Examensarbeit, 2016
73 Seiten, Note: 8
0. EINLEITUNG
1. MOTIV UND MOTIVATION
1.1. MOTIV
1.2. MOTIVATION
1.2.1. Intrinsische Motivation
1.2.2. Extrinsische Motivation
2. LEISTUNGS- UND LERNMOTIVATION
2.1 LEISTUNGSMOTIVATION
2.1.1. Risiko-Wahl-Modell
2.1.2. Attributionstheorie
2.1.3. Selbstbewertungsmodell
2.2 LERNMOTIVATION
2.2.1. intrinsische Lernmotivation
2.2.2. Extrinsische Lernmotivation
2.2.3. Gegenüberstellung der extrinsischen und der intrinsischen Lernmotivation
2.2.4. Selbstbestimmungstheorie
3. BEZUGSNORMORIENTIERUNG
3.1 KRITERIALE BZW. SACHLICHE BEZUGSNORM
3.2 SOZIALE BEZUGSNORM
3.3 INDIVIDUELLE BEZUGSNORM
4. AUSWIRKUNGEN DER INDIVIDUELLEN BEZUGSNORMORIENTIERUNG AUF DIE SCHÜLERMOTIVATION
5. VERBALE BEURTEILUNG
5.1. LEHRERKOMMENTARE ZU NOTEN
5.2. SCHÜLERSELBSTBEWERTUNG
6. UNBEGLEITETE MINDERJÄHRIGE FLÜCHTLINGE
6.1. DEFINITION
6.2. HERKUNFTSLAND AFGHANISTAN
6.3. AUFNAHMELAND DEUTSCHLAND
6.4. PSYCHOSOZIALE ENTWICKLUNG
7. SCHLUSSBETRACHTUNG
8. ANHANG
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der individuellen Bezugsnormorientierung auf die Schülermotivation, insbesondere im Kontext des Unterrichts mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, um alternative, motivierende Leistungsrückmeldeformen zur traditionellen Notengebung zu identifizieren.
3.3 INDIVIDUELLE BEZUGSNORM
Diese Bezugsnorm bezieht sich auf die individuellen Leistungen eines Individuums im Vergleich zu früheren Leistungen derselben Person.
Dabei stellt der bereits zu einem früheren Zeitpunkt erbrachte Leistungshöhepunkt den Nullpunkt dar (vgl. Rheinberg, 1982, S. 28).
In der Schule beurteilt der Lehrende die Lernfort- und Lernrückschritte jedes Schülers. Der Klassendurchschnitt oder die Lernziele werden hierbei für die Beurteilung außer Acht gelassen.
Der Grundgedanke ist, durch das Vergleichen mit sich selbst die Veränderung der eigenen Leistung zu messen. Dabei sollen Verbesserungen, Stagnation oder Verschlechterungen der eigenen Leistung sichtbar gemacht werden (vgl. Klauer, 1987, S. 186). Es ist also notwendig, vorab festgelegte Lernziele oder Kriterien für die Messung des Einzelnen heranzuziehen. Arnold & Jürgens (2001) sprechen hier von einer „sachnormorientierten Einzelmessung“, die notwendig ist, um „persönliche Lernfortschritte zu interpretieren“ (a.a.O., S. 64).
Diese Bezugsnorm lässt den Schüler den Zusammenhang zwischen Lernbemühungen sowie Anstrengung und Erfolg gut erkennen, was eine positive Auswirkung auf seine Lern- und Leistungsmotivation hat (vgl. Jürgens & Sacher, 2008, S. 67) und hilft, Konkurrenzgedanken zu vermeiden (vgl. Sacher, 2014, S. 90). So kann ein Schüler seinen Lernverlauf gut erkennen. Die Veränderung der eigenen Fähigkeiten und des Könnens werden bei der Beurteilung berücksichtigt und kommen in der Leistungsbeurteilung direkt zum Vorschein (vgl. Rheinberg, 2006, S. 65).
Denn hierbei entfällt der Einfluss von außen. Der einzige Maßstab, der zugrunde gelegt wird, ist die Leistung der Person selbst (ebd.). Bei dieser Art der Bewertung konnte die Forschung zeigen, dass die Schüler mehr Freude am Lernen und weniger Angst vor Misserfolgen hatten (Rheinberg, 1980, S. 55 f.; Trudewind & Kohne, 1982, S. 127f.).
0. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die fundamentale Bedeutung der Motivation für den Lernerfolg und problematisiert die traditionelle Benotungspraxis hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Schülermotivation.
1. MOTIV UND MOTIVATION: Dieses Kapitel differenziert die psychologischen Begriffe Motiv und Motivation und erläutert deren Bedeutung für das menschliche Handeln.
2. LEISTUNGS- UND LERNMOTIVATION: Es erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit Leistungs- und Lernmotivation sowie deren theoretischen Grundlagen, wie dem Risiko-Wahl-Modell und der Selbstbestimmungstheorie.
3. BEZUGSNORMORIENTIERUNG: Das Kapitel definiert und vergleicht die sachliche, soziale und individuelle Bezugsnorm als Basis für schulische Leistungsbewertungen.
4. AUSWIRKUNGEN DER INDIVIDUELLEN BEZUGSNORMORIENTIERUNG AUF DIE SCHÜLERMOTIVATION: Hier wird der Zusammenhang zwischen individueller Bezugsnormorientierung und der Steigerung der Schülermotivation theoretisch und empirisch erörtert.
5. VERBALE BEURTEILUNG: Dieser Teil stellt alternative Beurteilungsformen wie Lehrerkommentare und Schülerselbstbewertung als motivationsfördernde Instrumente vor.
6. UNBEGLEITETE MINDERJÄHRIGE FLÜCHTLINGE: Das Kapitel definiert die Zielgruppe und analysiert deren Lebenssituation, Fluchtursachen und die Herausforderungen im deutschen Bildungssystem.
7. SCHLUSSBETRACHTUNG: Die Abschlussbetrachtung resümiert die Ergebnisse der Arbeit und diskutiert die Praxisanwendung einer individualisierten Leistungsbeurteilung im Unterricht mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen.
8. ANHANG: Der Anhang bietet ergänzende Materialien, wie Beispiele für gemeinsam erstellte Lernzielkataloge.
Motivation, Leistungsmotivation, Lernmotivation, Bezugsnormorientierung, individuelle Bezugsnorm, Leistungsbeurteilung, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, Selbstbestimmungstheorie, verbale Beurteilung, Schülerselbstbewertung, Lernklima, Schulerfolg, Bildungsverlierer, Selbstkonzept, pädagogische Diagnostik.
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung von Motivation für den schulischen Erfolg und untersucht, wie eine individuelle Bezugsnormorientierung und alternative Beurteilungsmethoden, wie verbale Rückmeldungen, die Lernmotivation von Schülern positiv beeinflussen können.
Zentrale Themen sind die Motivationspsychologie, die verschiedenen Arten der Leistungsbewertung (Bezugsnormen) sowie die spezifischen Bedürfnisse und Herausforderungen von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen im schulischen Kontext.
Das Ziel ist es, die positiven Auswirkungen einer individuellen Bezugsnormorientierung auf die Schülermotivation aufzuzeigen und Strategien zu entwickeln, wie Lehrkräfte insbesondere benachteiligte Gruppen wie unbegleitete minderjährige Flüchtlinge durch alternative Leistungsbeurteilungen motivieren können.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch motivationspsychologische Ansätze sowie einer praxisorientierten Reflexion der Autorin, die als Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache arbeitet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erarbeitung von Motivationsmodellen, eine Analyse verschiedener Bezugsnormen in der Schule, die Darstellung alternativer Leistungsbeurteilungsformen sowie eine detaillierte Betrachtung der Lebenssituation unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge.
Wichtige Begriffe sind Motivation, Bezugsnormorientierung, Leistungsbeurteilung, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, Selbstbestimmungstheorie und alternative Beurteilungspraxis.
Da diese Schüler oft traumatisiert sind und unterschiedliche Lernvoraussetzungen mitbringen, ermöglicht die individuelle Bezugsnorm ein Erfolgserlebnis durch den Vergleich mit dem eigenen Lernzuwachs, anstatt durch einen frustrierenden Vergleich mit einer normativen Leistungsgruppe.
Herausforderungen liegen in der notwendigen Aufbauarbeit der Beobachtungsfähigkeit, dem hohen Mehraufwand für Lehrkräfte, einer möglichen Skepsis der Schüler gegenüber neuen Verfahren sowie dem Ziel, dass Selbstbewertung die Fremdbeurteilung ergänzen und nicht isoliert stehen sollte.
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