Masterarbeit, 2015
98 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Überblick
1.2 State of the Art
2 Ideologisch „fließende Grenzen“: Versuch einer analytischen Abgrenzung der Begriffe Rechtsextremismus, Rechtsradikalismus und Rechtspopulismus
2.1 Rechtsextremismus
2.1.1 Ideologische Merkmale
2.1.2 Mobilisierung
2.1.3 Zielsetzung
2.1.4 Exklusionskriterien
2.1.5 Erscheinungsformen
2.2 Rechtsradikalismus
2.2.1 Ideologische Merkmale
2.2.2 Mobilisierung
2.2.3 Zielsetzung
2.2.4 Exklusionskriterien
2.2.5 Erscheinungsformen
2.3 Rechtspopulismus
2.3.1 Ideologische Merkmale
2.3.2 Mobilisierung
2.3.3 Zielsetzung
2.3.4 Exklusionskriterien
2.3.5 Erscheinungsformen
2.4 Skala der äußeren politischen Rechten
3 Rechtspopulismus in Dänemark: Interdependenz zwischen Partei und Staat
3.1 Gesellschaftlicher Wandel als Nährboden für rechtpopulistische Politik
3.2 Der Einfluss der Rechtspopulisten auf die dänische Parteienlandschaft
3.3 Die Migrationspolitik Dänemarks
3.4 Die Außenpolitik Dänemarks
4 Analyse der Dänischen Volkspartei
4.1 Geschichte der Partei
4.2 Ideologische Merkmale der Partei
4.3 Mobilisierung der Partei
4.4 Zielsetzung der Partei
4.5 Exklusionskriterien der Partei
5 Wie rechts ist die Dänische Volkspartei?
Die vorliegende Arbeit untersucht das Ausmaß der rechtsgerichteten Ideologie der Dänischen Volkspartei (DF) und analysiert, inwieweit sie als rechtspopulistische, rechtsradikale oder rechtsextreme Partei einzustufen ist. Die Forschungsfrage fokussiert sich auf die Einordnung der Partei in das politische Spektrum und prüft die Hypothese, ob es sich um eine Partei handelt, die Merkmale des Rechtsradikalismus aufweist und somit eine Gefahr für liberale Grundsätze darstellt.
2.1.1 Ideologische Merkmale
„Rechtsextremismus negiert die universellen Freiheits- und Gleichheitsrechte des Menschen, insbesondere das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit, das Recht auf Freiheit, Freizügigkeit und soziale Sicherheit, das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit, das Recht auf freie Meinungsäußerung und das Recht auf Versammlungs-, Vereinigungs- und Koalitionsfreiheit.“ (Stöss, 2010: S.19)
Rechtsextremismus wird durch seine antiegalitäre und nationalistische Einstellung charakterisiert. Auseinandergegliedert kann man bei Rechtsextremismus auch von dem Extremwerden rechter Werte sprechen, dazu zählen „[…] nationale Identität, strenge ‚Law-and-Order‘-Ansätze oder Machtautorität“ (Bötticher, 2012: S.295). Des Weiteren beschreibt der Begriff Rechtsextremismus eine ideologisch geschlossene Strömung. Das Fundament dieser Ideologie bilden die „ultranationalistischen Vorstellungen“ (Nohlen, 2011: S.509), diese richten sich gegen liberaldemokratische Werte wie Freiheit und Gleichheit. Der Begriff Ultranationalismus beschreibt außerdem die Radikalisierung des Nationalismus mit einer Verdichtung von „exzessiver Überhöhung der Nation und einem rassisch oder religiösen Mythos“ (vgl. Minkenberg, 1998: S.40). Rechtsextremes Gedankengut verbindet eine auf Exklusion basierende nationale Identität, die durch Rasse, Ethnie und Kultur charakterisiert wird, mit autoritären Politikmodellen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die dänischen Parlamentswahlen 2015 ein, stellt die wachsende Bedeutung der Dänischen Volkspartei dar und leitet die Forschungsfrage sowie die methodische Herangehensweise ab.
2 Ideologisch „fließende Grenzen“: Versuch einer analytischen Abgrenzung der Begriffe Rechtsextremismus, Rechtsradikalismus und Rechtspopulismus: Das Kapitel analysiert theoretische Definitionen, um eine Skala der politischen Rechten zu entwickeln, die eine präzise Einordnung der DF ermöglicht.
3 Rechtspopulismus in Dänemark: Interdependenz zwischen Partei und Staat: Hier werden die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, der Wandel der Migrationspolitik und der Einfluss der DF auf die politische Kultur und Parteienlandschaft Dänemarks beleuchtet.
4 Analyse der Dänischen Volkspartei: Das Kapitel untersucht spezifisch die Entwicklung, das Grundsatzprogramm und die inhaltliche Programmatik der Partei unter Berücksichtigung ihrer Kooperationsstrategien.
5 Wie rechts ist die Dänische Volkspartei?: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und ordnet die Dänische Volkspartei abschließend als rechtsradikal-populistische Kraft ein, ohne eine generelle Gefahr für die Demokratie zu postulieren.
Dänische Volkspartei, Rechtspopulismus, Rechtsradikalismus, Rechtsextremismus, Migrationspolitik, Dänemark, Europäische Union, Wohlfahrtsstaat, Ethnopluralismus, Nationalismus, Politische Ideologien, Demokratie.
Die Arbeit analysiert die ideologische Ausrichtung der Dänischen Volkspartei und versucht, diese anhand theoretischer Begriffe wie Rechtspopulismus und Rechtsradikalismus präzise einzuordnen.
Neben der theoretischen Abgrenzung rechter Ideologien stehen der soziokulturelle Wandel in Dänemark, die Migrationspolitik sowie die Rolle der DF im Parteiensystem im Mittelpunkt.
Das Ziel ist die Klärung der Frage: "Wie rechts ist die Dänische Volkspartei?" und die damit verbundene Bewertung ihrer Vereinbarkeit mit demokratischen Grundwerten.
Es erfolgt eine literaturbasierte Analyse ideengeschichtlicher Konzepte sowie eine parteispezifische Untersuchung unter Einbeziehung qualitativer Interviews mit einem Parteivertreter und einem Experten.
Der Hauptteil deckt die theoretische Fundierung, die gesellschaftliche Ausgangslage in Dänemark sowie die detaillierte Analyse der Parteigeschichte, Ideologie und politischen Forderungen der DF ab.
Wichtige Begriffe sind insbesondere der Rechtspopulismus, die Abgrenzung zum Rechtsextremismus durch Ethnopluralismus, der Wohlfahrtsstaat und der dänische Nationalismus.
Die Einwanderungspolitik fungiert als "Dreh- und Angelpunkt" der Partei, wobei die DF Migration als Bedrohung für das dänische Wertesystem und den Wohlfahrtsstaat darstellt.
Die Arbeit betont, dass die DF im Vergleich zu rechtsextremen Parteien systemkonform agiert und durch ihre Kooperationsfähigkeit sowie das Auslassen extremistischer Forderungen eher als rechtsradikal-populistisch einzustufen ist.
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