Lizentiatsarbeit, 2004
51 Seiten, Note: 1
1 Einführung
1.1 Forschungsfrage
1.2 Relevanz
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Theorie
2.1 Public Choice
2.1.1 Die Nachfrage
2.1.1.1 Das Wahlverhalten
2.1.1.2 Das Proximity Modell
2.1.1.3 Das Directional Modell
2.1.1.4 Das Directional Model mit Penalty und Region of Acceptability
2.1.2 Das Angebot
2.2 Die Dimensionalität der politischen Raumes
2.3 Research Design
3 Daten
3.1 Die Nachfrage
3.2 Das Angebot
4 Operationalisierung
4.1 Die Nachfrage
4.1.1 Das Proximity Modell
4.1.2 Das Directional Modell
4.1.3 Das Directional Modell mit Penalty und Region of Acceptability
4.1.4 Die Güte der Modelle
4.2 Die Dimensionalität des politischen Raumes
4.2.1 Die Nachfrage
4.2.2 Das Angebot
5 Resultate
5.1 Die Dimensionalität des politischen Raumes
5.1.1 Die Nachfrage in den Dimensionen
5.1.2 Das Angebot in den Dimensionen
5.1.3 Die Perfekte Partei
5.1.3.1 Das Proximity Modell
5.1.3.2 Das Directional Modell
5.1.3.3 Das Directional Modell mit Penalty und Region of Acceptability
6 Schlussfolgerung
Die Arbeit untersucht, welche politischen Inhalte eine neu zu gründende Partei priorisieren müsste, um einen maximalen Wähleranteil zu erreichen. Unter Anwendung von Public-Choice-Theorien und verschiedenen Modellen zum Wählerverhalten wird auf Basis von Schweizer Daten aus dem Jahr 1999 die ideale Positionierung im politischen Raum ermittelt.
2.1.1.3 Das Directional Modell
Von Donald E. Strokes (1963) stammt eine fundamentale Kritik an Downs Theorie. Er argumentiert, Wähler nähmen politischen Themen gar nicht auf die Art wahr, wie dies Downs unterstellte: Sie können ihre Position nämlich nicht auf einer Issue-Skala einordnen, so Strokes, sondern lediglich beurteilen, ob sie für oder gegen eine Vorlage sind. Das Proximity Modell basiere auf einer aus der kognitiven Psychologie bekannten Methode, die sehr valide sei, wenn es um eindeutige Entscheide gehe, wie die Präferenzen von verschiedener Farben. In der Politik seien die Issues aber selten so klar und die Entscheidung entstehe mehr aus einem Gefühl heraus als aus einer klaren Evaluation von Information[en].
Downs selber räumte ein, dass die Wähler unsicher seien im Bezug auf die eigene Position, Strokes aber postuliert, dass es gar keine Issue-Positionen gibt. In Umfragen würde nicht die Stärke gemessen, mit welcher der Befragte ein Thema annimmt oder verwirft, sondern die Intensität, mit welcher er das Issue als solches bewertet: Wie wichtig ist dem Subjekt diese politische Frage? Die Issue - Skala wird auch von Strokes gebraucht – allerdings mit einer anderen Interpretation als von Downs: Sie messe, so Strokes, nicht die präzise Position der Parteien / Wähler, sondern sei zu verstehen als Indikator für die Intensität, mit welcher eine Haltung vertreten wird.
1 Einführung: Hinführung zum Thema der strategischen Parteipositionierung und Erläuterung der Forschungsfrage sowie der Zielsetzung der Arbeit.
2 Theorie: Darstellung der Public Choice Modelle, insbesondere des Proximity- und des Directional-Modells, sowie Erläuterung der Annahmen zur Rationalität der Akteure.
3 Daten: Beschreibung der verwendeten Datensätze aus der Schweizer Nachbefragung 1999 sowie der Zeitungsanalysen zur Erhebung der Parteipositionen.
4 Operationalisierung: Erläuterung des methodischen Vorgehens bei der Modellberechnung, einschließlich der mathematischen Definitionen der verschiedenen Ansätze und deren Güteprüfung.
5 Resultate: Präsentation der Ergebnisse zur Faktoranalyse und der verschiedenen Modellrechnungen für die ideale Position der Perfekten Partei.
6 Schlussfolgerung: Synthese der Ergebnisse und Beantwortung der Ausgangsfrage, kritische Würdigung der Modellannahmen und Ausblick auf weiterführende Analysen.
Public Choice, Proximity Modell, Directional Modell, Wählerverhalten, Issue-Voting, politische Dimensionen, Parteipositionierung, Schweizer Parteiensystem, rationale Wahlentscheidung, Faktoranalyse, Politische Strategie, Wahlpotential, Parteiprogramm, Modellgüte, Region of Acceptability
Die Arbeit analysiert, wie eine Partei ihre Inhalte optimieren müsste, um mit dem Ziel der reinen Stimmenmaximierung im Schweizer politischen Raum bestmöglich positioniert zu sein.
Zentral sind Theorien der Public Choice, insbesondere das Proximity-Modell und das Directional-Modell, sowie die Analyse der Dimensionalität des politischen Raumes.
Das Ziel ist die theoretische Konstruktion einer "Perfekten Partei" und die Identifikation ihrer idealen Position, die das größte Wählerpotential anspricht.
Es werden eine Faktoranalyse zur Bestimmung politischer Dimensionen sowie Iterationsverfahren zur Modellierung von Wählerstimmen und zur Bestimmung optimaler Parteipositionen eingesetzt.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Modelle, die Operationalisierung dieser Theorien anhand empirischer Daten von 1999 und die detaillierte Darstellung und Diskussion der erzielten Resultate.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Public Choice, Proximity- und Directional-Modell, rationale Wahlentscheidung, politische Dimensionen und das Wählerpotential im Schweizer Kontext.
Die Arbeit stützt sich auf die Selects-Daten von 1999, da dies zum Zeitpunkt der Entstehung der Arbeit die verfügbare Basis für eine repräsentative Analyse der Wählerpräferenzen darstellte.
Die SVP erzielt trotz ihrer extremen Position einen im Vergleich zur SP geringeren Wähleranteil, weil ihre Position geografisch bzw. inhaltlich in einer Region mit sehr geringer Wählerdichte im Koordinatensystem liegt.
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