Bachelorarbeit, 2014
45 Seiten, Note: 2,7
1) Definition(en) der Dyskalkulie/Rechenschwäche und ihre Symptomatik
2) Ursachen und Diagnostik von Dyskalkulie/Rechenschwäche
2.1) Genetische Verursachungsfaktoren
2.2) Kongeniale Verursachungsfaktoren
2.3) Neuropsychologische und psychologische Verursachungsfaktoren
2.4) Soziokulturelle Verursachungsfaktoren
2.5) Schuldidaktische Verursachungsfaktoren
2.6) Diagnostik
3) Schulische Förderung
3.1) Förderprogramme
3.1.1) Das Dortmunder Zahlenbegriffstraining
3.1.1.1) Bewertung des Dortmunder Zahlenbegriffstrainings
3.1.2) Das Förderprogramm „Mengen, zählen, Zahlen“
3.1.2.1) Bewertung des Förderprogramms „Mengen, zählen, Zahlen“
3.1.3) Das Förderprogramm Kalkulie
3.1.3.1) Bewertung des Förderprogramms Kalkulie
Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit den Möglichkeiten und Rahmenbedingungen einer effektiven schulischen Förderung für Kinder mit Dyskalkulie. Das primäre Ziel ist es, auf Basis einer fundierten theoretischen Auseinandersetzung mit den Ursachen und Symptomen der Rechenschwäche, geeignete didaktische Ansätze und Förderprogramme für den schulischen Kontext zu analysieren und deren Wirksamkeit sowie praktische Umsetzbarkeit zu bewerten.
3.1.1) Das Dortmunder Zahlenbegriffstraining
Das Dortmunder Zahlenbegriffstraining (kurz: ZBT) (Moog & Schulz, 2005) ist ein integriertes Test- und Trainingsverfahren, das aus zwei Teilen besteht. Dem Trainingsprogramm und dem Dortmunder Rechentest für die Eingangsstufe (kurz: DORT-E). Das Trainingsprogramm setzt an den unterentwickelten Zähl- und Abrufvorgängen der Kinder an und fördert das Verständnis für Beziehungen zwischen den einzelnen Zahlen und den daraus zusammengesetzten Mengen fördert. Um dieses Training zielgerichtet einsetzen zu können, ist es unumgänglich, zu ermitteln, wie weit die Zahlvorstellungen und Rechenstrategien der Kinder entwickelt sind. Dazu haben die Autoren den informellen Test DORT-E entwickelt. Da dieser Test von seinen Inhalten her analog zum Trainingsprogramm ist, kann er sowohl dazu eingesetzt werden, zu ermitteln, auf welcher Anforderungsstufe mit dem Training begonnen werden sollte, als auch zur Lernerfolgskontrolle. Die Aufgaben des DORT-E sind sehr alltagsnah gestaltet und befinden sich auf verschiedenen Repräsentationsstufen, d.h. die Darstellungsweise ist gleichzeitig konkret-gegenständlich, bildlich und abstrakt.
Entworfen wurde das ZBT für rechenschwache Zweit- und Drittklässler an Sonderschulen für Lernbehinderte und für Schüler an Regelschulen ab dem Ende der ersten Klasse, die noch vom Fingerzählen oder anderen Hilfen zur Anschauung bei einfachen Rechenoperationen abhängig sind und die den Weg vom Abzählprozess zum operativen Zahlbegriff nicht in der vorgegebenen Lernzeit meistern können. Sie sollten im Zahlenraum bis 15 vorwärts zählen können und mit ihrer Schreibweise vertraut sein. Auch sollte ihnen bewusst sein, dass Zahlen zum Abzählen gebraucht werden. Schülerinnen und Schüler, die bereits im kleinen EinsplusEins zu Hause sind und die auf Hilfen zur Anschauung verzichten können, ist diese Trainingsprogramm nicht geeignet.
1) Definition(en) der Dyskalkulie/Rechenschwäche und ihre Symptomatik: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen wissenschaftlichen Ansätze zur Definition der Dyskalkulie und beschreibt typische Fehlermuster und Verhaltensweisen betroffener Kinder.
2) Ursachen und Diagnostik von Dyskalkulie/Rechenschwäche: Das Kapitel analysiert die multikausalen Ursachen – von genetischen bis hin zu schuldidaktischen Faktoren – und erläutert diagnostische Verfahren auf pädagogischer sowie klinisch-psychiatrischer Ebene.
3) Schulische Förderung: Hier werden schulrechtliche Rahmenbedingungen diskutiert und drei spezifische Förderprogramme (Dortmunder Zahlenbegriffstraining, Mengen zählen Zahlen, Kalkulie) detailliert vorgestellt und kritisch bewertet.
Dyskalkulie, Rechenschwäche, schulische Förderung, mathematische Lernstörung, Diagnostik, Förderprogramme, Zahlenbegriff, Teilleistungsdiagnostik, Dortmunder Zahlenbegriffstraining, Mengen zählen Zahlen, Kalkulie, Entwicklungsstörung, Didaktik, Rechenstörung, Schulerfolg.
Die Arbeit untersucht die schulischen Fördermöglichkeiten für Kinder mit Dyskalkulie und beleuchtet dabei sowohl theoretische Hintergründe als auch konkrete Förderkonzepte.
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Symptomatik, die Ursachenforschung, die Diagnostik sowie die Analyse von spezifischen Förderprogrammen im schulischen Umfeld.
Die zentrale Fragestellung lautet: „Wie kann eine Förderung rechenschwacher Kinder aussehen und welche Möglichkeiten gibt es dafür im schulischen Kontext?“
Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Bachelorarbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung von Evaluationsstudien zu bestehenden Förderprogrammen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Störungsbilder und Ursachen sowie die detaillierte Vorstellung und kritische Bewertung von drei ausgewählten Förderprogrammen.
Wichtige Schlagworte sind Dyskalkulie, Rechenschwäche, schulische Förderung, mathematische Kompetenz, Diagnostik und Interventionsmaßnahmen.
Das Diskrepanzkriterium setzt eine Lücke zwischen Intelligenzleistung und Rechenleistung voraus. Kritisiert wird es, da es oft zu kurz greift, Lernbehinderte benachteiligt und nicht für alle Schultypen gleichermaßen praktikable Testverfahren bereithält.
Die Programme erfordern neben grundlegenden pädagogischen Kompetenzen unterschiedlich hohe Vorbereitungszeiten für die Erstellung von Materialien, die Organisation von Förderräumen und die zeitliche Integration in den Schulalltag.
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