Masterarbeit, 2016
68 Seiten, Note: 1,0
Die Arbeit untersucht das Happy-Victimizer-Phänomen als Erklärungsansatz für Korruption und analysiert die Beziehung zwischen moralischem Denken und moralischem Handeln. Die Untersuchung fokussiert auf die Frage, warum Menschen trotz moralischen Wissens gegen Regeln verstoßen und sich dabei gleichzeitig als Opfer ihrer eigenen Handlungen wahrnehmen.
Die Einleitung führt in das Thema Korruption und das Happy-Victimizer-Phänomen ein. Kapitel 2 beleuchtet die Beziehung zwischen moralischem Denken und Handeln, die Entwicklung moralischer Urteilsbildung und die Theorien zur moralischen Motivation. Das Happy-Victimizer-Phänomen wird im Detail erläutert, seine Entstehung, Auswirkungen und Einordnung in Kohlbergs Entwicklungsstufenmodell werden beleuchtet. Kapitel 3 analysiert den Fall von Sepp Blatter und der Fifa, die Korruptionsvorwürfe und die organisatorischen Strukturen des Weltfußballverbands. In Kapitel 4 wird das Happy-Victimizer-Phänomen anhand des Fallbeispiels von Sepp Blatter untersucht, die relevanten Bedingungen und Rationalisierungsstrategien werden analysiert. Abschließend wird ein alternativer Untersuchungsansatz über Kohlbergs Stufe 2 vorgestellt. Der Fokus liegt dabei auf der Analyse der relevanten Bedingungen und Rationalisierungsstrategien im Zusammenhang mit dem Happy-Victimizer-Phänomen.
Korruption, Happy-Victimizer-Phänomen, moralisches Denken, moralisches Handeln, Regelverstoß, Rechtfertigungsstrategien, Kohlbergs Entwicklungsstufenmodell, Fifa, Sepp Blatter, Fallbeispiel, Einflussfaktoren, moralische Motivation, alternative Erklärungsansätze.
HVP beschreibt den Zustand, in dem eine Person eine moralische Regel kennt und akzeptiert, aber dennoch positive Gefühle empfindet, wenn sie diese Regel zum eigenen Vorteil bricht.
Es dient als Erklärungsansatz dafür, warum Korrumpierende trotz Unrechtsbewusstsein positive Emotionen aus ihrem Handeln ziehen, da das individuelle Vorteilsdenken die moralische Regel dominiert.
Ein Happy Moralist stellt die Einhaltung moralischer Regeln über den persönlichen Vorteil und empfindet dabei positive Gefühle (Gegenteil zum Happy Victimizer).
Die Arbeit wendet das Phänomen auf Sepp Blatter und die Korruptionsvorwürfe innerhalb der FIFA an, um dessen moralische Urteilsstrukturen theoretisch zu untersuchen.
Rationalisierungsstrategien helfen Tätern, ihren Regelverstoß vor sich selbst zu rechtfertigen, um trotz moralischen Wissens keine negativen Emotionen oder Schuldgefühle zu empfinden.
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