbegriffe sind Innere Kündigung, Polizei, Commitment, Führung, Gerechtigkeit, psychologische Basisbedürfnisse und Arbeitszufriedenheit.
Aufgrund der hohen Arbeitsplatzsicherheit und der speziellen beruflichen Ausbildung ist der Schritt zur äußeren Kündigung für Polizeibeamte selten; die Innere Kündigung wird daher häufig als strategische Alternative gewählt.
Die Untersuchung zeigt, dass Wertschätzung durch Führungskräfte und soziale Integration innerhalb des Teams Schlüsselkomponenten sind, um die „Abwehrkräfte“ gegen die Innere Kündigung zu stärken und den Prozess umzukehren.
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