Masterarbeit, 2015
43 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Wie führt Mitbestimmung zur Innovation?
Der Mensch als entscheidende Ressource
Die Rolle der Mitbestimmungsinstitutionen
3. Datensatz
4. Kontrollvariablen
Variablen zu den Rahmenbedingungen von Betrieben
Arbeitnehmerorientierte Variablen
Variablen der Panelanalyse
5. Deskriptive Statistik
6. Ökonometrisches Modell und empirische Ergebnisse
7. Robustheitscheck
Logit Regression
Betriebsräte in Betrieben die Mitbestimmung wohlwollend fördern
Forschung und Entwicklung
Entlohnung über Tarif
Größe des Betriebes
8. Diskussion und Schluss
Die Arbeit untersucht empirisch, ob die Einführung eines Betriebsrats in deutschen Betrieben einen positiven Einfluss auf die Umsetzung von Prozessinnovationen hat, wobei der Fokus auf dem Vertrauensaufbau zwischen Management und Belegschaft liegt.
1. Einleitung
Betriebsräte können, anhand gesetzlich zugesagter Rechte, eine große Anzahl ökonomischer Wirkungen in Betrieben entfachen, welche den Betrieb positiv oder negativ beeinflussen können. Entsprechend kommt eine Vielzahl empirischer Untersuchungen zu dem Schluss, dass Betriebsräte bestimmte Performancemaße, wie z.B. die Produktivität negativ beeinflussen. Ebenso kommen zahlreiche andere Arbeiten zu dem Ergebnis, dass ein Betriebsrat einen positiven Effekt auf den Betrieb hat, beispielsweise durch eine Verringerung der Fluktuation.
Diese Abschlussarbeit soll eine der ökonomischen Wirkungen, den Einfluss der Einführung des Betriebsrats auf Prozessinnovationen im Betrieb, herausstellen. Dabei bezieht sich die Prozessinnovation auf neue Verfahren, die in den Produktionsprozess eines Betriebes eingeführt wurden.
Die Regularien der Partizipation setzen sich bis heute in dem „betrieblichen Vorschlagswesen“ fort und zeigen die Relevanz des Wissens der Arbeitnehmer u.a. bei der innovativen Gestaltung von Prozessen in Betrieben. Dabei könnte die Einführung des Betriebsrats aus folgendem Grund einen positiven Einfluss auf das Einführen von Prozessinnovationen haben: Das Management kann durch verschiedene Praktiken versuchen, die Potenziale die im Wissen der Arbeitnehmer enthalten sind, abzuschöpfen und in den Betriebskontext einzubetten. Bei diesem Vorhaben kann es aber sein, dass die Arbeitnehmer dem Management gegenüber kein vollständiges Vertrauen entgegenbringen. Dieses nicht vorhandene Vertrauen begründet sich in Informationsasymmetrien zwischen dem Management und den Arbeitnehmern, denn letztere wissen nicht, ob die bereitgestellten Informationen zu Ihrem Nachteil genutzt werden, beispielsweise für einen Stellenabbau. Wird jedoch ein Betriebsrat gegründet, kann dieser das Vertrauensproblem durch seine „Kontroll- und Vertrauensfunktion“ (Dilger, 2002b) aufheben oder mildern, da der Betriebsrat die Entscheidungen des Managements einfordern und auf ihre Gültigkeit und Notwendigkeit hin überprüfen kann.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, ob Betriebsräte durch ihre Kontroll- und Vertrauensfunktion Prozessinnovationen positiv beeinflussen können.
2. Wie führt Mitbestimmung zur Innovation?: Das Kapitel erläutert theoretische Ansätze, insbesondere den ressourcenorientierten Ansatz und die Funktionen von Mitbestimmungsinstitutionen bei der Wissensnutzung.
3. Datensatz: Hier wird der verwendete Datensatz, das IAB-Betriebspanel der Jahre 2007-2013, sowie die methodische Aufbereitung der Längsschnittdaten beschrieben.
4. Kontrollvariablen: Dieses Kapitel definiert die zur Regression herangezogenen Variablen wie Betriebsgröße, Gewinn sowie arbeitnehmerorientierte Maßnahmen.
5. Deskriptive Statistik: Es erfolgt eine statistische Gegenüberstellung von Betrieben mit und ohne Betriebsrat hinsichtlich ihrer Innovationsaktivitäten und betrieblichen Merkmale.
6. Ökonometrisches Modell und empirische Ergebnisse: Das Kapitel stellt das Panel-Regressionsmodell vor und präsentiert die Ergebnisse, die keinen signifikanten Einfluss der Betriebsratsgründung auf Prozessinnovationen zeigen.
7. Robustheitscheck: Hier werden ergänzende Schätzungen (Logit-Regression, Untergruppenanalysen) durchgeführt, um die Validität der Ergebnisse aus Kapitel 6 zu prüfen.
8. Diskussion und Schluss: Abschließend werden die Ergebnisse interpretiert, Limitationen diskutiert und Implikationen für zukünftige Forschung und die betriebliche Praxis abgeleitet.
Betriebsrat, Prozessinnovation, IAB-Betriebspanel, Mitbestimmung, Vertrauensfunktion, Innovationsverhalten, Arbeitnehmerwissen, Panelanalyse, Fixed-Effects-Modell, Unternehmenskultur, Humankapital, Weiterbildung, Beschäftigtenstruktur, Kontrollvariablen, Wirtschaftsleistung.
Die Masterarbeit untersucht den Einfluss der Einführung eines Betriebsrats in deutschen Betrieben auf deren Innovationsverhalten, speziell im Bereich der Prozessinnovationen.
Die Arbeit verknüpft betriebliche Mitbestimmungsrechte mit ökonomischen Innovationstheorien, dem Ressourcen-Ansatz sowie Aspekten der Vertrauensbildung zwischen Management und Mitarbeitern.
Das primäre Ziel ist es, empirisch zu prüfen, ob die Gründung eines Betriebsrats durch die Etablierung einer "Kontroll- und Vertrauensfunktion" Innovationen in Betrieben fördert.
Der Autor verwendet eine Paneldatenanalyse des IAB-Betriebspanels (2007-2013) unter Anwendung eines Fixed-Effects-Modells, um zeitinvariate Störfaktoren zu eliminieren.
Im Hauptteil werden theoretische Ansätze zur Partizipation vorgestellt, der Datensatz beschrieben, Variablen definiert und eine ökonometrische Regressionsanalyse inklusive diverser Robustheitschecks durchgeführt.
Die zentralen Begriffe sind Betriebsrat, Prozessinnovation, IAB-Betriebspanel, Mitbestimmung, Innovationsverhalten und Unternehmenskultur.
Die empirische Analyse konnte die Hypothese nicht bestätigen, da andere Faktoren, wie die Betriebsgröße oder spezifische Unternehmenskulturen, einen dominierenden Einfluss auf Innovationsaktivitäten haben könnten.
Der Ear-Ansatz wird genutzt, um zu begründen, wie Betriebsräte durch die Kontrolle von Managemententscheidungen Vertrauensbarrieren abbauen und somit die Bereitschaft der Arbeitnehmer zur Innovation erhöhen könnten.
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