Bachelorarbeit, 2015
63 Seiten, Note: 2,4
1 Einleitung
2 Die Baseler Eigenkapitalvereinbarungen
2.1 Der Baseler Ausschuss
2.2 Die Entwicklung von Basel I und Basel II
2.3 Basel III
3 Auswirkungen von Basel III auf den Mittelstand
3.1 Mittelständische Unternehmen in Deutschland
3.1.1 Definition und Abgrenzung
3.1.2 Finanzierungssituation des Mittelstands
3.2 Auswirkungen des Ratings auf die Kreditvergabe
3.2.1 Definition des Ratings
3.2.1.1 Interne Ratings
3.2.1.2 Externe Ratings
3.2.1.3 Sicherheiten
3.2.2 Auswirkungen des Ratingergebnisses auf die Kreditkonditionen
3.3 Auswirkungen auf die Beziehung zwischen Bank und Unternehmen
4 Kritische Betrachtung der veränderten Finanzierungssituation nach Basel III
4.1 Vor- und Nachteile für mittelständische Unternehmen
4.2 Auswirkungen auf die Finanzierungssituation
4.3 Auswirkungen auf die Existenzgründer
4.3.1 Mögliche Überlastung deutscher Fördervereine
4.3.2 Mögliche Verringerung der Existenzgründungen
5 Alternative Finanzierungsformen vor dem Hintergrund von Basel III
5.1 Instrumente der Eigenkapitalerhöhung
5.1.1 Einlagen von (Alt-) Gesellschaftern
5.1.2 Aufnahme neuer Gesellschafter
5.1.3 Business Angels
5.1.4 Beteiligungsgesellschaften
5.1.5 Mezzanine-Kapital
5.2 Instrumente der Fremdkapitalsubstitution
5.2.1 Leasing
5.2.2 Factoring
5.3 Instrumente der Fremdkapitalumschichtung
5.3.1 Pensionsrückstellungen
5.3.2 Lieferantenkredite
5.4 Instrumente der Fremdkapitalerhöhung
5.4.1 Mittelstandsanleihen
5.4.2 Andere alternative Finanzierungsinstrumente
5.5 Auswertung der alternativen Finanzierungsinstrumente
6 Zusammenfassung und Fazit
Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen der Basel III-Regulierungen auf die Finanzierung deutscher mittelständischer Unternehmen, mit dem Ziel, sowohl potenzielle Risiken für die Kreditverfügbarkeit aufzuzeigen als auch strategische Handlungsoptionen zu identifizieren.
3.2.1 Definition des Ratings
Die Gestaltung der Kreditkonditionen nach Basel III ist maßgeblich vom Rating des jeweiligen Unternehmens abhängig. Bereits seit Basel II wurde die Erstellung eines Ratings für alle Unternehmen, die bereits Bankkredite bzw. Darlehen beanspruchen oder solche beantragen, zur Pflicht. Aufgrund der veränderten Eigenkapitalanforderung der Banken besteht aber nunmehr die Gefahr, dass sich die Kredite weiter verteuern. Vor allem Unternehmen mit einem negativen Rating sind davon betroffen. Diese könnten im schlimmsten Fall nicht mehr bei der Kreditvergabe berücksichtigt werden. Das Rating stellt deshalb eine übergeordnete Position dar.
Das Rating wird definiert als „eine Bewertung der Bonität und damit der Kreditwürdigkeit eines Unternehmens. Ratings sind somit Bewertungen, die die Fähigkeit eines Kreditnehmers beschreiben seinen Zahlungsverpflichtungen, die er in der Zukunft eingeht, nachzukommen“46. Bei einem Rating handelt es sich daher um keine Neuerung. Der Fortschritt besteht darin, dass die Eigenkapitalanforderungen für die Kredite aus einem Ratingsystem abgeleitet werden. Dabei ist die Vorgehensweise zwischen internen und externen Ratings zwar nicht einheitlich, die Ratinginhalte unterscheiden sich jedoch nicht wesentlich. Es wird zwischen den sogenannten „hard“ und „soft facts“ unterschieden. Die „harten Faktoren“ beinhalten Daten des Finanz- und Rechnungswesens, wie z. B. den Jahresabschluss, unter dessen Auswertung durch Bildung von Finanzkennzahlen und verschiedene Planungsrechnungen mit Soll-Ist-Vergleichen. Zu den „weichen Faktoren“ gehören hauptsächlich unternehmensinterne Daten, wie z. B.
