Bachelorarbeit, 2015
140 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Forschungsstand und Theorie
2.1 Wortschatz
2.1.1 Begriff und Forschungsstand
2.1.2 Mentales Lexikon
2.1.3 Wortschatzarbeit
2.1.4 Modelle der Wortschatzvermittlung: Textorientierte Wortschatzarbeit und wortschatzdidaktischer Dreischritt
2.2 Schülermotivation
2.2.1 Motivation
2.2.2 Lernmotivation
2.2.3 Motivation und Emotion
2.2.4 Interesse
2.3 Kompetenzfeld Wortschatzarbeit im Rahmen der Kompetenzvorgaben, erfasst auch in der didaktischen Literatur
2.4 Praxis der Wortschatzarbeit im konkreten Fall
2.4.1 Analyse der schulinternen Lehrpläne
2.4.2 Wortschatzarbeit im Grundkurs Deutsch Jahrgangsstufe 9 der GM – Gesamtschule
2.5 Theoretisches Modell der Fallstudie
2.6 Fragestellungen und Erwartungen
3 Methode der Statusermittlung
3.1 Untersuchungsdesign
3.2 Stichprobenkonstruktion
3.3 Instrumente und Messgeräte
3.3.1 Sprachtest
3.3.2 Übungen zur transversalen Wortschatzvertiefung und Informationsblatt zum mentalen Lexikon
3.3.3 Fragebögen
3.3.4 Interview mit der Fachlehrerin
3.4 Datenanalyse
4 Durchführung der Studie
4.1 Stichprobenbeschreibung - Deutsch-Grundkurs der Jahrgangsstufe 9 in der GM Gesamtschule
4.2 Verlauf der Fallstudie
4.3 Auswertung des Sprachtests
4.4 Auswertungen der Daten
4.4.1 Fragebögen
4.4.2 Übungen
4.4.3 Interview
4.5 Ergebnisse zu den Fragestellungen
5 Diskussion
5.1 Analyse der Ergebnisse
5.2 Bewertung des Designs und der Methode
5.3 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen einer expliziten Wortschatzförderung unter Einbeziehung des mentalen Lexikons auf das Sprachbewusstsein sowie die Lernmotivation und Lernfreude von Schülerinnen und Schülern einer 9. Klasse an einer Gesamtschule. Die zentrale Forschungsfrage ist, ob die metasprachliche Ebene der Übungen erkannt wird und ob deren Erwerb die Lernbereitschaft steigert.
2.1.2 Mentales Lexikon
Aufbauend auf verschiedene forschungsleitende Metaphern (z.B. die Computermetapher), die als Analogien das komplexe System des mentalen Lexikons veranschaulichen sollen, entwickelten Forscher die unterschiedlichsten Modelle, wie Wörter gespeichert, organisiert und aktiviert werden könnten (vgl. Rickheit/Strohner 2003: 268ff). Mit Hilfe der Modelle werden Strukturen und Abhängigkeiten im mentalen Lexikon deutlich, die sich auch in der Praxis beobachten lassen, beispielsweise in der Bereitstellung alternativer Wörter zur Verwendung in einem bestimmten Kontext, Reaktionen/Assoziationen in Bezug auf bestimmte Reizwörter und besonders bei der Beobachtung der frühkindlichen Entwicklung. Die in der Linguistik erprobte Einteilung der Sprachproduktion in Pragmatik, Semantik, Syntax und Phonologie (Rickheit/Strohner 2003: 278) bietet ebenfalls die Möglichkeit, das Prinzip des mentalen Lexikons darzustellen.
