Bachelorarbeit, 2014
38 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Gang der Untersuchung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Prinzipal-Agenten-Theorie
2.2 Ziele und Instrumente der Bilanzpolitik
3 Variable Managementvergütung als ein Lösungsansatz
3.1 Komponenten der Managementvergütung
3.2 Kennzahlenorientierte Vergütung
4 Zusammenhang zwischen variabler Vergütung und Bilanzpolitik
4.1 Ermessensspielräume und Wahlrechte
4.2 Bilanzpolitische Beispiele
4.3 Grenzen der Bilanzpolitik
4.4 Kritische Würdigung
5 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Einfluss variabler Vergütungsmodelle für Manager in großen Kapitalgesellschaften auf die Ausübung bilanzpolitischer Wahlrechte und Ermessensspielräume. Dabei wird analysiert, inwieweit Anreizsysteme genutzt werden, um das Unternehmensergebnis gezielt zu beeinflussen und damit die eigene Vergütung zu maximieren.
4.2 Bilanzpolitische Beispiele
Nachdem die Instrumente der Bilanzpolitik in Kapitel 2.2 vorgestellt wurden, richtet sich der Blick im folgenden Abschnitt auf ausgewählte bilanzpolitische Möglichkeiten eines Managers zur Steigerung seines variablen Vergütungsanteils. Weil Bilanzpolitik auch durch Maßnahmen der Sachverhaltsgestaltung ausgeübt werden kann, werden im ersten Teil dieses Kapitels sachverhaltsgestaltende Beispiele erläutert. Im zweiten Teil rückt der Schwerpunkt dieser Arbeit, die Sachverhaltsabbildung im Hinblick auf Wahlrechte und Ermessensspielräume, in den Vordergrund.
Als Annahme für die nachfolgenden Beispiele dienen die Gewinngröße in der GuV und die Bilanzkennzahl ROI. Beide Kennziffern werden am häufigsten als Bezugsgröße für die Berechnung der variablen Vergütung ausgewählt. Grundsätzlich wird nur eine Kennzahl als Berechnungsgröße genutzt, weil der ROI sich unter anderem aus dem Gewinn berechnet. Gleichzeitig wird angenommen, dass dem Manager die eigene Vergütung deutlich wichtiger erscheint als die Unternehmensziele.
Zunächst werden Maßnahmen betrachtet, die vor dem Bilanzstichtag durchgeführt werden und somit der Sachverhaltsgestaltung zugeordnet sind. Dazu gehören das Ausnutzen von Steuer- und Finanzierungsvorteilen und die bewusste Gestaltung von Positionen in der Jahresabschlussbilanz und der GuV. Eine Methode zur Beeinflussung der GuV stellt die zeitliche Verlagerung von Geschäftsvorfällen dar. In Form von Vor- oder Nachlagerungen werden Erträge oder Aufwendungen in eine andere Periode verlegt. Ein Manager mit dem Ziel der Maximierung des Gewinns oder des ROI verlagert die Anschaffung von Anlagegütern in kommende Geschäftsjahre, um Abschreibungen niedrig zu halten. Ein weiterer Beleg der Bilanzpolitik mit Einfluss auf die GuV ist die Erhöhung der Umsatzerlöse durch vorzeitige Lieferung von Waren, die dem Folgejahr zugeordnet wurden.
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die gesellschaftliche Kritik an überhöhten Managergehältern und definiert das Problem des hohen variablen Vergütungsanteils in Verbindung mit Bilanzmanipulation.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die Prinzipal-Agenten-Theorie als Basis für Interessenkonflikte sowie die grundlegenden Ziele und Instrumente der Bilanzpolitik.
3 Variable Managementvergütung als ein Lösungsansatz: Hier werden die verschiedenen Komponenten der Vergütung sowie kennzahlenorientierte Entlohnungssysteme als Steuerungsinstrumente vorgestellt.
4 Zusammenhang zwischen variabler Vergütung und Bilanzpolitik: Dieses Kapitel bildet den Kern der Arbeit und analysiert konkret, wie Manager durch Wahlrechte, Ermessensspielräume und gezielte bilanzpolitische Maßnahmen ihre Vergütung beeinflussen können, wobei auch Grenzen und kritische Aspekte aufgezeigt werden.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert regulatorische Ansätze wie das Vorstandsvergütungs-Offenlegungsgesetz und gibt einen Ausblick auf die Notwendigkeit nachhaltigerer Entlohnungsmodelle.
Managementvergütung, Bilanzpolitik, Prinzipal-Agenten-Theorie, Variable Entlohnung, Jahresabschluss, Wahlrechte, Ermessensspielräume, Gewinnmaximierung, ROI, Sachverhaltsgestaltung, Sachverhaltsabbildung, Anreizsysteme, Corporate Governance, Bilanzmanipulation, Window Dressing
Die Arbeit analysiert, wie variable Vergütungssysteme für Manager in Kapitalgesellschaften dazu führen können, dass diese bilanzpolitische Spielräume nutzen, um das Unternehmensergebnis zugunsten ihrer eigenen Vergütungsansprüche zu gestalten.
Die Arbeit verbindet Konzepte der Prinzipal-Agenten-Theorie mit betriebswirtschaftlichen Instrumenten der Bilanzpolitik, um die Anreizstrukturen von Managern in großen Kapitalgesellschaften zu durchleuchten.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Ermessensspielräume und Wahlrechte im Bilanzrecht einem Manager ermöglichen, seine Vergütung durch gezielte Bilanzpolitik nach eigenen Präferenzen zu beeinflussen.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse und die Betrachtung ausgewählter Beispiele bilanzpolitischer Maßnahmen, um die theoretischen Annahmen in der Praxis zu belegen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Prinzipal-Agent-Modell), die Darstellung von Vergütungskomponenten, die Analyse von Bilanzpolitik-Instrumenten sowie die kritische Würdigung der daraus resultierenden Anreizproblematiken.
Managementvergütung, Bilanzpolitik, Prinzipal-Agenten-Theorie, Gewinnmaximierung, ROI, Ermessensspielräume und Anreizsysteme sind die zentralen Begriffe.
Wahlrechte erlauben es Managern, Bilanzansätze oder Bewertungsmethoden so zu wählen, dass der ausgewiesene Gewinn (oder ROI) steigt, was wiederum die Berechnungsgrundlage für ihre variable Vergütung positiv beeinflusst.
Der Anhang fungiert als wichtiges Transparenzinstrument; er soll durch Erläuterungen zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verhindern, dass Manager durch übermäßige Bilanzpolitik ein falsches Bild der Unternehmenslage vermitteln.
Window Dressing beschreibt bilanzpolitische Maßnahmen, die kurz vor dem Bilanzstichtag vollzogen werden, um das Bild der Jahresbilanz gezielt zu "schönen" und bestimmte Kennzahlen für die Vergütungsberechnung künstlich zu verbessern.
Gesetzliche Impulse, wie das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) oder das Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung, zielen darauf ab, Transparenz zu erhöhen und Manager zu einer verantwortungsvolleren Ausübung ihrer Entscheidungsbefugnisse zu bewegen.
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