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Baseler Akkorde ein und erläutert die Zielsetzung, die Auswirkungen der Regulierung auf den deutschen Mittelstand zu analysieren.
2 Die Baseler Eigenkapitalvereinbarungen: Es wird die historische Entwicklung von Basel I über Basel II bis hin zu den aktuellen Regelungen von Basel III dargestellt.
3 Auswirkungen von Basel III auf den Mittelstand: Dieses Kapitel beleuchtet die mittelständische Struktur, die Bedeutung von Ratings für die Kreditvergabe und die veränderte Beziehung zwischen Banken und Unternehmen.
4 Kritische Betrachtung der veränderten Finanzierungssituation nach Basel III: Hier werden die Vor- und Nachteile der neuen Regelungen sowie deren spezifische Folgen für Existenzgründer kritisch diskutiert.
5 Alternative Finanzierungsformen vor dem Hintergrund von Basel III: Es erfolgt eine detaillierte Untersuchung alternativer Instrumente zur Eigenkapitalstärkung, Fremdkapitalsubstitution und Umschichtung.
6 Zusammenfassung und Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Bilanzierung der Ergebnisse und einem Ausblick auf notwendige proaktive Strategien des Mittelstands.
Basel III, Mittelstand, Eigenkapitalvereinbarungen, Kreditvergabe, Rating, Bonität, Eigenkapitalquote, Finanzierungssituation, Existenzgründer, Bankenaufsicht, Mezzanine-Kapital, Leasing, Factoring, Mittelstandsanleihen, Finanzstabilität
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der durch Basel III verschärften Eigenkapitalrichtlinien auf die Finanzierungspraxis und die Kreditkonditionen deutscher mittelständischer Unternehmen.
Zentral sind die regulatorischen Anforderungen an Banken, die Bewertung von Kreditnehmern durch interne und externe Ratings sowie die Suche nach alternativen Finanzierungswegen für KMU.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich Basel III auf die Kreditverfügbarkeit auswirkt und welche Chancen und Risiken sich daraus für den Mittelstand ergeben.
Es handelt sich um eine literaturbasierte Analyse, die regulatorische Vorgaben mit ökonomischen Auswirkungen auf den Mittelstand verknüpft und durch empirische Belege (wie Rating-Tabellen und Gründerquoten) untermauert.
Im Hauptteil werden zunächst die Baseler Akkorde erklärt, dann die Auswirkungen auf Ratings und Kreditvergabe analysiert, und schließlich werden diverse Finanzierungsalternativen auf ihre Eignung für mittelständische Unternehmen geprüft.
Typische Begriffe sind Basel III, Mittelstand, Rating, Eigenkapitalquote, Kreditkonditionen, Mezzanine-Kapital, Factoring und Finanzstabilität.
Durch die höheren Eigenkapitalanforderungen steigen die Risikokosten der Banken, was in der Regel zu einer Verteuerung der Kredite für Unternehmen führt, insbesondere bei einem negativen Rating.
Ja, die Arbeit identifiziert eine Tendenz, dass Basel III die Finanzierung von Existenzgründungen erschweren kann, da Banken risikosensibler agieren und Förderkredite potenziell schwieriger zu erhalten sind.
Aufgrund der restriktiveren Kreditvergabepolitik der Banken wird empfohlen, dass der Mittelstand proaktiv alternative Instrumente wie Leasing, Factoring oder Mezzanine-Kapital prüft, um unabhängiger von Bankdarlehen zu werden.
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