Im pragmatischen Prozess wird festgelegt, wozu und in welcher Weise eine Information einem bestimmten Partner übermittelt wird. Die Produzenten einer kommunikativen Handlung stimmen diese sehr genau auf den Empfänger ab, was sich am Ende auch in der Wortwahl und den syntaktischen Strukturen erkennen lässt. Der semantische Aspekt der Sprachproduktion bezieht sich ebenso wie der pragmatische auf die Herstellung von Sinn; ersterer als kommunikativer Sinn, letzterer der der lokalen und globalen semantischen Kohärenz. Hier geht es um die Gewichtung, Abstimmung und Umsetzung der Intentionen sowie um die Referenzproduktion, wobei der Produzent die Konzepte auswählt, die zur Darstellung seiner Vorstellung und seiner Intention geeignet sind. Im Idealfall sind diese mit entsprechenden Sprachzeichen, Wörtern und/oder festen Wendungen, verbunden. Hier ist die Schnittstelle zum mentalen Lexikon.
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert den schwindenden Wortschatz der jungen Generation und führt in die Fragestellung der Fallstudie ein, welche die Auswirkungen einer expliziten Wortschatzarbeit auf das Sprachbewusstsein und die Lernmotivation untersucht.
2 Forschungsstand und Theorie: Dieses Kapitel liefert die theoretischen Grundlagen zu Wortschatz, mentalem Lexikon, Schülermotivation und den entsprechenden didaktischen Kompetenzvorgaben.
3 Methode der Statusermittlung: Hier wird das Untersuchungsdesign der explorativen Fallstudie erläutert, einschließlich der Beschreibung der Testinstrumente wie Sprachtest, Fragebögen und Experteninterviews.
4 Durchführung der Studie: Dieser Abschnitt beschreibt den tatsächlichen Ablauf der Fallstudie, die Stichprobenbeschreibung der 9. Klasse sowie die detaillierte Auswertung der erhobenen Daten.
5 Diskussion: Im abschließenden Kapitel werden die Ergebnisse analysiert, das methodische Vorgehen bewertet und ein Fazit samt Ausblick für zukünftige Forschungsansätze formuliert.
Wortschatzarbeit, Mentales Lexikon, Sprachbewusstsein, Lernmotivation, Schülermotivation, Fallstudie, Deutschunterricht, Kompetenzaufbau, Metawissen, Schreibkompetenz, Wortschatzvertiefung, Unterrichtsplanung, Semantik, Pragmatik, Pädagogische Psychologie.
Die Arbeit untersucht, wie Wortschatzarbeit im Deutschunterricht der Jahrgangsstufe 9 effektiv gestaltet werden kann, um nicht nur den Wortschatz zu erweitern, sondern auch die Lernmotivation und das Sprachbewusstsein zu fördern.
Die zentralen Felder sind die Theorie des mentalen Lexikons, Strategien der Wortschatzvermittlung, Ansätze aus der Motivationspsychologie (Erwartung-Wert-Modell) sowie die didaktische Einordnung in Lehrpläne.
Das primäre Ziel ist es, herauszufinden, ob eine explizite Vermittlung von Metawissen über das mentale Lexikon in Kombination mit Übungen zu einer messbaren Steigerung der Wortschatzkompetenz und zu einer positiven Einstellung der Lernenden beiträgt.
Es handelt sich um eine explorative, teilstandardisierte Fallstudie, die quantitative Daten (Sprachtest, Fragebögen) mit qualitativen Daten (Interview mit der Fachlehrerin) trianguliert.
Der Hauptteil befasst sich mit der Konzeption und Durchführung der Fördermaßnahme, der Analyse der Lehrerlehrpläne sowie der Auswertung der Ergebnisse aus dem Sprachtest und den verschiedenen Fragebögen zum Meinungsbild der Schüler.
Wortschatzarbeit, Mentales Lexikon, Sprachbewusstsein, Lernmotivation und Metawissen sind die prägenden Begriffe der wissenschaftlichen Untersuchung.
Die Autorin argumentiert, dass ein durchschautes und erhelltes semantisches Netzwerk im mentalen Lexikon effizienter abgerufen werden kann, weshalb die Übungen darauf abzielen, diese Netzwerkstrukturen den Schülern bewusst zu machen.
Die Fachlehrerin berichtete von einer verstärkten Sensibilisierung der Schüler bei der Textproduktion, bei der sie von sich aus nach variableren Formulierungen suchten, was sie als einen unerwarteten, aber positiven Erfolg der Studie interpretierte.
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