Masterarbeit, 2011
111 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
I Konzeptioneller Teil
1.1 Der außerschulische Lernort
1.1.1 Geschichte des außerschulischen Lernens
1.1.2 Der Lernortbegriff in der beruflichen Bildung
1.1.3 Primärer und sekundärer Lernort
1.1.4 Der außerschulische Lernort und seine Bildungsmöglichkeiten
1.1.5 Lernprozesse am außerschulischen Lernort
1.1.5.1 Definition von Lernen
1.1.5.2 Lernpotenziale des außerschulischen Lernortes
1.1.5.3 Außerschulisches Lernen und Bezugnahme zum handlungsorientierten Unterricht
1.2 Der Bildungsgehalt
1.3 Forschungsstand
II Empirischer Teil
1.1 Forschungsfrage
1.1.1 Fragestellung
1.1.2 Hypothesen
1.2 Methodenteil
1.2.1 Untersuchungsdesign
1.2.2 Beschreibung der Stichprobe
1.2.3 Instrumente
1.2.3.1 Der Online-Fragebogen
1.2.3.2 Das Anschreiben
1.2.4 Beschreibung und Konstruktion der Online-Befragung
1.2.4.1 Vorgehen der Fragenentwicklung
1.2.4.2 Konstruktion der Fragen
1.2.5 Durchführung der Datenerhebung
1.2.6 Auswertung
1.3 Ergebnisteil
1.3.1 Stichprobe
1.3.2 Deskription und Reflexion der Ergebnisse
1.3.3 Diskussion
1.4 Fazit der Untersuchung
III Der Kirchenraum als außerschulischer Lernort
1.1 Wandel der christlichen Sozialisation und Konsequenzen für die Religionspädagogik und den Lernort Kirchenraum
1.2 Begründung des Lernortes Kirchenraum aus Sicht einer performativen Religionsdidaktik
1.3 Entwicklung der Kirchenpädagogik
1.3.1 Historischer Abriss der Kirchenpädagogik
1.3.2 Begriffliche Bestimmungen der Kirchenpädagogik
1.3.3 Entstehungsmotive der Kirchenpädagogik
1.4 Inhalte und Ziele der Kirchenpädagogik
1.5 Didaktisch-methodische Prinzipien der Kirchenpädagogik
1.5.1 Wahrnehmen – Deuten – Handeln
1.5.2 „Von außen nach innen“
1.5.3 Ganzheitlichkeit, um Erfahrungen zu ermöglichen
1.5.4 Verlangsamung
IV Fachdidaktische Impulse für den Religionsunterricht an berufsbildenden Schulen
1.1 Impulse für den Berufsschulreligionsunterricht
1.2 Impulse für einen Religionsunterricht mit Berufsbezug am Beispiel der Altenpflegeausbildung
Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht, inwieweit der außerschulische Lernort – insbesondere der Kirchenraum – im Religionsunterricht an berufsbildenden Schulen einen pädagogischen Bildungsgehalt bietet und wie eine Kooperation mit dem schulischen Unterricht fachdidaktisch gestaltet werden kann. Die zentrale Forschungsfrage ist, ob eine solche Lernort-Kooperation existiert, die über bloße Freizeitaktivitäten hinausgeht und systematisch religiöse Lerninhalte erschließt.
1.1.5.2 Lernpotenziale des außerschulischen Lernortes
Nach Untersuchungen des Gehirnforschers Spitzer ist Lernen vom Erleben prinzipiell nicht trennbar. Bereits in den 1980er Jahren haben Burk et al. im Rahmen der Grundschuldidaktik Bezug auf die Lernpotenziale außerschulischer Lernorte genommen, denn insbesondere „für den primär erfahrungs- und handlungsorientierten Sachunterricht in der Grundschule, wo konkrete Anschauung, unmittelbares Erleben und handelnder Umgang mit den lebensweltlichen Phänomenen grundlegende Bedeutung für den Lernprozess besitzen“, wirkt das außerschulische Lernen äußerst produktiv auf die angestrebten Lernprozesse der Schülerinnen und Schüler.
