Masterarbeit, 2015
94 Seiten, Note: 1,0
1 Aussterben des Einzelhandels
2 Begriffsbestimmung und -eingrenzung
2.1 Systematisierung
2.2 Betriebs- und Vertriebstypen
3 Einzelhandel – Status Quo und Potenziale
3.1 Struktureller und branchenspezifischer Wandel
3.2 Treibende Kräfte
3.2.1 Markt und Wettbewerb
3.2.2 Informations- und Kommunikationstechnologien
3.2.3 Soziodemografie und Wertedynamik
4 Erfolgsfaktoren für den lokalen Einzelhandel
4.1 Strategiekompetenz
4.2 Vertriebskanal- und Marketingstrategien
4.2.1 Electronic Commerce
4.2.2 Mobile Commerce
4.2.3 Multi Channel Retailing
4.3 Kommunikation am Point of Sale
4.3.1 Instrumente
4.3.2 Ladengestaltung
4.3.3 Erlebnis- und Convenience-Orientierung
4.4 Kunden- und Serviceorientierung
5 Stärkung des Würzburger Einzelhandels
5.1 Strategische Situationsanalyse
5.1.1 Rahmendaten
5.1.2 Leistungsangebot
5.1.3 SWOT-Analyse
5.2 Handlungskonzepte und Maßnahmen
5.2.1 Interne Lösungsansätze
5.2.2 Externe Lösungsansätze
5.3 Regionale Kampagnen
6 Ausblick
7 Management Summary
Diese Arbeit untersucht die Zukunft des stationären Einzelhandels unter dem Einfluss des digitalen Wandels und entwickelt strategische Handlungsempfehlungen, um das Ladensterben zu verhindern und die Wettbewerbsfähigkeit insbesondere mittelständischer Händler zu sichern.
4.2.1 Electronic Commerce
Neben dem stationären Geschäft stehen einem Einzelhändler etliche Kanäle zur Verfügung, über die er seine Waren und Dienstleistungen vertreiben kann. Grundsätzlich kann ein Einzelhändler folgende drei Strategien wählen: Den Verkauf über einen Kanal, z. B. das stationäre Ladengeschäft (Einkanalstrategie), den Online-Verkauf (auch Eletronic Retailing genannt) oder – als Mehrkanalstrategie – eine Kombination dieser beiden Vertriebswege. Ein rein stationärer Einzelhändler muss sich daher mit dem Thema Internet auseinandersetzen, da die Online- und Offline-Welten immer stärker zusammenwachsen [BAST14, S. 54f.].
Wie in Kapitel 3.1 bereits ausgeführt wurde, sind je nach Branche und warenbezogener Betrachtung unterschiedliche Relevanzgrade im B2C-Bereich zu verzeichnen [ZENT12, S. 37ff.]. Es sind fünf Faktoren zu charakterisieren, die das Verhältnis zwischen stationären und Online-Handelsformaten beeinflussen: Leistungsbeschaffenheit, Transportkosten, persönliche Beratung, Einkaufssituation sowie Erfahrung und Vertrauen. Sind etwa Waren und Dienstleistungen leicht digitalisierbar, so spricht dies eher für einen Verkauf über das Internet. Güter, die schwer und günstig sind, sind wiederum schlecht online zu vertreiben. Persönliche Beratung spielt im Ladengeschäft eine große Rolle. Je nach Situation ist entweder das Geschäft in Kundennähe die Wahl der Konsumenten oder der Internet-Shop [RUDO13, S. 15f.].
1 Aussterben des Einzelhandels: Einführung in die aktuelle Problematik sinkender Umsätze und des Strukturwandels im deutschen Einzelhandel sowie Zielsetzung der Arbeit.
2 Begriffsbestimmung und -eingrenzung: Definition und systematische Einordnung des Handelsbegriffs sowie Abgrenzung der relevanten Betriebs- und Vertriebstypen.
3 Einzelhandel – Status Quo und Potenziale: Analyse des strukturellen Wandels und der treibenden Kräfte (Markt, IuK-Technologien, Soziodemografie) auf den stationären Einzelhandel.
4 Erfolgsfaktoren für den lokalen Einzelhandel: Identifikation strategischer Optionen, inklusive Vertriebskanäle, Marketing, POS-Gestaltung und Kundenbindungsmaßnahmen.
5 Stärkung des Würzburger Einzelhandels: Konkrete Anwendung der Erfolgsfaktoren auf den Standort Würzburg mittels SWOT-Analyse und Bewertung regionaler Kampagnen.
6 Ausblick: Zusammenfassung der Kernergebnisse und Prognose zur künftigen Entwicklung des physischen Einzelhandels.
7 Management Summary: Prägnante Zusammenfassung der zentralen Forschungsergebnisse und Handlungsempfehlungen.
Stationärer Einzelhandel, E-Commerce, Mobile Commerce, Multi-Channel-Retailing, Strategiekompetenz, Kundenbindung, Würzburg, Point of Sale, Digitalisierung, Strukturwandel, Handelsmarketing, Standort, Convenience, Erlebnisorientierung, Innovationskraft.
Die Arbeit analysiert die aktuelle Krise des stationären Einzelhandels durch den digitalen Wandel und entwickelt Strategien, um die Wettbewerbsfähigkeit durch eine Verzahnung von lokaler Präsenz und digitalen Möglichkeiten zu stärken.
Die zentralen Themen sind der Strukturwandel im Handel, die Anwendung von E-Commerce und Mobile-Marketing-Technologien, die Bedeutung der Ladengestaltung sowie Kundenbindungsprogramme.
Das Ziel ist zu ermitteln, welche strategischen Optionen mittelständische Einzelhändler haben, um sich erfolgreich gegen den Wandel zu behaupten und das Ladensterben zu verhindern.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu Erfolgsfaktoren des Einzelhandels sowie einer spezifischen strategischen Situationsanalyse (SWOT) für den Standort Würzburg inklusive der Evaluierung realer regionaler Kampagnen.
Der Hauptteil erarbeitet Strategiekompetenzen, analysiert moderne Vertriebskanäle und Marketinginstrumente und diskutiert die Bedeutung von Erlebnis- und Serviceorientierung am Point of Sale.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Stationärer Einzelhandel, Multi-Channel-Retailing, Digitalisierung, Kundenbindung und Standortmarketing.
Würzburg dient als praxisnahes Fallbeispiel, für das durch eine SWOT-Analyse und die Begutachtung lokaler Projekte (z.B. "Digitaler Einkaufsführer") spezifische Handlungsempfehlungen abgeleitet werden.
ROPO steht für "Research Online, Purchase Offline" und beschreibt den positiven Einfluss, den Online-Informationen auf eine tatsächliche Kaufentscheidung in einem stationären Ladengeschäft haben.
Der Autor prognostiziert, dass der physische Handel nicht aussterben wird, sofern Händler bereit sind, Konzepte an neue Entwicklungen anzupassen und digitale Mehrwerte (z.B. Click & Collect) in ihr Geschäftsmodell zu integrieren.
Beacons ermöglichen ein ortsbasiertes Marketing, indem sie Kunden in der Nähe eines Geschäfts direkt auf ihre mobilen Endgeräte mit Angeboten ansprechen und so den Kunden an den stationären POS binden.
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