Die Ausführungen der Autoren gelten bis heute als grundlegende Bezugsquelle für theoretische Ausführungen rund um das außerschulische Lernen. Eines der Lernpotenziale außerschulischen Lernens, das die Autoren benennen, ist das situationsbezogene Lernen, welches die Notwendigkeit beinhaltet, Lernen sowohl in einen subjektbezogenen Kontext sowie in konkrete Lebenszusammenhänge einzubetten.
Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung außerschulischer Lernorte im pädagogischen Diskurs und formuliert die Herausforderung, diese speziell für den Religionsunterricht an berufsbildenden Schulen zu legitimieren.
I Konzeptioneller Teil: Dieser Teil definiert den außerschulischen Lernort historisch sowie in der beruflichen Bildung und arbeitet das Potenzial für handlungsorientiertes Lernen und den Bildungsgehalt nach Klafki heraus.
II Empirischer Teil: Hier wird die Online-Befragung von Religionslehrkräften konzipiert, durchgeführt und ausgewertet, um die Hypothesen zur Existenz und Integration außerschulischer Lernorte zu prüfen.
III Der Kirchenraum als außerschulischer Lernort: Dieses Kapitel begründet den Kirchenraum als performativen Lernort und erläutert kirchenpädagogische Konzepte sowie didaktisch-methodische Prinzipien wie Wahrnehmen, Deuten und Verlangsamung.
IV Fachdidaktische Impulse für den Religionsunterricht an berufsbildenden Schulen: Der abschließende Teil leitet aus den theoretischen und empirischen Erkenntnissen konkrete Impulse für den Religionsunterricht ab, insbesondere unter Berücksichtigung des Berufsbezugs in der Altenpflege.
Außerschulischer Lernort, Berufsbildende Schulen, Religionsunterricht, Kirchenpädagogik, Lernort-Kooperation, Bildungsgehalt, Handlungsorientierter Unterricht, Performative Religionsdidaktik, Altenpflegeausbildung, Lernprozesse, Religionspädagogik, Sinnangebote, Lernstandort, Kirchenraum, Empirische Untersuchung.
Die Arbeit untersucht, wie außerschulische Lernorte, insbesondere der Kirchenraum, systematisch in den Religionsunterricht an berufsbildenden Schulen integriert werden können, um dort einen pädagogisch wertvollen Bildungsgehalt zu entfalten.
Sie verbindet theoretische Grundlagen des Lernortbegriffs und der Kirchenpädagogik mit einer empirischen Bestandsaufnahme der Praxis an berufsbildenden Schulen und entwickelt darauf aufbauend fachdidaktische Impulse.
Die zentrale Frage ist, ob eine Lernort-Kooperation zwischen Schule und außerschulischem Ort existiert, die nachweislich einen Bildungsgehalt aufweist, statt nur als Freizeitbeschäftigung zu dienen.
Die Autorin führte eine quantitative empirische Untersuchung mittels eines standardisierten Online-Fragebogens unter Religionslehrkräften an öffentlichen berufsbildenden Schulen in Niedersachsen durch.
Im Hauptteil stehen die theoretische Fundierung des außerschulischen Lernens, die empirische Analyse der Lehrerpraxis sowie die spezifische didaktische Aufbereitung des Lernortes Kirchenraum im Fokus.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie "Außerschulischer Lernort", "Berufsbildende Schulen", "Kirchenpädagogik" und "Lernort-Kooperation", die den Fokus auf die fachdidaktische Theorie und empirische Praxis legen.
Der Kirchenraum bietet einen geschützten Erfahrungsraum, um tabuisierte Themen wie Sterben, Tod und Trauer, die im Beruf der Altenpflege allgegenwärtig sind, unter religiösen und emotionalen Aspekten zu reflektieren und zu bewältigen.
Die Mehrheit der befragten Religionslehrkräfte integriert außerschulische Lernorte bewusst in den Unterricht und führt eine inhaltliche Vor- und Nachbereitung durch, was deren pädagogischen Wert und Bildungsgehalt unterstreicht.
Verlangsamung bedeutet, dass der Erkundungsprozess eines Kirchenraums bewusst entschleunigt wird, um durch Stille und Konzentration einen tieferen, emotionalen Zugang zum Raum und seiner Symbolik zu ermöglichen.
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